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Bieterkampf um Kunststoffproduzenten Zulieferer bessert Angebot für Balda nach

Der Kunststoffteile-Hersteller Balda ist heiß umworben, Interessenten kommen aus Düsseldorf und Italien. Mit der Nachbesserung seines Angebots scheint Autozulieferer H&T jetzt kurz vor dem Zuschlag stehen.
Im Bieterwettstreit um den Kunststoffteile-Hersteller hat Autozulieferer H&T sein Angebot nachgebessert. Quelle: dpa
Balda AG

Im Bieterwettstreit um den Kunststoffteile-Hersteller hat Autozulieferer H&T sein Angebot nachgebessert.

(Foto: dpa)

FrankfurtIm Bieterwettstreit um den westfälischen Kunststoffteile-Produzenten Balda ist erneut eine Wende in Sicht. Der Düsseldorfer Autozulieferer Heitkamp & Thumann (H&T) legte am Freitag ein Übernahmeangebot über 90 Millionen Euro für das operative Geschäft vor, wie Balda mitteilte.

H&T könnte damit in letzter Minute den italienischen Verpackungshersteller Stevanato ausbremsen, über dessen 80-Millionen-Euro-Angebot die Aktionäre von Balda am Freitag in Hannover abstimmen sollten. H&T will nach Angaben des Balda-Vorstands nun einen Gegenantrag stellen, um selbst zum Zug zu kommen. Die Balda-Führungsriege erklärte dieses Vorgehen für „zustimmungsfähig“. Das Angebot von H&T ist bis Samstagmorgen befristet.

Balda hatte seine besten Zeiten als Hersteller von Kunststoff-Schalen für Handys, ist heute aber vor allem wegen seines Geschäfts in der Medizintechnik begehrt. Das Unternehmen beschäftigt 800 Mitarbeiter.

Das sind die deutschen Patentkönige
Platz 12: Continental
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Insgesamt 14.801 Patente wurden im Jahr 2015 durch das deutsche Patent und Markenamt erteilt. Die zwölftmeisten davon erhielt Continental, 172 Stück. Kein Wunder, die Top 50 der Patentanmelder in Deutschland wird durch Firmen der Automobil-, der Zulieferer-Industrie und durch deutsche Firmen dominiert.

Quelle: Ifi Claims, Patent Services/Fairview Research

Platz 11: Mitsubishi
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Auch die Japaner sind prominent vertreten, insgesamt kommen acht Unternehmen unter die Top 50 – und drei unter die Top zwölf. Den Anfang macht der Automobilkonzern Mitsubishi, ihm wurden 2015 in Deutschland 175 Patente bewilligt.

Platz 10: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung Angewandter Forschung
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Den Auftakt in den Top Ten macht die Fraunhofer-Gesellschaft, Europas größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung. 2015 ließ der gemeinnützige Verein sich 220 Entwicklungen patentieren.

Platz 9: Infineon
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Im Gesamtranking auf Platz neun führt Infineon eine andere Bestenliste sogar an: Der Chiphersteller erhielt die meisten Patente für Entwicklungen in der Halbleitertechnik – in Deutschland der technische Bereich mit den zweitmeisten Patenten überhaupt. Insgesamt gab es für Infineon 225 neue Patente.

Platz 8: Toyota
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Die gewichtige Rolle der Automobilindustrie wird in Deutschland vor allem in der Top Ten der Patente deutlich. Sieben von zehn Unternehmen sind im Sektor Autobau oder -zulieferung tätig. Der japanische Fahrzeug-Gigant Toyota ließ im letzten Jahr 231 Entwicklungen patentieren.

Platz 7: Denso
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Mit Denso auf Platz sieben ist denn auch ein Automobilzulieferer der japanische Konzern mit den meisten neuen Patenten in Deutschland 2015. Der Experte für Automobilelektronik und -mechatronik ließ 2015 240 Entwicklungen schützen.

Platz 6: VW
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Noch einmal zwei Patente mehr, 242, sicherte sich im letzten Jahr der Volkswagen-Konzern. Eine wichtige Rolle spielt in Deutschland auch der Umweltschutz: „Technologien zur Klimaveränderung im Bereich Transport und Verkehr“ werden am dritthäufigsten zum Patent angemeldet. Die besondere Stellung wird klar beim Blick auf die USA: Hier liegen Technologien zum Klima- und Umweltschutz nur auf Platz 18.

Drei Bieter für Balda haben sich seit dem Herbst gegenseitig hochgeschaukelt: Das erste Gebot des Mittelstands-Investors Paragon hatte sich noch auf knapp 63 Millionen Euro belaufen. Die Balda-Aktionäre hatten der Übernahme durch H&T schon einmal zugestimmt, ehe die Italiener ihr Angebot erneut aufstockten.

Im Gegensatz zu Stevanato hat H&T an der Marke „Balda“ kein Interesse. Die börsennotierte Balda AG aus Bad Oeynhausen bliebe dann als leere Hülle erhalten und soll zum Mittelstands-Investor umgebaut werden.

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