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Energie

Premium Der Stahl der Zukunft Härter, leichter, günstiger

Ob Thyssen-Krupp oder Arcelor Mittal – für die Produzenten in Europa ist es immer schwerer, ihren Stahl zu verkaufen. Nun versuchen sie, das Material zu verändern – und seinen größten Nachteil zu kompensieren.
01.07.2015 - 17:02 Uhr
Das Material wird immer mehr dort hergestellt, wo es gebraucht wird. Quelle: Reuters
Stahlproduktion in Hongkong

Das Material wird immer mehr dort hergestellt, wo es gebraucht wird.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Schon der Eingangsbereich des schmucklosen Industriegebäudes macht jedem klar, warum es hier eigentlich geht. Drei silbrig glänzende Autokarosserien säumen den Weg: der neue Renault Espace, der aktuelle Golf VII, ein Volvo XC90. Reduziert auf das Wesentliche, das nackte Skelett ihrer tragenden Teile. An den Seiten hängen an Gestellen verschiedene Türen, Rahmenprofile, Stoßstangen, die B-Säule eines der Autos. Alles aus Stahl verschiedener Güten, Profile und Stärken.

Hier im Norden von Paris, im kleinen Örtchen Montataire, geht es um einen Wettkampf in fast olympischem Geist: nicht höher, schneller, weiter lautet im Walzwerk des weltgrößten Stahlherstellers Arcelor Mittal das Motto, sondern: fester, leichter, günstiger. Der Preis der Anstrengung sind nicht Medaillen. Für die Stahlkonzerne geht es um mehr: In ihren Forschungslabors entscheidet sich das langfristige Überleben der Traditionsbranche am Standort Europa.

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