Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Energie

Bundesnetzagentur EnBW darf unrentable Kraftwerke nicht abschalten

Vier Kraftwerksblöcke wollte EnBW vom Netz nehmen, weil sie nicht wirtschaftlich genug sind. Doch die Bundesnetzagentur wies den Antrag nun ab: Die Kraftwerke seien für eine sichere Energieversorgung unverzichtbar.
Update: 15.01.2014 - 16:25 Uhr Kommentieren
Ein Umspannwerk von EnBW: Der Karlsruher Energiekonzern hat nun Anspruch auf eine Ausgleichzahlung, weil er ab Sommer die Kraftwerksblöcke zur Reserve am Netz lassen muss. Quelle: dpa

Ein Umspannwerk von EnBW: Der Karlsruher Energiekonzern hat nun Anspruch auf eine Ausgleichzahlung, weil er ab Sommer die Kraftwerksblöcke zur Reserve am Netz lassen muss.

(Foto: dpa)

Stuttgart Die Bundesnetzagentur hat dem süddeutschen Energieversorger EnBW das Abschalten unrentabler Gas- und Kohlekraftwerke untersagt. Der im Juli gestellte Antrag, vier Kraftwerksblöcke wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit vom Netz zu nehmen, sei abgewiesen worden, sagte eine Sprecherin des drittgrößten deutschen Energiekonzerns am Mittwoch. Die Prüfung der Bundesnetzagentur habe ergeben, dass die Kraftwerke für eine sichere Energieversorgung unverzichtbar seien.

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Rückgang der Strompreise sind viele konventionelle Kraftwerke überflüssig geworden. Die Energiekonzerne können mit Genehmigung der Bundesnetzagentur deshalb Kapazitäten abbauen. Insgesamt wurden für 41 Kraftwerksblöcke Anträge auf eine endgültige oder zeitweise Stilllegung gestellt.

Der Karlsruher Energiekonzern hat nun Anspruch auf eine Ausgleichzahlung, weil er ab Sommer die Kraftwerksblöcke zur Reserve am Netz lassen muss. Vollständig in Betrieb bleiben müssen die Standorte nicht. Das Abschaltverbot gilt zunächst für zwei Jahre bis Mitte 2016. EnBW-Vorstandschef Frank Mastiaux hatte in einem Interview mit „Spiegel Online“ im Dezember gesagt, die Entschädigung werde die Betriebskosten nicht decken und eine angemessene und marktorientierte Vergütung gefordert. Die EnBW hat der Atomausstieg hart getroffen, der Konzern stellt sich jetzt auf erneuerbare Energieerzeugung um.

RWE darf hingegen sieben unprofitable Gaskraftwerke in Deutschland vorrübergehend stilllegen. Hintergrund ist ein Überangebot an Strom. Der zweitgrößten Versorger in Deutschland darf den Betrieb der Anlagen aussetzen, die gemeinsam auf eine Kapazität von 2.327 Megawatt kommen, weil sie für Deutschlands Stromversorgung oder die Netzstabilität nicht entscheidend sind, sagte Amprion-Sprecher Andreas Preussin einer E-Mail. Tausend Megawatt können rund 2 Millionen europäische Wohneinheiten mit Elektrizität versorgen.

RWE will nach Aussage seines Sprechers Lothar Lambertz vom 10. Januar die Kraftwerke nicht schließen, sondern nur einmotten, bis sich die Marktbedingungen wieder bessern. Das Unternehmen stand für eine Stellungnahme nicht umgehend zur Verfügung.

Versorger haben bei einigen Stromkraftwerken mit der Profitabilität zu kämpfen, da die sinkende Nachfrage und die zunehmende Gewinnung aus erneuerbaren Energien zu einem Stromüberangebot geführt haben.

  • rtr
  • Bloomberg
Startseite

Mehr zu: Bundesnetzagentur - EnBW darf unrentable Kraftwerke nicht abschalten

0 Kommentare zu "Bundesnetzagentur: EnBW darf unrentable Kraftwerke nicht abschalten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote