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Energie

Bilanz des Energieversorgers MVV Energie rettet mit Schlussspurt das Geschäftsjahr

Der Stadtwerkekonzern profitiert vom Geschäft mit erneuerbaren Energien. In Deutschland bangt Vorstandschef Müller aber um den Ausbau der Windenergie.
10.12.2019 - 10:59 Uhr 1 Kommentar
Das Energieunternehmen legt seine Jahreszahlen vor.
Mannheimer Versorger MVV

Das Energieunternehmen legt seine Jahreszahlen vor.

Düsseldorf Die MVV Energie AG aus Mannheim hat mit einem erfolgreichen Schlussspurt das Geschäftsjahr 2018/19 (zum 30. September) noch gerettet. „Wir sind mit einem wirklich schlechten ersten Quartal gestartet und haben das Jahr mit dem besten vierten Quartal beendet, das wir seit langem hatten“, sagte Vorstandschef Georg Müller bei der Vorlage der Bilanz in Frankfurt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte so mit 225 Millionen Euro fast das Vorjahresniveau von 228 Millionen Euro.

Dabei war das Geschäft durch einen Ausfall des wichtigen Biomassekraftwerks im englischen Ridham Dock belastet worden, der sich über mehrere Monate gezogen hatte. Zudem hatte MVV Energie im Jahr zuvor noch von einigen Sondereffekten profitiert, die sich im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr wiederholten. Andererseits profitierte Deutschlands einziger börsennotierter Stadtwerkekonzern von einer erfolgreichen Entwicklung von Projekten im Geschäft mit erneuerbaren Energien – hauptverantwortlich für den Schub im vierten Quartal – und Kostendisziplin.

Der Umsatz sank zwar leicht um sechs Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Das lag aber nach Angaben des Unternehmens vor allem an neuen Rechnungslegungsvorschriften. „Wir haben keinen guten, keinen ergebniswirksamen Umsatz verloren“, sagte Müller: „Unter dem Strich war 2019 für MVV ein gutes Jahr.“ Der Jahresüberschuss stieg sogar leicht um vier Prozent auf 98 Millionen Euro. Für das gerade begonnene Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis mit einem „leichten Anstieg“.

Der Energieversorger profitiert zunehmend von seinem Geschäft mit erneuerbaren Energien. Die Sparte „Neue Energien“ steigerte das Ebit um 21 Prozent auf 109 Millionen Euro. Die Tochtergesellschaft Juwi konnte unter anderem in den USA und Griechenland zwei große Solarparks mit 123 Megawatt beziehungsweise 200 Megawatt Leistung ans Netz bringen.

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    Dabei sind die Rahmenbedingungen in Deutschland nach Müllers Worten schwierig. Der Ausbau der Windkraft an Land sei schon zum Erliegen gekommen – und jetzt drohen neue Hürden. Müller kritisierte scharf die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geplante Abstandregelung, nach der neue Windräder nur noch mit einem Mindestabstand von 1000 Metern zur nächsten Siedlung errichtet werden dürfen. Gleichzeitig müssten die Genehmigungsverfahren beschleunigt und vereinfacht werden. „Auf die Windenergie an Land können wir in Deutschland nicht verzichten“, sagte Müller.

    Der MVV-Chef ist zwar zum Kohleausstieg bereit, kritisiert aber die geplante Ausgestaltung des Kohleausstiegsgesetzes. Er sieht Kohlekraftwerke in Süddeutschland im Nachteil.

    Mehr: Die beiden Versorger führen seit Jahren eine juristischen Auseinandersetzung: Nun will sich EnBW bei MVV zurückziehen – und sucht im Einklang mit den Mannheimern nach einem Investor.

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    1 Kommentar zu "Bilanz des Energieversorgers: MVV Energie rettet mit Schlussspurt das Geschäftsjahr"

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    • Windenergie ist nicht überall ein gutes Geschäftsmodell sein. Neueste Innovationen aus dem Bereich Solarenergie sind bessere Alternativen für die Nutzung von sauberer Energie. Die BERLINER NEUTRINO ENERGY Group testet ein Gerät zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung, Holger Thorsten Schubart, CEO des deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Das sollte endlich in unseren Medien veröffentlicht werden. Wir brauchen eine neue DEZENTRALE UND MOBILE HAUSHALTSENERGIEVERSORGUNG - dafür sollten jetzt auch die Energiekonzerne Investitionen einbringen.


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