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Energie

Billigstromanbieter BEV-Insolvenzverwalter schließt Deal mit Ökostromanbieter Lichtblick

Nach der Pleite des Billigstromanbieters BEV können Kunden nun zu Lichtblick wechseln. Der Stromanbieter zahlt dafür in die Insolvenzkasse ein.
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Der Ökostromanbieter erhofft sich durch die BEV-Pleite neue Kunden.  Quelle: dpa
Lichtblick

Der Ökostromanbieter erhofft sich durch die BEV-Pleite neue Kunden. 

(Foto: dpa)

Düsseldorf Eine halbe Million Kunden haben mit der Insolvenz der Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft (BEV) Mitte Januar von heute auf morgen ihren Stromanbieter verloren.

Nun hat der vorläufige Insolvenzverwalter Axel Bierbach von der Anwaltskanzlei MHBK, eine Vereinbarung mit dem Ökostromanbieter Lichtblick getroffen.

Ehemalige BEV-Kunden können jetzt zu einem Sondertarif zu dem Hamburger Energieversorger wechseln. Dafür bezahlt Lichtblick pro Kunde eine Provision in die Insolvenzmasse ein. Das haben beide Parteien am Freitagabend beschlossen.  

Die Wechselbereitschaft dürfte sich allerdings in Grenzen halten. BEV lockte seine Kunden mit billigen Preisen, während Lichtblick als Ökostromanbieter preislich eher im Mittelfeld rangiert.

Noch befinden sich BEV-Kunden jedoch in der sogenannten Ersatzversorgung und werden vom regionalen Grundversorger beliefert, der in der Regel teuer ist. Die Insolvenz ihres Stromanbieters hatte die meisten unvorbereitet getroffen.

Der Energieversorger begründete seine Insolvenz mit den gestiegenen Strompreisen. Aber schon seit Jahresende hatte es bei der BEV massenhaft Beschwerden gegeben, weil die monatlichen Grundpreise teilweise um hundert Prozent angezogen werden sollten. Das Geschäftsmodell des Strom-Discounters funktionierte nicht mehr.
Das Münchner Unternehmen ist nur der jüngste Fall in einer Reihe von Pleiten unter Billigstromanbietern. Auch CareEnergy, Flexstrom, Eveen und Teldafax hatten dem massivem Preiskampf nicht mehr standhalten können. 

Weil Vergleichsportale wie Verivox und Check24 diesen ruinösen Preiskampf befeuern, hatte das Bundeskartellamt bereits Ende 2017 eine Untersuchung eingeleitet. In einem Zwischenbericht kritisieren die Wettbewerbshüter, dass die Kriterien für die Reihenfolge in der Anbieter auf den Seiten auftauchen, oft undurchsichtig sind. Der Abschlussbericht steht noch aus. 

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