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Energie

Premium Bilanzcheck des Energieriesen Eons verlustreicher Befreiungsschlag

Eon hat eine spektakuläre Spaltung vollzogen und die konventionelle Stromerzeugung abgetrennt. Die Operation wurde teuer erkauft: Der zweitgrößte Fehlbetrag der deutschen Industrie zehrt das Eigenkapital des Energiekonzerns bedrohlich auf.
08.05.2017 - 06:00 Uhr
Verspricht er eine Stabilisierung im laufenden Jahr. Quelle: dpa
Eon-Chef Teyssen

Verspricht er eine Stabilisierung im laufenden Jahr.

(Foto: dpa)

Essen Eon-Chef Johannes Teyssen findet für das vergangene Jahr große Worte: „2016 war eines der wichtigsten Jahre unserer Unternehmensgeschichte.“

Tatsächlich brachte es eine tiefe Zäsur mit sich: Eon vollzog die spektakuläre Spaltung, die Teyssen Ende 2014 eingeleitet hatte. Die konventionelle Stromerzeugung mit den Kohle- und Gaskraftwerken und der Großhandel werden jetzt von der neuen, ausgegliederten Firma Uniper geführt. Eon ist nun mit den verbliebenen Sparten erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze komplett auf die neue Energiewelt ausgerichtet.

Teyssen bezeichnet die Trennung als „Befreiungsschlag“. Doch der wurde ausgesprochen teuer erkauft: Er hinterließ gravierende Spuren, sowohl in der Gewinnrechnung (G+V) wie auch in der Bilanz und im Eigenkapital. Unter dem Strich verbuchte Eon einen gewaltigen Nettoverlust von 16 Milliarden Euro.

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