Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Energie

Alles auf Zucker Bitterer Beigeschmack

Seite 2 von 2:
Schuld an der Misere: Regen und Frost
Die hartnäckigsten Gesundheitsmythen
2-format20 (3)
1 von 10

Obst und Gemüse schützt vor Krebs

Wer sich gesund ernährt und mehr Gemüse als Fleisch isst, der tut seinem Körper etwas Gutes. Doch ein konkreter Schutz vor Krebs ist das nicht. Das ergab eine Studie von Hsin-Chia Hung und Walter Willet, Harvard University Boston/"Journal of the National Cancer Institute". Die Probanden, die mehr Obst und Gemüse aßen, hatten jedoch ein geringeres Herzinfarktrisiko.

2-format20 (1)
2 von 10

Salat hat viele Vitamine

Das stimmt nicht. Salat hat viel Folsäure, die der Körper braucht, aber Vitamin C etwa findet sich in der doppelten bis achtfachen Menge in Tomaten oder Paprika.

2-format20 (2)
3 von 10

Salz ist ungesund

Das stimmt nur, wenn Sie zu den so genannten salzsensitiven Menschen zählen. Bei denen kann der häufige Genuss von stark gesalzenen Speisen zu einem Anstieg des Blutdrucks führen. Da die Mehrheit der Menschen aber nicht salzsensitiv isst, müssen sie auch nicht auf Salz verzichten.

2-format20
4 von 10

Dunkle Schokolade macht weniger dick

Das stimmt leider nicht. Egal, wie dunkel die Schokolade ist, sie besteht in erster Linie aus Kakaobutter, Zucker und Kakaomasse. Im Gegensatz zu Milchschokolade enthält dunkle Schokolade keine Milch, folglich auch keinen Milchzucker. Die Kalorienzahl ist aber vergleichbar mit der der Milchschokolade.

3-format20
5 von 10

Kaffee trocknet den Körper aus

Nein, Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser. Koffein wirkt allerdings harntreibend: Wer viel Kaffee trinkt, muss also öfter die Toilette aufsuchen. Das bedeutet aber nicht, dass er dabei mehr Flüssigkeit verliert, als er mit dem Bürokaffee aufgenommen hat.

2-format1
6 von 10

Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser

Immer wieder hört man, es sei besser fünf kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als die drei großen Klassiker Frühstück – Mittag – und Abendessen. Im Grunde ist es völlig egal, wann man isst. Wer mit fünf „kleinen“ Mahlzeiten am Tag abnehmen möchte, läuft jedoch schnell Gefahr, zu viele Kalorien aufzunehmen. Wer sich an feste Mahlzeiten hält, behält besser den Überblick über die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien.

3-format20 (1)
7 von 10

Pro Tag zwei Liter Wasser trinken

Es ist richtig, dass der Mensch "ausreichend" Flüssigkeit braucht. Er muss aber nicht zwangsläufig zwei Liter in Form von Wasser trinken. Auch Obst, Gemüse und Milchprodukte enthalten Flüssigkeit. Außerdem hängt der Flüssigkeitsbedarf davon ab, wie heiß es ist, wie viel der Mensch wiegt und ob man sich körperlich stark anstrengt. Pauschal eine Menge von zwei Litern zu empfehlen ist wenig sinnvoll. Zu viel Wasser kann dem Körper auch schaden. Wer ein normales Durstgefühl hat, nimmt automatisch genug Flüssigkeit zu sich.

In der Süßwaren-Branche heißt es allerdings auch, in der Vergangenheit seinen die Zuckerpreise schon wesentlich höher gewesen. Wirklich bedenklich sei die Lage daher noch nicht. Doch mit fast 20 US-Cents je Pfund (lb) hat sich Zucker allein in den vergangenen drei Monaten um mehr als ein Drittel verteuert.

Ein lb entspricht etwa 0,45 Kilogramm. Die Akteure an den Märkten blickten zuletzt vor allem auf Brasilien, wo Wetterturbulenzen für Ernteeinbußen sorgen. Brasilien ist weltgrößter Exporteur von Arabica-Kaffee, Zucker und Sojabohnen. Noch ist aber gar nicht klar, wie hoch die Ausfälle sein werden. Schäden sind sowohl durch Starkregen als auch durch Frost entstanden.

Laut Aussage eines Direktors des Zuckerindustrieverbands Unica betraf der jüngste Frosteinbruch in Brasilien größere Gebiete als zunächst angenommen. Andererseits soll es nun trocken bleiben. „Das würde eine Fortführung der zuletzt immer wieder unterbrochenen Erntearbeiten und der Verarbeitung erlauben“, heißt es bei der Commerzbank.

Eine nachhaltige Entspannung zeichnet sich also nicht ab, denn auch beim zweitgrößten Zuckerproduzenten und in der Europäischen Union fällt die Produktion geringer aus. Zudem nimmt weltweit der Konsum von Zucker noch zu. Laut F.O. Licht wurden 2014/15 knapp 179 Millionen Tonnen Zucker verbraucht. Für 2015/16 lautet die Prognose auf knapp 182 Millionen Tonnen. Gleichzeitig soll die Produktion von bisher 182 Millionen Tonnen auf 177 Millionen Tonnen schrumpfen. Experten gehen mehrheitlich von einem Defizit am Zuckermarkt aus, die Prognosen reichen von sieben bis zu elf Millionen Tonnen.

Zitronen und Zucker im Flugzeug-Tank
Sprit aus Zucker
1 von 8

Der französische Öl-Konzern Total und das US-Biotech-Unternehmen Amyris haben in Zusammenarbeit einen alternativen Flugzeugkraftstoff entwickelt, den Amyris in einer Fabrik in Brasilien herstellt. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnlichen Biosprit: Amyris hat Mikroorganismen gezüchtet, die Farnesan aus Zucker herstellen.

(Foto: Total)

Testflüge und Zulassung
2 von 8

Im Jahr 2012 startete der erste Testflug mit dem alternativen Kraftstoff. Ein Jahr später stieg bei Luftfahrtmesse in Frankreich ein Airbus A321 mit ihm betrieben in die Höhe. Im Jahr 2014 startete Etihad die Boeing 777 im Bild mit einer Mischung des Treibstoffs. Kurz darauf erfolgte die Freigabe für das Produkt.

(Foto: Total)

Konkurrenz um Ackerflächen
3 von 8

Die meisten Biofuels haben einen entscheidenden Nachteil: Sie stehen in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Boeings Ansatz hat den Vorteil, dass keine Ackerflächen für die Treibstoffproduktion herhalten müssen. Seine Ingenieure wollen aus Wüstenpflanzen Sprit herstellen, die mit Salzwasser bewässert werden können.

(Foto: Reuters)
Salzpflanzen
4 von 8

Die sogenannten Halophyten oder Salzpflanzen sind Grundlage für den Biosprit, den Boeing mit dem Sustainable Bioenergy Research Consortium (SBRC) entwickelt hat. Zu dem Konsortium gehören zudem Etihad Airways, Triebwerkehersteller Safran, Honeywell UOP, Masdar Institute und als jüngstes Mitglied GE.

(Foto: Boeing)

Frische Duftnote im Tank
5 von 8

Wüste hat Australien reichlich zu bieten. Doch dort verfolgen Forscher des Instituts für Bioingenieurwesen und Nanotechnologie (AIBN) einen anderen Weg auf der Suche nach dem Wundertreibstoff: Sie wollen zukünftig Zitronen nicht nur den Drinks der Passagiere, sondern auch in den Tanks der Flugzeuge sehen.

(Foto: AFP)
Zitronen-Kraftstoff
6 von 8

Die Chemiker des AIBN arbeiten an einem sauberen und erneuerbaren Flugzeugkraftstoff auf Basis der Chemikalie Limonen, die in Zitrusfrüchten enthalten ist. „Es mag unwahrscheinlich klingen, doch eines Tages könnten Zitronen eine erneuerbare und saubere Quelle für Flugzeugtreibstoff sein“, sagt Projektleiterin Claudia Vickers auf der Homepage des Instituts. Bis zur Marktreife bedarf es aber noch einiger Perfektion.

(Foto: AFP)
Algenproduktion für die Luftfahrt
7 von 8

In einem Glasgewächshaus des Instituts für Bio- und Geowissenschaften am Forschungszentrum in Jülich arbeiten Forscher in dem Projekt „Aufwind“ an einer Alternative zu Kerosin, die aus Algenöl gewonnen wird. Dominik Behrendt (Bild) ist Leiter des Projekts in Nordrhein-Westfalen, wo die Forschungseinrichtung „Algen Science Center“ für das Projekt in Betrieb genommen wurde.

(Foto: dpa)

Die Unternehmen agieren entsprechend vorsichtig. „Die Lieferanten kommen noch nicht proaktiv mit Preisforderungen, nutzen die aktuelle Zuckerpreisentwicklung aber als Argument in den laufenden Verhandlungen“, erklärt Marcus Schwarz, Experte für die Lebensmittelindustrie bei der Einkaufsberatung Inverto. Für seine Kunden gibt er auch eine leichte Entwarnung mit Blick auf steigende Verbraucherpreise: „Wir haben die Zucker- oder Kakaopreise langfristig über mehrere Kontrakte mit unterschiedlichen Laufzeiten für unsere Kunden abgesichert. So sind diese in der Lage, volatile Zuckerpreise eine Zeit lang auszusitzen, ohne die Preise für den Handel und somit für die Endverbraucher zu erhöhen.“

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Alles auf Zucker - Bitterer Beigeschmack