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Energie

Baustoffhersteller Heidelberg-Cement enttäuscht im Schlussquartal

Die Entwicklung an den Devisenmärkten trifft einige Produzenten hart. Heidelberg-Cement schneidet schlechter ab als erwartet – jetzt will das Unternehmen die Zügel selbst in die Hand nehmen und Kosten senken.
06.02.2014 Update: 06.02.2014 - 08:48 Uhr Kommentieren
Licht am Ende des Tunnels? Das ist beim Konzern Heidelberg Cement, dessen Material hier im belgischen Lixhe verbaut wird, nicht so schnell in Sicht. Die Firma will nun bei sich selbst ansetzen. Quelle: dapd

Licht am Ende des Tunnels? Das ist beim Konzern Heidelberg Cement, dessen Material hier im belgischen Lixhe verbaut wird, nicht so schnell in Sicht. Die Firma will nun bei sich selbst ansetzen.

(Foto: dapd)

Frankfurt Der starke Euro wird Deutschlands größtem Baustoffhersteller Heidelberg-Cement auch im neuen Jahr zu schaffen machen. Wie im zweiten Halbjahr 2013 würde die Abwertung vieler Währungen zum Euro Umsatz und Ergebnis auch in der ersten Hälfte dieses Jahres belasten, sagte Konzernchef Bernd Scheifele am Donnerstag zur Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen.

Im vierten Quartal war das operative Ergebnis vor Abschreibungen (OIBD) binnen Jahresfrist um 5,3 Prozent auf 661 Millionen Euro gesunken. Analysten hatten 679 Millionen Euro erwartet. Für das Gesamtjahr stand ein bereinigter operativer Gewinn von 2,424 Milliarden Euro in den Büchern - ein Minus von 2,1 Prozent. Im vorbörslichen Handel von Lang & Schwarz lagen die Heidelberg-Cement-Papiere knapp drei Prozent im Minus.

Im wichtigen Asien-Pazifik-Geschäft bekam der Dax-Konzern vor allem den Kursrückgang des australischen Dollar und der indonesischen Rupiah zu spüren. In vielen Schwellenländern brachen die Wechselkurse wegen der Spekulationen auf steigende Zinsen in den USA ein. Im Gesamtjahr 2013 belasteten die Währungseffekte den operativen Gewinn mit insgesamt 115 Millionen Euro.

„Unser Fokus liegt auf dem, was wir selbst beeinflussen können“, sagte Konzernchef Bernd Scheifele. Die Kurpfälzer wollen 2014 an der Verbesserung ihrer operativen Renditen arbeiten. Zudem stünden Kostensenkungen im Blick. „Preiserhöhungen werden 2014 weiter im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen.“ Den Ausbau des Zementgeschäfts in den Wachstumsmärkten Asiens, Afrikas und Osteuropas will der Konzern fortsetzen. „Durch die Inbetriebnahme neuer Produktionsanlagen werden wir 2014 über rund fünf Millionen Tonnen zusätzliche Zementkapazitäten in Kasachstan, Indonesien und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara verfügen“, sagte Scheifele.

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    Insgesamt blicke Heidelberg-Cement verhalten zuversichtlich in die Zukunft. „Wir werden 2014 von der wirtschaftlichen Erholung in den Industriestaaten profitieren, insbesondere in Nordamerika, Großbritannien, Deutschland und Nordeuropa“, sagte der Manager. Der Konzern erwirtschaftet dort fast die Hälfte seiner Umsätze. In Zentralasien werde die Baustoff-Nachfrage weiter zulegen.

    Im vierten Quartal kurbelten der milde Winter und die deshalb längere Bautätigkeit in Europa die Geschäfte an. Der Konzernumsatz sank zwar leicht um 0,3 Prozent auf 3,485 Milliarden Euro. Wechselkurse rausgerechnet legte der Umsatz allerdings moderat zu. Seine operative Rendite verbesserte Heidelberg-Cement im Schlussquartal auf 13,3 Prozent von 12,9 Prozent vor Jahresfrist.

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