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Energie

Energie Stromtankstellen-Betreiber Ionity will expandieren

Das Unternehmen will im Wettbewerb um Stromtankstellen zum Vorreiter werden. Bis Ende 2020 soll es 400 Standorte in verschiedenen Ländern geben.
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Ionity: Stromtankstellen-Betreiber will expandieren Quelle: dpa
Ionity-Ladesäulen

Deutschlands erste Ultraschnellladestation wurde im Sommer 2018 in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Ladesäulen-Betreiber der Autobauer Ionity rechnet mit regem Wettbewerb im Geschäft mit Stromtankstellen und will dabei einer der großen Anbieter werden. „Es ist viel Dynamik drin, es wird viel passieren“, sagte Ionity-Chef Michael Hajesch am Mittwochabend im Wirtschaftspresseclub in Stuttgart.

Der Wettbewerb werde in den nächsten Jahren noch zunehmen. Da sei es gut, dass sich Ionity seit dem Start Anfang 2018 schon einen Namen gemacht habe. „Die Marke ist dabei ein wichtiges Element“, betonte er.

Die Pläne des Ölmultis Shell oder von ABB zum Beispiel zeigten, dass mehr und mehr Unternehmen daran glaubten, dass sie mit Stromtankstellen Geld verdienen könnten, sagte der Ionity-Chef.

Shell lässt Ionity als Partner auf seine Standorte, will zugleich aber auch selbst ins Stromgeschäft einsteigen und kaufte dafür bereits einige Unternehmen mit Know-how zum Aufbau von Ladestationen. Auch Energieversorger oder Fastned, ein niederländisches Unternehmen, bauen Ladeinfrastruktur auf.

Ionity selbst schreibt noch keine schwarzen Zahlen. Das kleine Gemeinschaftsunternehmen von Audi, BMW, Daimler, Ford, Porsche und Volkswagen soll bis 2020 in 23 Ländern 400 Schnell-Ladestationen entlang wichtiger Autobahnen und Schnellstraßen in Europa aufbauen. Es ist ein wichtiger Beitrag, damit die Elektroauto-Offensive der Autobauer ein Erfolg wird. Denn der Mangel an Ladestationen und die lange Ladedauer sind neben hohen Preisen und zu geringer Reichweite noch Bremsklötze für den E-Auto-Markt.

Derzeit seien schon 63 Stationen mit durchschnittlich sechs Ladepunkten in neun europäischen Ländern in Betrieb und 52 in Bau. Bis Ende 2020 werde das Ziel der 400 Standorte erreicht, bekräftigte Hajesch. Deshalb denkt das Unternehmen mit seinen Eigentümern schon an den nächsten Schritt. „Die Expansionspläne werden gerade in aller Ruhe vorbereitet“, sagte der Ionity-Manager.

Das könnten etwa noch mehr oder größere Stromtankstellen an Fernstraßen sein, aber auch welche an viel befahrenen Ein- und Ausfallstraßen in den Städten. Denn dort gäbe es den größten Bedarf an öffentlichen Ladepunkten. In Deutschland seien schließlich rund 70 Prozent der Stadtbewohner Mieter, die sich in der Regel keine eigenen Ladestellen am Haus oder in der Garage einrichten könnten.

VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch hatte in dieser Woche gesagt, das Ionity-Projekt sei angesichts des Bedarfs an Ladestationen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Autoindustrie könne den Aufbau des Netzes nicht alleine stemmen. Volkswagen fordert deshalb staatliche Unterstützung über Fördermittel und gesetzliche Änderungen wie baurechtliche Vorschriften zur Einrichtung von Stromzapfsäulen.

Handelsblatt Energie Briefing
  • rtr
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