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Energie

Druschba Russisches Erdöl fließt wieder nach Deutschland – doch es bleiben Fragen

Nach kurzer Unterbrechung fließt wieder Öl durch die Pipeline nach Deutschland. Woher die Verunreinigung kam, ist allerdings noch nicht geklärt. 
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Durch die Schließung der Druschba-Pipeline im April ist für die Raffinerien in Ostdeutschland ein Millionenschaden entstanden.  Quelle: dpa
PCK-Raffinerie in Schwedt

Durch die Schließung der Druschba-Pipeline im April ist für die Raffinerien in Ostdeutschland ein Millionenschaden entstanden. 

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Krise scheint abgewendet, zumindest vorerst: Erst am Freitag hatte der Ölkonzern Shell mitgeteilt, dass die PCK-Raffinerie in Schwedt, über die das britisch-niederländische Unternehmen Erdöl aus Russland bezieht, vorläufig geschlossen werden musste. Nun ist die Druschba-Pipeline wieder geöffnet. „Seit Samstag läuft die Raffinerie wieder im Normalbetrieb“, sagte eine Sprecherin des Konzerns dem Handelsblatt. Woher das verunreinigte Öl kam, ließ sie jedoch offen.

Wie bereits im April wurde auch vergangene Woche eine leicht erhöhte Konzentration organischen Chlorids in dem aus Russland stammenden Öl gemessen. Der Stoff wird bei der Ölförderung eingesetzt, muss aber vor dem Transport wieder herausgefiltert werden, weil er bestimmte Teile in den Raffinerien zerstören kann.

Im Frühjahr war es zu einer längeren Schließung der wichtigen Verbindung gekommen, weil der russische Konzern Transneft rund fünf Millionen Tonnen verschmutztes Öl durch seine Leitungen beförderte. Gut die Hälfte davon gelangte durch die Druschba-Pipeline über Weißrussland und Polen bis ins brandenburgische Schwedt. Der Vorfall sorgte vor allem in Russland für großes Aufsehen.

Die betroffenen Raffinerien von Rosneft, Shell und Eni in Schwedt sowie Total in Leuna mussten andere Ölquellen erschließen und Benzin, Diesel und Flugtreibstoff teils über weite Strecken herbeischaffen, zum Beispiel über kleinere Leitungen aus Rostock und Danzig. Teilweise wurden die Treibstoffe aber auch mit Tankwagen aus westeuropäischen Raffinerien geliefert, um Tankstellen und die Berliner Flughäfen zu versorgen.

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