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Energie

Amnestie läuft aus Thyssen-Krupp und der Kampf gegen Korruption

Eine Reihe Kartellverfahren hat den Stahl- und Industriekonzern Thyssen-Krupp erschüttert. Mit einer Amnestie sollten reuige Sünder zu Beichten gelockt werden. Das Verfahren endet, die Bilanz wird mit Spannung erwartet.
09.06.2013 - 15:09 Uhr Kommentieren
Eine Notrufsäule vor der Thyssen-Krupp-Zentrale in Essen. Quelle: dpa

Eine Notrufsäule vor der Thyssen-Krupp-Zentrale in Essen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/Essen Für reuige Kartellsünder wird die Zeit knapp: Nur noch wenige Tage können weltweit rund 150 000 Thyssen-Krupp-Mitarbeiter ihr Gewissen ohne Angst vor Strafe erleichtern - dann heißt es „Null-Toleranz“. Mit der auf zwei Monate begrenzten Offerte, hat Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger neue Wege in dem ständig kriselnden Traditionskonzern eingeschlagen.

Mit dem Weggang des halben Vorstands im vergangenen Jahr und dem Rücktritt des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Cromme waren seit dem Amtsantritt des neuen Chefs Tabus bereits reihenweise gefallen. Der 53-jährige ehemalige Siemens-Manager sitzt seit Anfang 2011 im Chefsessel des Ruhr-Konzerns. Neben mehreren Kartellfällen macht dem Unternehmen derzeit vor allem ein Milliarden-Desaster um fehlgeschlagene Stahlwerksinvestitionen in Übersee zu schaffen.

Im Februar dieses Jahres war Hiesinger von neuen Durchsuchungen des Kartellamts unliebsam überrascht worden. Vor dem Hintergrund von möglichen Kartellabsprachen bei Autoblechen hatte das Bundeskartellamt Büros von Thyssen-Krupp sowie der Konkurrenten ArcelorMittal und Voestalpine unter die Lupe nehmen lassen. Wenige Wochen später hatte der Essener Stahlriese dann die bis zum 15. Juni befristete Amnestie verkündet.

In einer ersten Reaktion hatte der Thyssen-Krupp-Chef auf unnachgiebige Härte gegenüber möglichen Kartellsündern gepocht. „Wer hier nicht mitzieht, hat bei uns nichts zu suchen“, sagte er damals.

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    Nur wer sich rechtzeitig zu einer Aussage entschließt und Kartell- oder Korruptionsfälle „freiwillig, wahrheitsgemäß und umfassend“ offenbart kann auf Gnade hoffen, so das Unternehmen. Ansonsten drohen Schadenersatzansprüche oder der Verlust des Arbeitsplatzes.

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