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Energie

Batteriehersteller Varta ist jetzt offiziell Apple-Zulieferer – und schließt sich der Öko-Allianz an

Erstmals bestätigt Apple, dass der deutsche Batteriekonzern Varta ein Zulieferer ist. Der SDax-Konzern will auf erneuerbare Energien umstellen.
02.09.2020 Update: 02.09.2020 - 13:19 Uhr Kommentieren
Batteriehersteller Varta: Apple-Zulieferer setzt auf Erneuerbare Energien Quelle: AFP
AirPods von Apple

In den kabellosen Kopfhörern stecken offenbar Batterien von Varta.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Der deutsche Batteriehersteller Varta hat sich verpflichtet, als Zulieferer von Apple komplett auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das kündigte Apple-Managerin Sarah Chandler am Mittwoch in Berlin auf der Konferenz „Electronics Goes Green“ des Fraunhofer-Instituts IZM an.

Damit bestätigte die Umwelt-Expertin von Apple nebenbei erstmals offiziell, dass der SDax-Konzern ein Zulieferer von Apple ist. Zuvor hatte es bereits Gerüchte gegeben, dass die Batterien in den Apple-Kopfhörern AirPods von Varta stammen.

Angeheizt wurden die Gerüchte durch Spekulationen, dass Apple hinter mehreren angekündigten Kapazitätserhöhungen bei Varta steht. Die wiederum ließen die Varta-Aktie von rund 26 Euro Anfang 2019 bis heute auf 133 Euro steigen. Auch am Mittwoch gaben die Papiere im Handelsverlauf ihre Verluste ab und lagen am Mittag rund ein Prozent im Plus.

Um zu beweisen, dass Varta ein Apple-Zulieferer ist, griff Commerzbank-Analyst Stephan Klepp im vergangenen Jahr zu einer äußerst ungewöhnlichen Maßnahme. Er kaufte sich die fast 300 Euro teuren AirPods Pro und schnitt sie auf. Innen fand er eine Lithium-Ionen-Mikrobatterie des Batteriekonzerns aus Ellwangen, schrieb er in einer Notiz. Varta und Apple lehnten damals eine Stellungnahme ab.

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    Apple-Managerin Chandler sagte, in Deutschland arbeiteten auch die Zulieferer Henkel und die Beiersdorf-Tochter Tesa daran, ihre Produktion für Apple vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Das gelte auch für ST Micro in Frankreich, Solvay in Belgien sowie DSM in den Niederlanden.

    Auch andere Unternehmen ziehen mit

    Apple will zum Jahr 2030 komplett klimaneutral arbeiten. In zehn Jahren werde jedes Apple-Gerät ohne eine CO2-Belastung hergestellt, sagte Umweltchefin Lisa Jackson im Juli dem Handelsblatt. Der iPhone-Konzern will den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids um 75 Prozent senken – und den Rest mit Lösungen zur Bindung des Treibhausgases ausgleichen. Apple betreibt bereits seine Büros, Rechenzentren und eigenen Produktionsstätten mit erneuerbaren Energien.

    Seit 2015 hat das Technologieunternehmen seine CO2-Emissionen um 35 Prozent reduziert. Im vergangenen Jahr sank der gesamte CO2-Ausstoß jedoch nur noch leicht, von 25,2 auf 25,1 Millionen Tonnen. Das Problem: Mehr als drei Viertel der von Apple verursachten Emissionen entstehen in der Produktion der Geräte – und die liegt größtenteils bei seinen Zulieferern und Auftragsfertigern wie der taiwanischen Firma Foxconn.

    Um seine Klimaziele zu erreichen, unterstützt Apple manche seiner Zulieferer bei ihren Energiesparprojekten: 2019 investierte das Unternehmen über einen Fonds 100 Millionen Dollar und partizipiert an den Einsparungen. Unter den Zulieferern verpflichteten sich inzwischen 70 Unternehmen zum Umstieg auf erneuerbare Energiequellen.

    Mit dem Ziel, klimaneutral zu werden, ist Apple nicht allein. Auch Amazon hat angekündigt, eine neutrale Klimabilanz erreichen zu wollen – aber erst 2040. Der Online-Riese versprach außerdem, einen zwei Milliarden Dollar schweren Klimafonds aufzulegen, der in Nachhaltigkeits-Start-ups investieren soll.

    Mit Agenturmaterial

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