Blockchain: Siemens Energy zertifiziert grünen Wasserstoff, Strom und Stahl
Unternehmen müssen künftig klarer nachweisen, wie ihre Rohstoffe und Produkte erzeugt wurden.
Foto: BloombergMünchen, Salzgitter. Ob CO2-Bilanz, Ökostromeinkauf oder grüner Stahl: Wie nachhaltig Unternehmen wirtschaften, wird in Zukunft wichtiger Teil ihrer Bewertung an den Kapitalmärkten sein – und für Kunden ein entscheidendes Kriterium. Das Problem: Wie beweist man, dass zum Beispiel grüner Wasserstoff auch wirklich grün, also mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt ist?
Heute erfassen die meisten Unternehmen ihre echten Daten gar nicht, sondern greifen lediglich auf Durchschnittswerte zurück. Oder sie geben die Zahlen einzeln und per Hand in eine Tabelle ein. Von Regeln, Standards oder überprüfbaren Verfahren kann keine Rede sein.
Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hat daher nun gemeinsam mit dem Tüv Süd und der Deutschen Energie-Agentur (Dena) ein vollautomatisches Zertifizierungssystem entwickelt. Das sogenannte Clean Energy Certification System basiert auf der Blockchain-Technologie.
Wie ein fälschungssicheres Zertifikat entsteht
„Es gibt im grünen Markt noch viele Grauzonen“, sagt Petra Michalke, die bei Siemens Energy die Entwicklung des Verfahrens leitet. Es fehlten fälschungssichere, standardisierte, transparente und automatisierte Nachweise über die gesamte Kette hinweg.