Energie

Bewegung in Stahl-Tarifrunde Arbeitgeber kündigen Angebot an

„Wir haben die Absicht, heute zu einem Ende zu kommen.“ Mit diesen Worten gehen die Arbeitnehmer in die vierte Runde im Tarifstreit für die Stahlindustrie – und wollen doch keine Einigung um jeden Preis.
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Thyssen-Krupp-Hochöfen in Duisburg: Sollte es in der vierten Verhandlungsrunde zu keiner Lösung kommen, will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber bis hin zu Urabstimmung und Streiks weiter verstärken. Quelle: dpa

Thyssen-Krupp-Hochöfen in Duisburg: Sollte es in der vierten Verhandlungsrunde zu keiner Lösung kommen, will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber bis hin zu Urabstimmung und Streiks weiter verstärken.

(Foto: dpa)

GelsenkirchenIn die festgefahrenen Tarifverhandlungen für die 75.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie kommt möglicherweise Bewegung. Die Arbeitgeber kündigten vor Beginn der vierten Verhandlungsrunde am Montag in Gelsenkirchen ein Angebot an. Inhalte wurden zunächst nicht bekannt. Die Gespräche begannen am frühen Abend.

„Wir haben die Absicht, heute zu einem Ende zu kommen“, sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Helmut Koch, zum Start der Gespräche. Man werde ein Angebot vorlegen. Die IG Metall hatte dies in den vergangenen Tagen eingefordert. „Wir sind sehr gespannt, doch wird es keine Einigung um jeden Preis geben“, erklärte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler. Er fügte hinzu: „Wenn es kein faires Angebot gibt, müssen die Arbeitgeber mit Konsequenzen rechnen.“

Zum Verhandlungsauftakt verliehen rund 350 Stahlkocher den Forderungen der Gewerkschaft noch einmal Nachdruck. Die IG Metall verlangt für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und verweist dabei auf eine wieder anziehende Auftragslage und eine verbesserte Auslastung. Die Gewerkschaft fordert auch eine Beschäftigungssicherung und Regelungen für die Altersteilzeit.

In den vergangenen Tagen hatten sich nach Angaben der IG Metall rund 16.000 Beschäftigte der Branche an Warnstreiks beteiligt. Sollte es in der vierten Verhandlungsrunde zu keiner Lösung kommen, will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber bis hin zu Urabstimmung und Streiks weiter verstärken.


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