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Energie

Energie Strom aus der Öl-Pipeline – Projekt nutzt Gefällstrecke in den Alpen

753 Kilometer lang ist die Transalpinen Ölpipeline von Triest nach Süddeutschland. Mit Hilfe des Alpengefälles kann sie nun auch Strom produzieren.
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In Österreich wird durch die Alpen aus einer Ölpipeline Strom gewonnen. Quelle: dpa
Alpen

In Österreich wird durch die Alpen aus einer Ölpipeline Strom gewonnen.

(Foto: dpa)

MittersillIn Österreich wird erstmals eine Öl-Pipeline genutzt, um direkt Energie zu gewinnen. Für rund elf Millionen Euro wurde nach Angaben der Betreiber vom Freitag in die Gefällstrecke der Transalpinen Ölpipeline (TAL) eine Turbine eingebaut. Die erzeugte Energiemenge entspricht rund zwölf Prozent des derzeitigen Verbrauchs der TAL in Österreich und könnte 3.000 Haushalte versorgen. Das Verfahren funktioniere ähnlich wie ein Wasserkraftwerk, nur eben mit Öl, hieß es.

Das Rohöl wird im italienischen Triest von Tankern entladen und bis auf 1.600 Meter Höhe beim Felbertauern gepumpt. Von dort fließt es nach Süddeutschland. Die Energie-Rückgewinnungsstation Taimeralm wurde auf rund 1.300 Metern Seehöhe errichtet.

Die - mit Abzweigungen - 753 Kilometer lange TAL ist eine der europäischen Hauptschlagadern für Energie. Acht Raffinerien - davon fünf in Deutschland - werden mit dieser Pipeline beliefert. Mehr als ein Drittel des Rohölbedarfs der Bundesrepublik kommt aus der einen Meter durchmessenden Pipeline. Die vor rund 50 Jahren gebaute TAL deckt zudem 90 Prozent des Ölbedarfs Österreichs und 40 Prozent des Ölbedarfs Tschechiens ab.

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