Energie

Dea-Verkauf noch 2014 Neue Hürden verschrecken RWE-Anleger

Im Zuge der Ukraine-Krise und Sanktionen gegen Russland schwierig: RWE will sein Tochterunternehmen Dea noch in diesem Jahr an einen russischen Oligarchen verkaufen, Anleger reagieren mit Skepsis.
Update: 29.09.2014 - 14:01 Uhr Kommentieren
Die Essener RWE-Tochter Dea ist dem russischen Oligarchen Michail Fridman rund fünf Milliarden Euro wert. Quelle: dpa

Die Essener RWE-Tochter Dea ist dem russischen Oligarchen Michail Fridman rund fünf Milliarden Euro wert.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/FrankfurtNeuerliche Schwierigkeiten beim milliardenschweren Verkauf der RWE -Tochter Dea haben die Aktien des Versorgers am Montag belastet. Der RWE-Kurs sank um bis zu 2,9 Prozent auf 30,56 Euro.

Dem Energiekonzern zufolge ist unklar, ob die britische Regierung dem geplanten milliardenschweren Verkauf der RWE-Dea die notwendige Genehmigung erteilt. Dennoch wollen die Essener die Transaktion wie geplant noch in diesem Jahr abschließen. Sie wollen die Öl- und Gasfördertochter für rund fünf Milliarden Euro an den russischen Oligarchen Michail Fridman veräußern.

Die Bedenken aus Großbritannien seien für viele Anleger eine „negative Überraschung“, erklärte Equinet-Analyst Michael Schäfer. Auch wenn der Markt einen Verkauf positiv bewerte, sah der Experte die Pläne skeptisch. Schließlich würde der RWE-Konzern dann eine seiner wenigen Wachstumstreiber abgeben.

Nach Ansicht eines Aktienhändler ist der Dea-Verkauf „nun ungewisser denn je“. Ähnlich äußerte sich ein anderer Börsianer: „Der Markt hasst Unsicherheit, da hilft auch die Beteuerung von RWE wenig, dass sie an dem Zeitplan festhalten.“

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