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Energie
Der Atomreaktor Flamanville wird zum Milliardengrab für EDF. Der Meiler ist bereits unrentabel, bevor er ans Netz geht. Das kostet nicht nur den Energieversorger Geld, sondern ist auch für Präsident Hollande unangenehm.

Kommentare

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  • @SteuerKlasseEins

    Wenn Netzausfall nutzt auch kein Atomstrom etwas! Aber rechen
    sie man schön weiter! Die Häuslebauer freut es das es so ist.

    Dutzende meiner Kunden haben es so gemacht und sind mir
    außerordentlich dankbar für die Beratung!! Die freuen sich!!

  • Daß das EEG die Häuslebauer freut, das glaube ich gerne. Deren Gewinne sehe ich regelmäßig auf meiner Stromrechnung!

  • Damit mal die Mähr wg. Sonnenkollektoren aufhört.
    Die meisten Anlagen werden auf Neubaudächern installiert,
    um den Strom u.a. für die energieeffizienten Heizungsanlagen
    zu produzieren. In der Summe liegt dann ein EFH-Besitzer bei
    nahe null oder Überschuss bei den Gesamt-Energiekosten
    seines Häusles. Strom und Heizung!
    Ein Null-Energiehaus oder gar ein Plus-Energiehaus.
    Dann verdient man MIT und AN seinen Energiekosten.
    Für die nächsten 30 bis 50 Jahre.
    Wer möchte das NICHT haben? Bitte melden :-))

  • Das "Null"-Energiehaus ist eine Fata Morgana! Denn all diese Häuser hängen weiterhin am Stromnetz. Kürzlich kam es in einigen Großstätden zu Stromausfällen (Frankfurt, München, New York) und in jedem Fall waren die Häuser mit Solardächern völlig ohne Strom. Leider hat es einen Stromausfall gebraucht, um das den Leuten endlich klarzumachen!

    Man kann nicht einfach erzeugte und verbrauchte Kilowattstunden "addieren" und "subtrahieren". Das wäre nur dann realistisch, wenn wir einen perfekten Stromspeicher hätten der verlustlos und kostenlos und in unbegrenzter Menge Strom speichern könnte. Angenommen ein Solarhaus produziert z.B. zur Mittagszeit im Sommer viel Strom, aber der Besitzer kehrt vielleicht erst Abends zurück und schaltet dann den Fernseher und Herd ein, wenn sein Haus gerade Null produziert (insofern ist es tatsächlich ein "Null" Energiehaus). So gehts einfach nicht. Man kann sich diesen Tatsachen genauso widersetzen wie man sich den Naturgesetzen der Schwerkraft widersetzen kann.

    Eine ehrliche Kostenrechnung für EE-Strom müsste berücksichtigen, wie teuer der produzierte Strom wirklich ist, ohne Subventionen, mit Speicherung, ohne weiterlaufende Schattenkraftwerke.

  • @Ulrich62
    ES GEHT ABER KEIN MEILER HOCH!
    Beschäftigen Sie sich erstmal RICHTIG mit der Kernkraft und der Technik dazu!!! Bevor Sie hier solche Angstmärchen unter das ungebildete Volk werfen.

  • @ HofmannM
    Es geht kein Meiler hoch? Vielleicht nicht die europäischen Bautypen, die werden sich wohl eher durchs Erdreich brennen, aber Tschernobyl ist eindeutig hochgegangen.
    Übrigens, warum soll Ulrich62 keine Angstmärchen unters Volk bringen, er will die Atomkraft ja nicht und ich auch nicht?! Es wäre die Aufgabe der Atomkraftlobby gewesen, überzeugende Argumente gegen die Risken der Atomkraft zu liefern. Das hat sie aber erstens nicht geschafft und zweitens wurde sie von der Wirklichkeit widerlegt. Wer hat also Märchen verbreitet? Es mag ja sein, dass man Fortschritte in Sachen Sicherheit gemacht hat. Das heißt aber nicht, dass die AKW und Ihre Hinterlassenschaften jetzt sicher sind, sie sind allenfalls etwas weniger gefährlich. Dafür gibt es davon jetzt mehr und die sind hoffentlich weit genug weg.
    Wenn Ihnen Ihre Umgebung irgendwie rosa erscheint, dann liegt das an Ihrer Brille.

  • @merxdunix:
    Ihre Aufforderung’ die Atomlobby hätte überzeugende Argumente liefern können’…ist ein Absurdum. Keiner glaubt in dieser Diskussion sachlichen Argumenten, schon gar nicht die Öko’s: Öko = gut; Atom= Lobby = böse: Sachverstand braucht keiner: Angst ist ein viel besserer Treiber für die Ökoreligion. Huhhh, es könnte explodieren, Deutschland zittert…schaltet die Dinger ab…eine klasse Angstmachmaschine…

    Ich ergänze ein paar sachliche Fakten zu Fukushima, mal sehen ob einer von Ihnen wirklich darauf eingehen kann, ohne religiöses Getue:


    • Beim KKW Fukushima waren Sicherheitsanalysen nicht ausreichend sorgfältig durchgeführt worden und neue Resultate wurden über Jahre unterdrückt.
    • Weder erfolgten bauliche Anpassungen an die reale Tsunamigefahr, noch gab es grundlegende System-Sicherheitsnachrüstungen über Jahrzehnte.
    (In Deutschland wurde nach dem10.000järigem Hochwasser ausgelegt)
    • Notfallbereitschaft, -ausrüstungen und kontinuierliches Notfalltraining waren nur lückenhaft vorhanden.
    • Mangelnde Sicherheitskultur herrscht auf allen staatlichen und unternehmerischen Ebenen.
    • Die Verflechtung zwischen staatlicher Aufsicht und Atomindustrie war nach 50 Jahren Kerntechnik in Japan beispiellos und schockierend.
    • Berufene Warner wurden von TEPCO und der Behörde systematisch ignoriert.
    • Wiederholte internationale Empfehlungen zur Behebung von Sicherheitsmängeln durch die IAEA wurden nicht weiter verfolgt, torpediert und nicht umgesetzt.
    • Dem Defence in Depth-Prinzip* wurde nicht entsprochen: Einerseits war die Auslegungsebene wesentlich zu schwach und zu wenig redundant, andererseits zeigte sich, auch die Störfallbeherrschung und -begrenzung war lückenhaft. So war es weder möglich den Unfall zu vermeiden noch ihn zu beherrschen oder zu lindern.

    Ob uns die Japaner den Schlamassel in unserer Stromversorgung jetzt vergüten??

    Würden Sie, wenn Ihr Nachbar sein Auto verkommen lässt, es nicht fahren kann und den Führerschein gekauft hat, auch Ihr Auto siche

  • (In Ergänzung zu meinem ersten Kommentar)

    Ob uns die Japaner den Schlamassel in unserer Stromversorgung jetzt vergüten??

    Würden Sie, wenn Ihr Nachbar sein Auto verkommen lässt, es nicht fahren kann und den Führerschein gekauft hat, auch Ihr Auto sicherheitshalber stehen lassen, damit nichts passiert?

    PS: *Defence in Depth-Prinzip (frei übersetzt Abwehrstrategie, geht von Sicherung des Normalbetriebs, Störfallprävention, Störfallbeherrschung, Störfalleingrenzung, bis zu Bevölkerungsschutzmaßnahmen)

    PPS: Ich bin auf die: ‘Das habe ich doch immer schon gesagt’ Kommentatoren gespannt!

  • @ einBOESERbuerger
    Das überzeugendste Argument wäre die Sicherheit der AKW unter allen Unbilden gewesen. Da das nicht so war, können Sie jetzt niemanden Angstmache vorwerfen. Alle Bedenken sind berechtigt, alle Ängste begründet, alle Zweifel angebracht. Die Atomkraftlobby hätte selbst auf TEPCO Druck ausüben und die Sauerei dort offen legen müssen, um den weltweiten Konsequenzen eines Unfalls vorzubeugen. Sie hat das unterlassen und wird jetzt berechtigt in Kollektivhaftung genommen. Japan ist bestimmt kein Land, das entsprechend nachdrückliche Warnungen missachtet hätte. Und wer versichert, dass andere Staaten und Betreiber es besser machen? Niemand, sonst wäre ein Atomunfall versicherbar.
    Um auf Ihr Beispiel einzugehen: Es ist weniger von Bedeutung, ob ich mein Auto stehen lasse. Wichtiger ist viel mehr, ob ich meinen Nachbar auf die Gefahr eines Unfalls herumfahren lasse und damit in Kauf nehme, dass sein Fehlverhalten aus reiner Vorsicht zu einem generellen Verbot für Autos führt. Nach dem Schaden klug sein, ist aber keine Kunst.

  • @merxdunix
    Ich freue mich über eine sachliche Antwort. In der Tat, ist es die Kunst, vor dem Schaden klug zu sein, deshalb die vielen regelmäßgen Analysen in unserem Kraftwerkspark, deswegen die Trennung von Erstellung / Betrieb und Kontrollorganen.
    Und selbverständlich haben wir ‘unserem Nachbarn’ Japan Defizite aufgezeigt, Lösungen angeboten, weit vor Fukushima, aber zufälligerweise auch sehr zeitnah davor. Wenn Sie sich näher mit Japan beschäftigen, werden Sie schnell darauf stoßen, dass das Land eine sehr starke Unabhängigkeitskultur pflegt. Das gilt auch für Entscheidungsfindungen. Was nicht selber als gut und notwendig gefunden wird, wird nicht umgesetzt. Das gilt auch im Bereich der Kerntechnik. Auch ist das Bitten um Hilfe keine japanische Stärke.
    Also wären wir wieder bei dem Nachbarn, er ist beratungsresistent und nun lassen alle anderen Ihren Wagen stehen? Kollektivhaftung?
    Ist der Wunsch nach absoluter Sicherheit von uns allen wirklich gelebt? Niemand steigt aus Angst vor Strahlung nicht ins Flugzeug, oder nicht ins Auto, aus Angst einer von den 3600 Toten / Jahr zu werden. Ich plädiere nicht dafür unser Risikopotential zu erhöhen. Aber ich plädiere dafür rational damit umzugehen und unsere deutsche Wirtschaft nicht durch Politikgeplänkel und Wahltaktik den Bach runter gehen zu lassen.
    Ich bin auch nicht gegen eine Umgestaltung der Energieversorgung. Die Entwicklung der Menschheit und unserer technischen Lösungen muss weiter gehen. Aber ich bin gegen ein TUN OHNE VORHER ZU DENKEN. Dieses sinnlose Geldvernichten, zielloses Fördern von Erneuerbaren, ohne wirtschaftlich einsetzbare Speichertechnologie ist absurd. Damit bleibt die Stromgewinnung aus Solar und Wind ein add-on in der Versorgung und nicht die Basis einer verlässlichen Stromversorgung. Ok, zurück zu Gas und Kohle, CO2, wenn schert’s!!
    Und noch eine Frage an die Leserschaft: Wenn die Gefahr aus den Stromproduktion in Kernkraftwerken so hoch ist, wieso sind dann noch Anlagen am Netz?

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