Energie: Verbraucherzentrale mahnt Stromkonzerne wegen Smart Metern ab
Düsseldorf. Der Smart Meter gilt als Möglichmacher der Energiewende. Denn ein System, in dem die Stromerzeugung vom Wetter abhängt, ist darauf angewiesen, dass die Menschen zum richtigen Zeitpunkt Strom verbrauchen: Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, ist Strom günstig. Ihn genau dann zu verbrauchen, ist nicht nur effizient, sondern spart auch Geld. Dafür braucht man einen Smart Meter – also einen intelligenten Stromzähler. Doch viele Unternehmen verlangen enorm hohe Summen für die Geräte.
Seit dem 1. Januar 2025 haben Kunden das Recht auf einen Smart Meter vom Messstellenbetreiber. Die Installation soll maximal 100 Euro kosten. Viele Stromkonzerne verlangen von einigen Kundengruppen jedoch mehr als 800 Euro für ein Gerät.
So zum Beispiel die Eon-Tochterunternehmen Westnetz, Bayernwerk, Mitteldeutsche Netzgesellschaft und Edis, die zusammen für knapp ein Viertel der deutschen Haushalte zuständig sind. Die hohen Installationspreise dürften das Einsparpotenzial der Smart Meter zunichtemachen.
Hinter den Preisen steckt Prinzip
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mahnt jetzt zwei Unternehmen ab und prüft gerichtliche Schritte. Tom Janneck, Leiter Energie und Bauen beim vzbv, erklärt, es gehe dem Verband dabei um die grundsätzliche Klärung angemessener Gebühren.
Der Streit berührt eine grundlegende Frage: Welche Menschen können in den kommenden Jahren an der Energiewende teilnehmen – und welche nicht? Das Verhalten der Eon-Unternehmen folgt bei genauerem Hinsehen jedoch durchaus einem Prinzip.