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Energie

Angriff auf Innogy-Finanzvorstand Günther 80.000 Euro, um das Säure-Attentat aufzuklären

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen nach dem Säureangriff auf Innogy-Topmanager Bernhard Günther eingestellt. Der Konzern aber gibt nicht auf.
Update: 19.11.2018 - 17:26 Uhr 2 Kommentare
„Natürlich ist es besonders schwierig, mit so einer Tat umzugehen, solange sie nicht aufgeklärt ist.
Innogy-Manager Bernhard Günther

„Natürlich ist es besonders schwierig, mit so einer Tat umzugehen, solange sie nicht aufgeklärt ist."

(Foto: Reuters)

EssenGut acht Monate ist es her, dass Innogy-Finanzvorstand Bernhard Günther Opfer eines Säureattentats wurde – und noch immer sind Täter und Motiv unklar. Jetzt hat Günthers Arbeitgeber überraschend die Initiative ergriffen. Innogy setzte eine Belohnung von bis zu 80.000 Euro für Hinweise aus, die zur Aufklärung des Säureanschlags und zur Ergreifung der Täter führen.

Günther war am 4. März nach einer Joggingrunde von zwei Unbekannten überfallen und mit Säure übergossen worden. Die Chancen, dass der Fall jemals gelöst wird, sind äußerst gering. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat bereits aufgegeben – und die Ermittlungen wegen versuchten Mordes Ende September eingestellt.

Das Unternehmen verwies bei der Auslobung der Geldprämie ausdrücklich auf die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, das Ermittlungsverfahren einzustellen – und auf die Zusicherung der Behörde, es wieder aufzunehmen, „sollten sich neue Ermittlungsansätze ergeben“. Die Belohnung ist nach Angaben des Unternehmens ausschließlich für Privatpersonen bestimmt.

80.000 Euro Belohnung ausgesetzt.
Plakat von Innogy

80.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Günther war nach der Attacke mit schweren Verätzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Im Frühjahr hat er zwar seine Arbeit als Finanzvorstand beim Energiekonzern, der inzwischen mit einer Übernahmeofferte durch Konkurrent Eon konfrontiert ist, wieder aufgenommen. Günther leitet gemeinsam mit Eon-Vorstand Leonhard Birnbaum die Projektteams, die sich um die Integration der Unternehmen kümmern sollen.

Die Ungewissheit über die Hintergründe des Säureattentats treiben ihn aber nach wie vor um. Für den 51-Jährigen ist die Ungewissheit eine große Belastung. „Natürlich ist es besonders schwierig, mit so einer Tat umzugehen, solange sie nicht aufgeklärt ist“, sagte Günther im Sommer im Interview mit dem Handelsblatt: „Wenn man nicht weiß, warum sie erfolgt ist. Ist man noch bedroht? Sind andere bedroht?“

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2 Kommentare zu "Angriff auf Innogy-Finanzvorstand Günther: 80.000 Euro, um das Säure-Attentat aufzuklären"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn ich sehe was im Hambacher Forst abgeht und wie aggressiv die "Guten" ohne jede Konsequenz agieren können, dann wundert mich das Attentat auf den Manager nicht. Er war wahrscheinlich die leichteste Beute unter den Top-Zielen der "bösen" Energiewirtschaft. Höchstwahrscheinlich dürften die Täter in autonomen Kreisen gerade mächtig abgefeiert werden. Vielleicht waren es aber auch die großen Unbekannten die gar nicht wußten wer er ist. Zum faslchen Zeitpunkt am falschen Ort.

  • Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Säure-Attentat auf Innogy-Manager Bernhard Günther eingestellt.
    War zu erwarten. Straftaten aus der Linken-Szene werden hierzulande nicht so richtig verfolgt. Es besteht meiner Meinung nach weder von Seiten der Politik, Staatsanwaltschaft, Polizei ein richtiger Aufklärungswillen. Unser Rechtssystem ist verkommen. Der Sttat bestimmt gegen wen und was ermittelt werden darf.
    Gegen die AfD wird vom Staatsanwalt aufgrund von Zeitungsberichten sofort ermittelt, ja da muss man halt entscheiden wo die Kapazotäten sinnvoller eingesetzt werden können, Was ist da schon ein Säure-Attentat gegen einen Wirtschaftsboss??
    Bei der AfD sind halt obwohl es nichts zu ermitteln gibt, denn die Spenden wurden zurück überwiesen also kein Vorteil für die Partei, Politische Interessen von CDU, Grüne, SPD vorhanden.
    Unser Rechtssysten mit samt Verfassungsschutz ist auf dem Niveau einer Bananenrepublik.
    Die Einstellung des Verfahrens schadet unserem Wirtschaftsstandort mehr als jede Pegidademonstration, denn welcher Konzern siedelt sich gerne in einem Land an in dem seine Führungskräfte nicht sicher sind.

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