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Energie
Lichtblick

Nach eigenen Angaben beliefert das Unternehmen 600.000 Haushalte in Deutschland mit sauberer Energie.

(Foto: dpa)

Energiemarkt Niederländer übernehmen Ökostromanbieter Lichtblick

Der Pionier auf dem deutschen Strommarkt gehört jetzt komplett der Eneco-Gruppe. Gemeinsam wollen die Partner in der digitalen Energiewelt expandieren.
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DüsseldorfDer Hamburger Versorger Lichtblick wagte sich 1998 als eines der ersten Unternehmen auf den gerade liberalisierten deutschen Energiemarkt – und noch dazu direkt mit Ökostrom. Damit zählt das Unternehmen zweifelslos zu den Pionieren auf dem deutschen Strommarkt. Und während sich die anderen Newcomer schnell wieder verabschiedeten, etablierte sich Lichtblick als Marktführer für grünen Strom.

Künftig wird das Unternehmen komplett zur niederländischen Eneco Group gehören. Eneco habe alle verbliebenen Anteile erworben, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Die Niederländer waren schon im Januar 2017 eingestiegen, hatten 50 Prozent erworben und eine umfangreiche Partnerschaft mit Lichtblick geschlossen.

Lichtblick beliefert nach eigenen Angaben aktuell mehr als 600.000 Haushalte und Betriebe mit sauberer Energie und erreicht damit mehr als eine Million Menschen. Mit 460 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen 2017 einen Umsatz von 700 Millionen Euro.

Eneco sieht sich selbst als Marktführer in der Erzeugung und im Handel nachhaltiger Energie in den Niederlanden und versorgt mehr als zwei Millionen Kunden. Das Ökostrom-Unternehmen ist zudem in Belgien und Großbritannien aktiv.

„Lichtblick kann uns dabei helfen, in Deutschland im Bereich E-Mobilität, Energiespeicher sowie intelligenten Energiedienstleistungen zu wachsen“, sagte Kees-Jan Rameau, Chief Strategic Growth Officer bei Eneco.

Auch Wilfried Gillrath, Geschäftsführer von Lichtblick, begrüßte die Übernahme: „Wir entwickeln Lichtblick als Pionier und Marktführer in Deutschland weiter.“ Dafür sei Eneco mit seiner konsequent nachhaltigen Ausrichtung und seiner Unternehmensphilosophie „ein idealer Partner“: „Wir teilen die gleiche Vision für eine nachhaltige Energiewelt.“

Tatsächlich kann Lichtblick einen schlagkräftigen Partner gebrauchen. Das klassische Geschäft, der Vertrieb mit Ökostrom, stagniert. Inzwischen liefern viele Billiganbieter aber auch die etablierten Versorger Ökostrom. Das Unternehmen braucht deshalb neue, digitale Produkte und Dienstleistungen.

Daran arbeiten Eneco und Lichtblick nach eigenen Angaben schon. Sie entwickeln gemeinsam digitale Lösungen im Bereich Smart Home, Batterien und Elektromobilität. Auch im Energiehandel arbeiten die Ökostrom-Unternehmen zusammen.

Management, operatives Geschäft und Marken beider Unternehmen sollen von dem Verkauf unberührt bleiben. Eine Zustimmung des Kartellamts zu dem Kauf sei nicht mehr erforderlich, hieß es.

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