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EnergieVestas glänzt mit Gewinn – Orsted schreibt Verluste

Die dänische Windkraftbranche legt gemischte Quartalszahlen vor. Vestas gelingt es, höhere Kosten an die Kunden weiterzugeben. Dagegen belasten Probleme im US-Geschäft die Zahlen von Orsted. 05.11.2025 - 11:04 Uhr Artikel anhören
Windpark von Orsted: Rote Zahlen, weil US-Präsident Donald Trump den Ausbau erneuerbarer Energien behindert. Foto: AFP

Kopenhagen. Die dänische Windkraftbranche hat am Mittwoch ein gemischtes Bild gezeigt: Während der Windanlagenbauer Vestas mit einem überraschend hohen Gewinn glänzte, ist der Windpark-Betreiber Orsted wegen Problemen im US-Geschäft tief in die roten Zahlen gerutscht.

Vestas setzte seine Trendwende nach verlustreichen Jahren fort und erzielte im dritten Quartal ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten von 416 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 77 Prozent und übertraf die Analystenerwartungen von 305 Millionen Euro deutlich, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 150 Millionen Euro an.

Vestas gelingt es, höhere Kosten an die Kunden weiterzugeben. „Die Welt ist weiterhin von geopolitischer Unsicherheit geprägt, was uns vor beispiellose Herausforderungen stellt, aber auch zeigt, warum Windenergie der Schlüssel für erschwingliche, sichere und nachhaltige Energiesysteme bleibt“, sagte Konzernchef Henrik Andersen.

Für das Gesamtjahr 2025 engte Vestas seine Prognose für Umsatz und Marge ein. Der Umsatz wird nun zwischen 18,5 und 19,5 Milliarden Euro erwartet, nach zuvor 18 bis 20 Milliarden Euro. Die operative Gewinnmarge vor Sondereffekten soll zwischen fünf und sechs Prozent liegen statt der bisher in Aussicht gestellten vier bis sieben Prozent.

Die Titel des Windturbinenherstellers stiegen um rund 13 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. "Die Höhepunkte der Ergebnisse für das dritte Quartal sind die unerwartet starken Margen, der Cashflow und ein unerwarteter Aktienrückkauf im Wert von 150 Millionen Euro", konstatierten die Analysten von JP Morgan.

Orsted mit hohen Abschreibungen

Ganz anders die Lage bei Orsted: Der weltgrößte Betreiber von Offshore-Windparks wies für das dritte Quartal einen Nettoverlust von 1,70 Milliarden dänischen Kronen (rund 231 Millionen Euro) aus, nach einem Gewinn von 5,17 Milliarden Kronen im Vorjahr. Als Grund nannte das Unternehmen Wertberichtigungen von 1,8 Milliarden Kronen.

„Die negative Entwicklung war auf höhere Zölle in den USA und die negativen Auswirkungen des Arbeitsstopps bei Revolution Wind zurückzuführen“, teilte Orsted mit. Die Politik von US-Präsident Donald Trump, die auf die Behinderung von Projekten für erneuerbare Energien abzielt, belastet das Geschäft.

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Die Orsted-Aktie stieg am Mittwoch um knapp zwei Prozent, sie hat aber seit ihrem Höchststand 2021 rund 85 Prozent an Wert verloren.

rtr
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