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Energie

Premium EnBW-Chef zu Prokon „Wir passen wie Schlüssel und Schloss“

Der Atomausstieg übt massiven Druck auf den Energieversorger EnBW aus. Vorstandschef Frank Mastiaux spricht im Interview über sein Interesse am insolventen Windparkbetreiber Prokon und widerspenstige Anleger.
29.05.2015 - 16:50 Uhr
Der Manager muss noch viel Überzeugungsarbeit leisten. Quelle: Andy Ridder für Handelsblatt
Frank Mastiaux, Vorstand der EnBW im Interview

Der Manager muss noch viel Überzeugungsarbeit leisten.

Quelle: Andy Ridder für Handelsblatt

Kein deutscher Stromproduzent ist noch so abhängig von der Kernenergie wie Energie Baden-Württemberg (EnBW). Im vergangenen Jahr produzierte EnBW 43 Prozent des Stroms mit Atomkraft. Entsprechend groß ist der Druck auf Vorstandschef Frank Mastiaux, die Energiewende zu meistern. Einen großen Schritt will er jetzt mit der Übernahme von Prokon machen: 550 Millionen Euro bietet er für den insolventen Windparkbetreiber. Mastiaux muss sich aber mit einem ungewohnten Gegner auseinandersetzen: umweltbewussten Anlegern, die Prokon selbstständig halten wollen.

Herr Mastiaux, EnBW will eine insolvente Windenergiefirma übernehmen. Was reizt Sie an Prokon?
Prokon betreibt heute 54 Windparks mit einer Leistung von rund 540 Megawatt. Damit können Sie rein rechnerisch gut 380.000 Haushalte mit Strom versorgen. Das sind gute Standorte, und die Anlagen haben eine hohe Verfügbarkeit. Dazu hat Prokon aber auch noch 170 Projekte in der Entwicklung – mit noch einmal über 4000 Megawatt. Insgesamt ist das eine gute Ergänzung unseres Portfolios.

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