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Energie

Deepwater-Desaster Halliburton räumt Vernichtung von Beweisen ein

Aufsehenerregendes Schuldeingeständnis im Fall „Deepwater Horizon“: Der Mischkonzern Halliburton räumt ein, nach der Ölkatastrophe Beweismaterial vernichtet zu haben und willigt in eine Strafzahlung ein.
26.07.2013 - 12:21 Uhr 1 Kommentar
Die Deepwater Horizon explodierte vor der Küste Louisianas. Sie löste eine Naturkatastrophe aus. Quelle: Reuters

Die Deepwater Horizon explodierte vor der Küste Louisianas. Sie löste eine Naturkatastrophe aus.

(Foto: Reuters)

New Orleans Im Prozess um die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der US-Mischkonzern Halliburton die Vernichtung von Beweisen eingestanden und eine Strafzahlung akzeptiert. Das teilte das US-Justizministerium am Donnerstag (Ortszeit) mit. Der Konzern habe sich zur Zahlung der Maximalstrafe und einer dreijährigen Bewährungszeit bereiterklärt und werde weiter mit den Ermittlern der US-Regierung zusammenarbeiten.

Freiwillig habe das Unternehmen außerdem 55 Millionen Dollar (rund 41 Millionen Euro) an den Nationalen Fisch- und Wildtier-Fonds gespendet. Teil der gerichtlichen Einigung sei die Zahlung jedoch nicht, hieß es weiter.

In einer Erklärung vom Donnerstagabend (Ortszeit) bestätigte Halliburton die Angaben. Der Konzern bekenne sich der Vernichtung von Akten nach dem Vorfall um die Ölplattform „Deepwater Horizon“ schuldig. Man habe daher in eine Strafzahlung von 200 000 Dollar (rund 151 000 Euro) eingewilligt. Von weiteren strafrechtlichen Ermittlungen zur Katastrophe werde das US-Justizministerium absehen. Dem Vergleich muss ein Gericht laut Halliburton noch zustimmen.

Bei der Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ waren im April 2010 elf Menschen ums Leben gekommen, mehrere Millionen Barrel Öl (je 159 Liter) flossen ins Meer und lösten die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA aus. Als Zuliefererfirma stellte Halliburton dem Öl-Riesen BP den Zement zum Verschließen des Bohrlochs zur Verfügung.

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    Nach dem Desaster um die Ölplattform hatte Halliburton auf eigenes Betreiben eine Untersuchung der Konstruktion der explodierten Ölplattform eingeleitet. So sollten zwei Computersimulationen die Frage klären, ob die Zahl der am Bohrloch angebrachten Metallkragen eine Rolle bei der Katastrophe gespielt haben könnte. Halliburton hatte die Nutzung von 21 Blechkragen vorgeschlagen, BP entschied sich jedoch für sechs. Die Simulationen deuteten schließlich daraufhin, dass die Zahl der Bindemittel unerheblich gewesen sei. Doch der zuständige Halliburton-Manager sei „angewiesen worden, die Ergebnisse zu vernichten“, erklärten Behördenvertreter. Bei einem weiteren Vorfall im Juni 2010 wurden laut dem Justizministerium ähnliche Beweise zerstört.

    Im Dezember 2011 zog BP gegen Halliburton im Streit um das Verschwinden der Testergebnisse vor ein Gericht. Dass Halliburton behaupte, dass die Beweise „weg“ und nicht mehr auffindbar seien, sei „zumindest höchst verdächtig“, erklärten BP-Anwälte.

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    1 Kommentar zu "Deepwater-Desaster: Halliburton räumt Vernichtung von Beweisen ein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Für so eine Sauerei müssten jede Menge Manager in den Knast gehen. Die Strafe ist lächerlich und die Nachricht wieder ein Beweis dafür: in den USA ist die Verschmelzung von Regierungs und Konzernen zu einem Unrechtstaat vollzogen. Nur die Grossen und die Banken zählen, alles Andere wird mit Füssen getreten. F*)# U Halliburton.

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