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Energie

Elektromobilität Batteriehersteller CATL erhöht Investitionen in Erfurter Fabrik massiv

Der chinesische Zellproduzent baut Deutschlands erste Batteriefabrik in Erfurt. Die soll nun aber um einiges größer werden, als geplant.
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Die Nachfrage nach Batteriezellen für Elektroautos steigt rasant.  Quelle: dpa
Elektromobilität

Die Nachfrage nach Batteriezellen für Elektroautos steigt rasant. 

(Foto: dpa)

Düsseldorf Statt der ursprünglich geplanten 240 Millionen Euro will der chinesische Branchenprimus CATL satte 1,8 Milliarden Euro in den Bau seiner Batteriefabrik in Erfurt stecken. 

Europachef Matthias Zentgraf hatte zwar bereits im Februar angekündigt, dass die für die erste Ausbaustufe avisierte Kapazität von 14 Gigawattstunden pro Jahr bei weitem nicht ausreichen wird, jedoch keinen genauen Betrag genannt. 

Als Grund für die Milliardeninvestition nannte der Branchenprimus die rasant gestiegene Nachfrage nach E-Autobatterien aus Europa. 

Bei den deutschen Autobauern laufen die Vorbereitungen zur Einführung der ersten Welle von rein batteriegetriebenen Elektrofahrzeugen auf Hochtouren. Audi startet den Verkauf seines ersten reinen Elektro-SUV im Frühjahr, bei Daimler geht es damit im Sommer los. Marktführer Volkswagen kommt etwas später: Die Produktion der neuen Generation von Elektroautos startet in der zweiten Jahreshälfte.

Alle großen Hersteller beziehen mindestens einen Teil ihrer Zellen bei dem chinesischen Marktführer CATL. Einer der größten deutschen Kunden ist BMW. Der bayrische Konzern will in den nächsten Jahren Zellen im Wert von vier Milliarden Euro von dem chinesischen Zulieferer beziehen, ein Auftragsvolumen im Wert von 1,5 Milliarden Euro entfällt davon auf die geplante deutsche Produktionsstätte.

Laut CATL soll das Erfurter Werk 2021 den Betrieb aufnehmen und bis 2022 eine Kapazität von 14 Gigawattstunden haben. 

Zu einer eigenen Zellproduktion konnten sich europäische Autohersteller und Zulieferer aus Kostengründen bisher nicht durchringen. Experten warnen vor drohenden Abhängigkeiten gegenüber den die Branche dominierenden Konzernen aus Asien. 

Vor zwei Jahren hat die Europäische Union deswegen ein Projekt gestartet, um ein eigene Batteriezellenfabrik in Europa aufzubauen. Langsam formieren sich die ersten großen europäischen Batteriekonsortien: VW macht gemeinsame Sache mit dem schwedischen Start-Up Northvolt, und auch ein deutsch-französisches Konsortium, von Autobauer Peugeot, der deutschen Tochter Opel sowie dem Batteriehersteller Saft, hat sich für die Fördermilliarde beworben. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich weitere deutsche Konzerne an den Konsortien beteiligen, zum Beispiel Volkswagen und BASF, jeweils mit ausländischen Partnern.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will bis Ende des Jahres die Weichen stellen, um insgesamt drei Firmenkonsortien zu fördern. Eine Entscheidung ist allerdings schon gefallen. In Münster soll nun schon einmal eine Forschungsfertigung für die Produktion und Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Batterien entstehen. Das gab Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Freitag in Berlin bekannt. Der Bund will die Forschung mit insgesamt 500 Millionen Euro unterstützen, vom Land Nordrhein-Westfalen sollen noch einmal 200 Millionen Euro dazukommen. 

Mehr: Die Nachfrage nach Elektroautos steigt rasant. Wenige Unternehmen kontrollieren die Produktion der Batteriezellen – und setzen ihre Macht gekonnt ein.

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