Energie

Bergbauriese Rio Tinto steigert Eisenerz-Produktion

Der Rohstoff-Konzern übertrifft das eigene Ziel bei der Produktion von Eisenerz. Die Australier profitieren vor allem von einer anziehenden Nachfrage aus China. Der Konzern will nun zum Weltmarktführer aufschließen.
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Der Rohstoff-Riese Rio Tinto steigert die Produktion von Eisenerz. Quelle: Reuters

Der Rohstoff-Riese Rio Tinto steigert die Produktion von Eisenerz.

(Foto: Reuters)

SydneyDer weltweit zweitgrößte Eisenerzproduzent Rio Tinto profitiert von der wieder anziehenden Nachfrage aus China. Dank der Bestellungen aus der Volksrepublik übertrafen die Australier im vergangenen Jahr ihr eigenes Produktionsziel für den wichtigen Rohstoff zur Stahlherstellung. Im neuen Jahr will der Branchenzweite hinter dem brasilianischen Vale-Konzern die Produktion noch weiter ausbauen. Angepeilt ist ein Plus von 15 Prozent auf dann 290 Millionen Tonnen.

Im abgelaufenen Jahr belief sich der Eisenerz-Ausstoß auf 253 Millionen Tonnen, wie Rio Tinto mitteilte. „Die Märkte bleiben volatil, doch unser Geschäft entwickelt sich gut“, zeigte sich Vorstandschef Tom Albanese zuversichtlich. Die Preise für den Stahlgrundstoff haben sich zuletzt deutlich erholt, seit September betrug das Plus allein mehr 80 Prozent. In der Zeit sind viele Stahlhütten aus China an den Markt zurückgekehrt.

Das rohstoffhungrige Land gilt als wichtigster Abnehmer von Eisenerz. Da Rio Tinto vergleichsweise geringe Kosten pro Tonne hat, profitiert das Unternehmen kräftiger als andere von einem Preisanstieg bei dem Rohstoff: Steigt der Preise je Tonne beispielsweise um zehn Dollar, klettert der Gewinn bei Rio Tinto um gut zehn Prozent. Bis 2015 will Rio Tinto die Produktion auf 360 Millionen Tonnen ausbauen.

Die Branche wurde zuletzt von der weltweiten Konjunkturflaute, der schwächeren Nachfrage aus China sowie dem damit verbundenen Preisverfall gebeutelt. Die Bergbaukonzerne versuchen daher seit Monaten, die Kosten zu senken. Einige legten auch Großprojekte auf Eis.

Ranking der Rohstoff-Riesen
huGO-BildID: 15757866 An undated handout photograph shows coal from the Anglo American Plc Paso Diablo mine being loaded onto a barge on Lake Maracai
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Platz 5: Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern erreicht einen Börsenwert von 45,4 Milliarden Dollar. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg, Stand 10. Januar 2013

File photo shows a train carrying copper cathodes from a foundry towards a port at Chuquicamata open pit copper mine
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Das Unternehmen wurde 1917 von Ernest Oppenheimer in Südafrika gegründet. Damals stand die Ausbeutung der Goldvorkommen im Vordergrund. Heute fördert und verarbeitet der Konzern neben Edelmetallen und Diamanten auch Industriemetalle wie Kupfer.

huGO-BildID: 7064233 A road train of ore from Xstrata Plc's Cloncurry mine drives past a sign welcoming visitors to the mining town of Mt. Isa, Austr
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Platz 4: Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hat an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt mehr als 34 Prozent an Xstrata.

File photo of Swiss commodities trader Glencore's logo in front of its headquarters in Baar
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Die Fusion der Häuser mit Hauptsitz im Schweizer Ort Zug war lange ins Stocken geraten. Der Staatsfonds von Katar schoss als Xstrata-Großaktionär dazwischen und verlangte mehr Geld. Nach zähen Verhandlungen einigten sich die Streithähne auf eine höhere Abfindung für die Aktionäre. Glencore zahlt den Xstrata-Aktionären eigene Aktien im Verhältnis 3,05 zu 1 zum Tausch. Die Fusion ist damit mehr als 30 Milliarden Dollar schwer.

An overview of Ferro Carajas iron ore mine in the Carajas National Forest in Parauapebas
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Platz 3: Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

To match Interview VALE-INDONESIA/
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Lange war der 1942 gegründet Rohstoff-Gigant ein staatlicher Betrieb, wurde dann aber privatisiert. Mit der Übernahme brasilianischer und kanadischer Konkurrenten stieg der Konzern zum weltgrößten Eisenerz-Förderer auf und expandierte weltweit, etwa nach Indonesien. Das Unternehmen verarbeitet den Grundstoff auch zu Rohstahl weiter.

File photo of remotely controlled tipper trucks operating at a Rio Tinto iron ore mine in Western Australia
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Platz 2: Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden später selbst Ziel eines Übernahmeversuchs.

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