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Energie

Energiekonzern RWE verdient zum Jahresauftakt überraschend gut – die Blitzanalyse

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Der RWE-Chef kann sich über gestiegene Gewinne freuen. Quelle: Reuters
Rolf Martin Schmitz

Der RWE-Chef kann sich über gestiegene Gewinne freuen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfRWE ist überraschend gut ins erste Quartal 2019 gestartet. Der Konzern profitierte von einer guten Performance im Großhandel – und auch der Rodungsstopp im Hambacher Forst konnte kompensiert werden. Die Prognose wird bestätigt.

  • Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg für „RWE stand-alone“, also für das Kerngeschäft und die Dividende von Innogy, von 299 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 510 Millionen Euro.
  • Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich von 78 Millionen auf 273 Millionen Euro.
  • Energiehandel und Braunkohle steigern das Ergebnis. In den Steinkohle- und Gaskraftwerken ist es gesunken.
  • RWE bekräftigt die Prognose für das Gesamtjahr. Das Ebitda wird zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro erwartet, das Nettoergebnis zwischen 300 und 600 Millionen Euro.

Das fällt positiv auf:

Die Ergebnisse liegen über den Prognosen der Analysen. Diese hatten beim Ebitda für „RWE stand-alone“ im Schnitt nur etwas mehr als 300 Millionen Euro erwartet. Dabei zeigt der Energiehandel nach Angaben des Konzerns eine „hervorragende Performance“.

Tatsächlich steuerte die Sparte 255 Millionen Euro zum Ebitda bei. Im Vorjahr war das Ergebnis noch leicht negativ gewesen. Das Geschäft schwankt traditionell stark. Deshalb gibt es für das Gesamtjahr auch eine gewisse Unsicherheit.

Aber auch im Braunkohlegeschäft legte RWE leicht zu. Das Ebitda stieg um acht Millionen auf 188 Millionen Euro. Dabei waren die Kraftwerke wegen des Rodungsstopps im Hambacher Forst schlecht ausgelastet. Das wurde aber durch höhere Großhandelspreise kompensiert.

Das fällt negativ auf:

Im Segment Europäische Stromerzeugung, in dem die Steinkohle- und Gaskraftwerke zusammengefasst sind, gingen die Ergebnisse dagegen zurück. Das Ebitda sank von 159 Millionen auf 63 Millionen Euro. Zum einen ging die Stromproduktion zurück. Zum anderen hatte RWE mit Zahlungen aus dem Kapazitätsmarkt geplant, mit dem Großbritannien die Stromproduzenten für das Bereithalten von Kraftwerken entlohnen wollte. Der Kapazitätsmarkt wurde aber ausgesetzt.

Was jetzt passiert:

RWE-Chef Schmitz hat in Berlin die Verhandlungen mit der Bundesregierung über die Bedingungen des geplanten Kohleausstiegs aufgenommen. Sie sind für RWE entscheidend. Schmitz muss eine möglichst hohe Entschädigung für den geplanten Kohleausstieg aushandeln.

Die Kohlekommission hatte schließlich Anfang des Jahres vorgeschlagen, die Kohleförderung und -verstromung 2018 endgültig zu beenden und nach und nach Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen. Das trifft RWE mit seinem Tagebau im Rheinischen Revier besonders.

Gleichzeitig will Schmitz in diesem Jahr das wegbrechende Kerngeschäft auch anderweitig kompensieren. RWE will wieder in die Produktion von grünem Strom einsteigen. Dafür hatte er im März 2018 mit Eon-Chef Johannes Teyssen ein umfangreiches Tauschgeschäft vereinbart – bei dem die RWE-Tochter Innogy zerschlagen wird. RWE bekommt dabei die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon.

Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein. RWE hat auch schon die nötigen Genehmigungen vorliegen. Der Partner der Transaktion Eon wartet aber noch auf die Genehmigung durch die EU-Kommission.

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