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Energie

Durch Fracking-Boom Ölquellen im Nahen Osten droht das Ende

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Schieferöl-Förderung sinkt ab 2020 wieder
Wo das Rohöl herkommt
BP Deepwater Horizon
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Die Förderung, Verarbeitung und Lieferung von Rohöl ist nicht ungefährlich, wie das Unglück im Golf von Mexiko im Jahr 2010 zeigte. Zudem gewinnen alternative Quellen wie durch „Fracking“ gewonnenes Schiefergas an Bedeutung. Doch die Weltwirtschaft ist nach wie vor auf Öl angewiesen. Welche Nationen den wichtigste Treibstoff der Weltwirtschaft liefern.

Quelle: BP, Produktionsdaten für das Jahr 2011.

(Foto: dpa)
File photo of a Petrobras Oil platform at Guabanara bay in Rio de Janeiro
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Rang 10: Brasilien

Eine Ölbohr-Plattform in einer Bucht bei Rio de Janeiro: Brasilien fördert 2,9 Prozent der weltweiten Ölproduktion. Aus den Ölquellen des Landes strömen täglich rund 2,2 Millionen Barrel Öl. Ein Barrel oder Fass entspricht 159 Litern.

(Foto: Reuters)
OIL TANKER
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Rang 9: Kuwait

Ein kuwaitischer Tanker auf dem Weg nach Texas. Mit einer täglichen Produktion von 2,8 Millionen Fass Rohöl stammen 3,5 Prozent der Weltproduktion aus dem Wüstenstaat.

(Foto: ap)
A Pemex gas station is seen in Mexico City
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Rang 8: Mexiko

In Mexiko hält der Staatskonzern Pemex den Treibstoffmarkt weitgehend im Griff. Das Land produziert rund 2,9 Millionen Barrel Öl. Das sind 3,6 Prozent der Weltproduktion.

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 3764128 Savio Menezes, a refinery operator climbs as he works at an oil processing plant in Jebel Ali Free Zone in Dubai, United Arab E
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Rang 7: Vereinigte Arabische Emirate

Die Vereinigten Arabischen Emirate bereiten sich zwar auf die Zeit nach der Öl-Hausse vor. Doch immer noch fördert das Land 3,8 Prozent der globalen Produktion. Das sind rund 3,3 Millionen Fass Öl täglich.

(Foto: ap)
Hugh Patterson
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Rang 6: Kanada

Der Künstler Hugh Patterson nimmt die Bedeutung des Öls für Kanada aufs Korn. Insbesondere die Gewinnung des Treibstoffs aus Ölsand steht wegen der Umweltschäden in der Kritik. Das Land steuert 4,3 Prozent der Weltproduktion bei und fördert 3,5 Millionen Fass.

(Foto: ap)
Employees spray water to cool down oil tanks at a PetroChina storage facility in Suijing
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Rang 5: China

Der Energiehunger Chinas klettert mit dem wirtschaftlichen Aufstieg. Das Land produziert auch selbst und schafft es mit einer Tagesproduktion von rund 4 Millionen Barrel auf Rang fünf der Ölförderer. Auf das Reich der Mitte entfallen 5,1 Prozent der Weltproduktion.

(Foto: Reuters)

Damit räumte die OPEC ein, dass der wachsende Öldurst der Welt nicht von den zwölf Mitgliedern des Kartells gestillt wird. Die zusätzlichen Einnahmen aus den 4,8 Millionen Barrel Öl am Tag, die die Welt in den kommenden fünf Jahren zusätzlich verbrauchen wird, entgehen damit dem 1960 gegründeten Zusammenschluss.

„Bis vor drei Jahren schien die Öl- und Gasproduktion der USA in einem langsamen aber stetigen, langfristigen Abwärtstrend gefangen, nachdem sie 1970 den Höhepunkt überschritten hatte“, schreibt die OPEC in ihrem Bericht. Vor zwei Jahren prophezeite die Organisation noch, dass Schieferöl nur eine Nebenrolle bei der Energieversorgung spielen werde.

Die gesamte Öl- und Gasproduktion abseits der OPEC-Staaten wird bis 2020 auf 59,3 Millionen Barrel steigen, schätzt die Organisation. Vor einem Jahr war sie noch von 52,9 Millionen Barrel ausgegangen. Der Anteil der OPEC am globalen Ölmarkt sinkt damit zum Ende des Jahrzehnts auf 39 Prozent von 41 Prozent im vergangenen Jahr. Die Staaten ziehen daraus bereits Konsequenzen. Saudi Arabien etwa will seine Förderkapazitäten in den nächsten 30 Jahren nicht weiter ausbauen.

Doch die IEA-Experten blicken weiter in die Zukunft als die OPEC und warnen vor einem Engpass. Es brauche Jahre, bis neue Anlagen die Produktion aufnehmen. Die derzeit geringe Investitionsbereitschaft am Golf könnte nach 2020 zu einem Versorgungsengpass führen. „Wenn ich auf Förderprojekte im Nahen Osten anschaue, kann ich keinen großen Appetit auf Investitionen erkennen“, sagt IEA-Chefökonom Birol.

Die Nachfrage nach dem schwarzen Rohstoff wird aber weiter steigen. Dem OPEC-Ausblick zufolge geht der steigende Ölbedarf der Welt vor allem auf den wachsenden Durst von Schwellenländern zurück. Der Verbrauch in aufstrebenden Staaten wie China, Indien oder Brasilien wird bis 2018 auf 44,4 Millionen Fass Öl klettern. In diesem Jahr beziffert er sich auf 38,9 Millionen Fass am Tag. Der IEA zufolge wird Indien im Jahr 2020 China als größten Ölverbraucher ablösen.

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Mehr zu: Durch Fracking-Boom - Ölquellen im Nahen Osten droht das Ende

29 Kommentare zu "Durch Fracking-Boom: Ölquellen im Nahen Osten droht das Ende"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn wir das Klima nicht vollends ruinieren wollen - Stichwort max. 2° Erwärmung - dürfen nur 20% der heute bekannten fossilen Brennstoffe verfeuert werden. So wie es aussieht, inderessiert das kaum jemanden - trotz stetig zunehmender Dürren, Überschwemmungen und steigendem Meeresspiegel. Dabei würde selbst bei totalem Emissionsstopp sich das Klima noch Jahrzehnte lang weiter erwärmen. Möglicherweise haben wir bereits oder werden wir bald einen stabilen Zustand verlassen, der kaum in absehbarer Zeit wieder herzustellen sein wird. Begründet durch Effekte wie Freisetzung von Klimagasen durch Auftauen des Permafrostbodens, erhöhte Wärmeaufnahme der Erdoberfläche durch reduzierte Schneeflächen welche die Sonnenstrahlen reflektieren, und durch Abnahme der Wälder und sonstiger Vegetation welche die Sonnenstrahlen absorbieren und Kohlenstoff binden.

  • Ich hab noch mal nach der Meldung gesucht, auf die ich mich bezogen hatte. Die war in 2007 und nicht wie zuerst angenommen aus 2008. SPON hatte daraus einen Aufreißer gemacht.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/preisexplosion-energieagentur-schlaegt-alarm-neue-oelkrise-in-fuenf-jahren-a-493556.html

    Interessant finde ich auch, dass SPON aus der gestrigen Meldung über den World Energy Outlook 2013 ganz andere Aspekte aufgegriffen hat, nämlich die wirtschaftlichen Nachteile der energieintensiven Industrie Europas im Vergleich zu den USA. Von versiegenden Ölquellen im Nahen Osten ist da komischerweise nicht die Rede. SPON haut ja sonst auch gerne in die Kerbe.
    Wenn man den Titel des Handelsblatt-Artikels in Bezug zum Text setzt, dann muss man sagen, dass man hier schon einen sehr reißerischen Aufmacher gewählt hat. Der Titel impliziert eine geologische Knappheit, tatsächlich ist aber eher von möglichen Fördereinschränkungen aufgrund einer veränderten Marktsituation die Rede. Also: Alles reine Sensationsmache der Presse.
    Außerdem: Der globale Ölmarkt ist viel zu dynamisch als dass man exakte Vorhersagen treffen könnte. Aus das hat die Vergangenheit gezeigt.
    Darüber hinaus bin und bleibe ich der Ansicht, dass sich Deutschland und Europa unabhängiger vom Öl machen und den den regenerativen Pfad auf jeden Fall stärker ausbauen müssen.

  • Mit diesem Artikel wird wohl versucht den Ölpreis ein bisschen in die Höhe zu treiben :-)

  • Vielen Dank

  • www.iea.org/media/news/MTOMR_2013_OVERVIEW.pdf

    ansonsten Wiki. Ist dort auch als Quelle angegeben.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Shale_oil#cite_note-wec-10

    Und zu Colodaro:
    http://abcnews.go.com/Business/american-oil-find-holds-oil-opec/story?id=17536852

    Bitte sehr.

  • Danke! Haben Sie auch eine Quelle? Das würde mich sehr interessieren.

  • Global technically recoverable oil shale reserves have recently been estimated at about 2.8 to 3.3 trillion barrels (450×109 to 520×109 m3) of shale oil, with the largest reserves in the United States, which is thought to have 1.5–2.6 trillion barrels.

    Die in Colorado gefunde Menge sind tatsächlich die Ressourcen. Die Reserven sind aber nicht unwesentlich kleiner.

  • Die Frage ist: können E Autos auch dann konkurrenzfähig sein, wenn der Ölpreis bei 70 Dollar liegt? Viel weniger wäre kaum möglich, da Ölfracking in den USA, bei bester Geologie, bereits 50 Dollar/Barrel kostet. Für Kurstreckenfahrer würde ich sagen: ja, definitiv.

    Sonst nehmen auch die Emmisionen pro Benziner ab, immerhin.

  • 3 billionen Barrel? Das sind dann aber Ressourcen und nicht Reserven. Die geologischen Studien für die USA gehen von deutlich weniger Reserven aus (wirtschaftlich förderbar).

  • "Dieses Jahr rechnen die IEA-Experten damit, dass die USA sogar schon 2015 Saudi Arabien als größten Ölexporteur ablösen werden."

    Das soll wohl "Ölförderer" heißen. Die USA dürfen schon von Gesetzes wegen kein Öl exportieren, außer nach Canada. Außerdem sind sie weiterhin einer der größten Netto-Importeure.

    "Der IEA zufolge wird Indien im Jahr 2020 China als größten Ölverbraucher ablösen."

    Das erscheint mir ziemlich großer Blödsinn, und ich kann mir kaum vorstellen, dass die IEA so etwas verzapft. Ein kurzer Blick ins Internet verrät einem, dass der Ölverbrauch 2011 in den USA ca. sechs mal und der Chinas ca. drei mal so hoch war wie der Indiens. Selbst wenn man den Trend noch so sehr biegt, wird man kaum zu dem Ergebnis kommen, dass neun Jahre später Indien der größte Ölverbraucher sein wird. Oder wurde hier Verbrauch und Import verwechselt?

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