Energie

Direkte Stromvermarktung Energiegenossenschaften bauen Geschäft aus

Energieunternehmen des Genossenschafts- und Raiffeisenverband suchen womöglich Partner für eine regionale Stromvermarktung. Den Bürgern soll eine direktere Mitwirkung an der Energiewende ermöglicht werden.
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Künftig könnte der Strom in Privathaushalten direkt vom Erzeuger kommen. Quelle: dpa

Künftig könnte der Strom in Privathaushalten direkt vom Erzeuger kommen.

(Foto: dpa)

BerlinGenossenschaftliche Energieunternehmen wollen ihr Geschäft ausbauen und denken nach Branchenangaben vielfach über eine direkte Stromvermarktung nach. Die Mitgliederzahl bei 656 Unternehmen stieg binnen Jahresfrist von 80 000 auf 136 000, wie der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Davon seien 125 000 Privatleute.

Laut einer Umfrage unter Mitgliedsfirmen erwägt jede zweite, Strom regional selbst zu vertreiben, etwa über Kooperationen. Partner dafür könnten örtliche Stadtwerke sein. Energie-Genossenschaften erzeugten inzwischen rund 580 000 Megawattstunden Ökostrom, was rechnerisch dem Bedarf von 160 000 Haushalten entspreche.

„Bürger wollen mit eigenem Geld an der Energiewende mitwirken und dabei auch die regionale Wertschöpfung unterstützen“, sagte DGRV-Chef Eckhard Ott. Die Beteiligungen der Mitglieder summieren sich den Angaben zufolge derzeit auf 426 Millionen Euro. Die Investitionen belaufen sich auf 1,2 Milliarden Euro. Der Großteil der Genossenschaften ist in der Stromerzeugung tätig.

Investitionsschwerpunkte sind weiterhin Solaranlagen. Dies plant laut einer Befragung unter 213 Unternehmen jede zweite Genossenschaft in den kommenden zwölf Monaten. In Windenergieanlagen wollen demnach 41 Prozent investieren. Die Branche dringt dafür auf verlässliche politische Rahmenbedingungen.

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5 Kommentare zu "Direkte Stromvermarktung: Energiegenossenschaften bauen Geschäft aus"

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  • @Raiffeisenbanker
    Eine Genossenschaftsbank ist in erster linie eine BANK!
    Und wenn eine Bank mit einen Projekt (Erneuerbare Energie/Energiewende/EEG) nur noch verluste in Zukunft einfahren wird, dann wird sich diese Bank von dieser Projekt-Vorfinanzierung trennen. Von der Bank her ganz logisch. Somit lässt sich das Platzen der EE-Blase besser managen. Außer die Bank ist so naiv und glaubt immer noch an den wirtschaftlichen Erfolg der Erneuerbaren Energien (Energiewende/Zwangs-EEG).

  • Wieder wird so getan, als waere
    Produkt 1: konstanter Strom aus Kraftwerken
    vergleichbar mit
    Produkt 2: zufaellig anfallender Strom unterschiedlicher Staerke aus Erneuerbaren

    Die beiden sind aber eben NICHT vergleichbar. Sicher kann man weiter mit dem EEG alles so subventionieren "als ob" beide identisch waeren, das wird nur die Kosten noch weiter steigen lassen, ohne jeden Nutzen.

  • Sehr geehrter Herr HofmanM, sie sollten erstmal ordentlich recherchieren bevor sie solche falschen Vorwürfe gegenüber Genossenschaftsbanken erheben. Die Energiegenossenschaften haben nichts mit den Genossenschaftsbanken zu tun. Es sind eigenständige Unternehmen, die allerdings das genossenschaftliche Modell als Unternehmensform ausgewählt haben. Hintergrund ist hier, wie bei allen Genossenschaften, jedem Mitglied das gleiche Mitspracherecht und eine Beteiligung am Unternehmenserfolg zu ermöglichen. Also bitte in Zukunft erst die Fakten klären und dann meckern.

  • Artikelzitat: "Investitionsschwerpunkte sind weiterhin Solaranlagen... Die Branche dringt dafür auf verlässliche politische Rahmenbedingungen." Schön umschrieben. Man hätte natürlich auch schreiben können: "Bitte lasst die Subventionen so hoch wie sie jetzt sind. Wir wollen auch in Zukunft unseren Teil vom Subventions-Kuchen ab haben."

  • Heißt nichts anderes, dass sich die Banken langsam aus der Finazierung der Erneuerbaren Energien zurück ziehen. Um das Risiko schon mal klein zu halten, bevor die Erneuerbaren Energieblase paltzt, versuchen die Genossenschaftbanken ihr Beteiligungsrisiko an den Bürger (Genossen) abzugeben. Dieser Artikel umschreibt im Kern dieses perfide und asoziale Spiel der Banken. Erst einen auf EE-Freund machen und wenn das Schneeballsystem der staatlichen Zwangs-Subventionszahlungen zu neige geht, sich wieder rechtzeitig vom EE-Freundschaftspiel (Risiko) verabschieden. Der Dumme Bürger wird immer der letzte sein, den der Hund beißt!
    Wenn nich direkt als Privater Investor, so doch dann am Schluss als alles tragender Steuer-Abgaben-Zwangs-Zahler!

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