Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Energie

Energiekonzern „So kann Energiewende nicht funktionieren“: RWE fordert Reform der Abstandsregel für Windräder

Der Energieversorger spricht sich gegen die von der Bundesregierung geplante 1000-Meter-Abstandsregel für Windräder aus. Bis zu 50 Prozent weniger Flächen kämen infrage.
3 Kommentare
Energiekonzern: RWE fordert Reform der Abstandsregel für Windräder Quelle: dpa
Windkraftanlage in Baden-Württemberg

RWE plant, mehr als eine Milliarde Euro in Ökostrom zu investierten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Energieversorger RWE spricht sich einem Zeitungsbericht zufolge gegen die von der Bundesregierung geplante 1000-Meter-Abstandsregel für Windräder aus. „Ich kann verstehen, dass der Einzelne kein Windrad in der Nähe haben will. Aber so kann die Energiewende nicht funktionieren“, sagte die Chefin der RWE-Ökostromsparte, Anja-Isabel Dotzenrath, der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe).

Sie fordere eine Nachbesserung, etwa beim Repowering: „Wo bereits kleine Windräder stehen, sollte man auch größere Anlagen erlauben. Bei der Frage nach Mindestabständen kommt es darauf an, was der Bezugspunkt ist. 1000 Meter Abstand zu einer Siedlung sind ok, 1000 Meter zu jedem Bauernhof problematisch. Damit verringern sich die infrage kommenden Flächen massiv um bis zu 50 Prozent.“

Mit Blick auf den eigenen Ökostrom-Investitionsetat hoffe Dotzenrath langfristig auf mehr Mittel. „RWE will 1,5 Milliarden Euro netto pro Jahr investieren, und zusammen mit Partnern kommen wir so auf 2 bis 3 Milliarden Euro pro Jahr, das ist ein guter Start. Ob das auf Dauer reicht, muss man sehen. Auch Wettbewerber wie Enel oder Iberdrola haben tiefe Taschen.“ Die Faustregel in der Branche heiße, eine Milliarde Euro pro Gigawatt Leistung, die man neu installiere.

RWE hatte seine bisherige Ökostromtochter Innogy zerschlagen. Das Vertriebs- und Netzgeschäft stieß der Versorger an den Rivalen Eon ab, an dem RWE nun mit knapp 17 Prozent beteiligt ist. RWE übernahm zudem das Ökostromgeschäft von Innogy und das von Eon. Die Essener steigen damit zu einem der größten Erzeuger Erneuerbarer Energie in Europa auf.

Mehr: Regierungschefs und Energieverbände wettern gegen die Politik der Bundesregierung. Wenn die sich fortsetze, drohe der Kollaps der deutschen Windkraftindustrie.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Energiekonzern - „So kann Energiewende nicht funktionieren“: RWE fordert Reform der Abstandsregel für Windräder

3 Kommentare zu "Energiekonzern: „So kann Energiewende nicht funktionieren“: RWE fordert Reform der Abstandsregel für Windräder"

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar. Wir behalten uns vor, Leserkommentare, die auf Handelsblatt Online und auf unser Facebook-Fanpage eingehen, gekürzt und multimedial zu verbreiten.

  • Neben Wasser- und Windkraft sollten wir vor allem auf Solarenergie setzen. Die BERLINER NEUTRINO ENERGY Group testet ein Gerät zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung.
    Holger Thorsten Schubart, CEO des deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet.
    Das sollte endlich in unseren Medien veröffentlicht werden. Wir brauchen eine neue DEZENTRALE UND MOBILE HAUSHALTSENERGIEVERSORGUNG.

  • RWE fordert Reform der Abstandsregel für Windräder. Die gilt doch noch gar nicht. Warum baut dann RWE nicht massenhaft Windräder? Ist der Stopp des Zubaus von Windrädern nicht dem geschuldet, dass nur der günstigste Anbieter zum Zug kommt und es keine horrende Einspeisevergütung mehr gibt, wobei die bestehende immer noch überhöht ist.
    Die neue Abstandsregelung von 1000 mtr. soll die Menschen schützen. Auch hier geht Gesundheitsschutz vor Profit und anderen Ideologien.

  • "Damit verringern sich die infrage kommenden Flächen massiv um bis zu 50 Prozent."
    50%, das ist der Maximalwert, den das zu 100 % staaatlich finanzierte grüne Lobbyinstitut "Umweltbundesamt" in die Welt gesetzt hat. Ander (Fraunhofer...) sprechen von 10-40%.
    Doch die 1000 m gelten doch derzeit noch gar nicht. Können also den gheringen aktuellen Neubau nicht begründen.

    Vieleicht ist das ja nur die "Sau, die durchs Dorf getrieben wird", um von brancheninternem Versagen, manche sagen Abzocke ( www.anleger-wind-energie.de/ ), abzulenken oder grundlegende Probleme der Windindustrie (zu wernig Wind, hohe/steigende oft viel zu niedrig angesetzte Betriebs- und Reparaturkosten,...) nicht bennen zu müssen ( https://www.wochenblatt.com/landwirtschaft/nachrichten/weiterbetrieb-alter-windenergieanlagen-es-ist-eng-11813773.html )
    und statt dessen nach einer monetären nun eine ordungsrechtliche Subventionsrunde einzuläuten.