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Energie

Atomkraftwerk Krümmel Vattenfall will AKW endgültig stilllegen

Nach einer beispiellosen Pannenserie plant der Energieversorger Vattenfall, das momentan stillstehende Kernkraftwerk im schleswig-holsteinischen Krümmel komplett abzubauen. Das könnte allerdings bis zu 20 Jahre dauern.
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Das Kernkraftwerk im schleswig-holsteinischen Krümmel bei Geesthacht steht wegen einer Pannenserie seit 2007 fast ununterbrochen still. Quelle: dpa
AKW Krümmel

Das Kernkraftwerk im schleswig-holsteinischen Krümmel bei Geesthacht steht wegen einer Pannenserie seit 2007 fast ununterbrochen still.

(Foto: dpa)

Kiel Der Energiekonzern Vattenfall will das nicht mehr produzierende Kernkraftwerk Krümmel bei Hamburg endgültig stilllegen und komplett abbauen. Ein entsprechender Antrag sei der Atomaufsicht Schleswig-Holstein am Montag übergeben worden, teilte Vattenfall am Dienstag mit.
Bis die ersten Bagger anrollen können, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. Denn die Antragstellung war nur ein erster Schritt, dem ein aufwendiges Genehmigungsverfahren folgt. Mit dem Abriss kann erst begonnen werden, wenn die Genehmigungsvoraussetzungen vollständig erfüllt sind. Vattenfall rechnet damit, dass der Gesamtprozess rund 15 bis 20 Jahre dauern wird.

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(Foto: dpa)
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(Foto: Reuters)
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(Foto: Reuters)
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(Foto: dapd)

Krümmel steht wegen einer Pannenserie seit Mitte 2007 fast ununterbrochen still. Das Kernkraftwerk ist das zweite in Schleswig-Holstein, das komplett zurückgebaut werden soll. Für den Meiler in Brunsbüttel, der ebenfalls seit 2007 fast ununterbrochen vom Netz ist, hatte Betreiber Vattenfall bereits Ende 2012 den Rückbau beantragt.

Die beiden Meiler gehören zu den acht Kraftwerken in Deutschland, die seit 2011 als Konsequenz aus der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima keinen Strom mehr erzeugen dürfen. Explizite Festlegungen, in welchem Zeitrahmen Betreiber dieser Meiler Stilllegungsanträge stellen und eine Stilllegung abwickeln müssen, gibt es im Atomgesetz nach Angaben der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht indes nicht. In Schleswig-Holstein ist allein das von Eon betriebene Kernkraftwerk Brokdorf noch am Netz.

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  • dpa
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