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Energie

Energiebranche Braunkohle wird für RWE zum Problemfall – die Blitzanalyse

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Für RWE-Chef Schmitz ist klar: Deutschland sollte nicht zu schnell aus der Braunkohle aussteigen. Quelle: dpa
RWE-Chef Rolf Martin Schmitz

Für RWE-Chef Schmitz ist klar: Deutschland sollte nicht zu schnell aus der Braunkohle aussteigen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWährend der Verkauf des Tochterunternehmens Innogy im vollen Gange ist, könnten die Zahlen des Energiekonzerns RWE besser sein. Auch wenn das Geschäftsjahr wie erwartet verläuft, sinkt der Umsatz des Essener Unternehmens und damit auch das bereinigte Ebit. 

  • Das bereinigte Ebit sinkt um mehr als 45 Prozent auf 465 Millionen Euro
  • Das bereinigte Nettoergebnis sinkt auf 645 Millionen Euro.  
  • Ausblick für 2018 wird bestätigt.

Das fällt positiv auf

Zurück zum Kerngeschäft: Die Einnahmen aus der Erzeugung von Gas, Steinkohle und Biomasse bleiben operativ auf Vorjahresniveau, auch wenn RWE in den ersten neun Monaten deutlich weniger verdient hat als im Jahr zuvor. Das Ergebnis sank vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,7 Milliarden auf 1,3 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis verringerte sich im selben Zeitraum von 930 Millionen auf 645 Millionen Euro.

Der Konzern hat seine Berichterstattung unter dem Namen „RWE stand alone“ schon umgestellt, um sich schon auf die geplante Zerschlagung der Tochter Innogy vorzubereiten. Dabei soll bis Ende 2019 Eon die Sparten Netz und Vertrieb, und damit die größten Teile übernehmen. RWE wird dagegen wieder die operative Führung der erneuerbaren Energien übernehmen.

Die Zahlen umfassen die eigenen operativen Einheiten Braunkohle und Kernenergie, Europäische Stromerzeugung und Energiehandel zuzüglich der Dividende von Innogy.


Das fällt negativ auf

Braunkohle wird zur Problemsparte: Der Umsatz sank um über drei Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro. Besonders im Bereich Braunkohle verzeichnet RWE einen Einbruch im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz sank um fast zwölf Prozent und ließ das bereinigte Ebitda von 551 Millionen Euro im Vorjahr, um mehr als die Hälfte auf 240 Millionen Euro fallen. Als Grund dafür gibt der Konzern die niedrigeren Margen für Braunkohle an. Außerdem sinkt die Stromproduktion des Energieversorgers, maßgeblich bedingt durch die Stilllegung des Kernkraftwerks Gundremmingen.


So geht es jetzt weiter

Abschied von Innogy und Probleme im Hambacher Forst: Der vorläufige Stopp der Rodungen im Hambacher Forst trübt die Aussichten des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr ein. Hier rechnet RWE aufgrund von Mengeneinbußen von 10 bis 15 Millionen Tonnen Braunkohle von 2019 bis 2021 mit Einbußen bis zu 200 Millionen Euro pro Jahr. 

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz muss jetzt vor allem an einer reibungslosen Umsetzung der Transaktion mit Eon arbeiten und die Integration von Innogys Geschäft mit den erneuerbaren Energien vorbereiten. Gleichzeitig muss Schmitz in Berlin gute Konditionen für den geplanten Kohleausstieg in Deutschland verhandeln. 

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