Energie

Autozulieferer SGL verkauft Carbonfaser-Werk in den USA

Erst hatte der Kohlenstoff-Spezialist SGL das Kerngeschäft mit Grafitelektroden verkauft, nun stoßen die Wiesbadener ein Carbonfaser-Werk in den USA ab. Neuer Eigentümer wird die japanische Mitsubishi Rayon.
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Das Wiesbadener Unternehmen konzentriert seine Carbon-Produktion nun auf einen Standort in Moses Lake in den USA und auf Muir of Ord in Schottland. Quelle: dpa
SGL Carbon

Das Wiesbadener Unternehmen konzentriert seine Carbon-Produktion nun auf einen Standort in Moses Lake in den USA und auf Muir of Ord in Schottland.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Kohlenstoff-Spezialist SGL verkauft ein Carbonfaser-Werk in den USA an die japanische Mitsubishi Rayon. SGL konzentriert sich damit in der Carbonfaser-Produktion auf seine zwei anderen Standorte in Moses Lake in den USA sowie in Muir of Ord in Schottland, wie das Wiesbadener Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Das Werk in Evanston im US-Bundesstaat Wyoming, von dem sich SGL nun trennt, ist das kleinste der bislang drei Werke zur Produktion von Carbonfasern des Unternehmens. Rund 50 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Die Produktion von speziellen Carbonfasern, die bislang ausschließlich in Evanston gefertigt wurden, soll künftig in dem schottischen Werk erfolgen. Der Vertrag mit Mitsubishi Rayon wurde bereit Ende Dezember unterzeichnet, der Abschluss der Transaktion wird für April erwartet.

Zum Verkaufspreis machte SGL keine Angaben. Die Hessen erwarten aber einen positiven wenn auch nicht wesentlichen Effekt auf den Jahresabschluss. In Moses Lake hat SGL zusammen mit seinem Großaktionär BMW die weltweite größte Produktionsstätte für industrielle Carbonfasern errichtet.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Die Wiesbadener hatten im vergangenen Herbst ihr ehemaliges Kerngeschäft mit Grafitelektroden verkauft. Mit dem Umbau setzt SGL-Chef Jürgen Köhler voll auf das Geschäft mit Carbonfasern und Spezialgrafitprodukten, von denen er sich in den kommenden Jahren kräftiges Wachstum verspricht.

Handelsblatt Energie Briefing
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