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Energie

Energiemarkt Billigstromanbieter BEV ist pleite

Die BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Von der Pleite des Billigstromanbieters sind mehr als 500.000 Kunden betroffen.
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Für die Kunden der BEV heißt die Pleite: Sie werden nun vom Grundversorger mit Strom beliefert. Quelle: AP
Stromzähler

Für die Kunden der BEV heißt die Pleite: Sie werden nun vom Grundversorger mit Strom beliefert.

(Foto: AP)

DüsseldorfDer Discount-Stromanbieter BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft hat die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Münchener Anwalt Axel Bierbach bestellt. Dies teilte das Insolvenzgericht des Amtsgerichts München an diesem Mittwoch mit (Az. 1513 IN 219/19). Zuerst hatte die „Wirtschaftswoche“ über die Pleite berichtet.

„Die BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH war zuletzt durch gestiegene Energiebeschaffungskosten in Schwierigkeiten geraten“, heißt es in der Mitteilung des Amtsgerichts.

Nach Branchenschätzungen sind mehr als 500.000 Kunden von der Insolvenz des Münchener Unternehmens betroffen. Sie müssen nun fürchten, dass ihnen ausstehende Neukundenboni oder mögliche Guthaben nicht mehr ausgezahlt werden. Insolvenzverwalter Bierbach hat eine Informationsseite im Internet eingerichtet, auf der sich Kunden informieren können. Weiter mit Strom der BEV beliefert wird demnach keiner von ihnen.

„Da die BEV ihre Lieferverpflichtungen aus den Verträgen nicht mehr erfüllen kann, sieht das Gesetz in Deutschland vor, dass die Kunden automatisch in die Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger mit Strom und Gas beliefert werden“, heißt es dort. Die Kunden, die sich in dieser Ersatzversorgung befinden, würden demnach automatisch vom Grundversorger informiert. Mit diesem gelte es auch, die Konditionen – also auch Preise – zu klären.

BEV war zuletzt massiv in die Kritik geraten, da der Stromanbieter seine Preise stark erhöht hatte. Teils sollten die monatlichen Grundpreise um mehrere Hundert Prozent steigen, obwohl Kunden durch Preisgarantien vor einem Preisanstieg hätten geschützt sein sollen.

Die Bundesnetzagentur hatte Anfang des Jahres bereits ein Aufsichtsverfahren gegen den Energieversorger eingeleitet. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte noch in der vergangenen Woche bei dem Unternehmen ein „rechtstreues Verhalten“ eingefordert. Nun mahnte Aiwanger, die Kunden müssten „zeitnah und transparent über die Situation und ihre Rechte informiert werden“.

Die Pleite der BEV ist längst nicht die erste in der Branche der Discount-Stromversorger: In den vergangenen Jahren haben bereits die Stromanbieter Teldafax, Flexstrom und zuletzt vor zwei Jahren Care Energy Insolvenz angemeldet. Teldafax hatte etwa 750.000 Kunden, Flexstrom 550.000.

Mit Agenturmaterial.

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