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EnergieunternehmenOligarch German Khan verlässt nach Sanktionen Wintershall-Aufsichtsrat

Der russische Unternehmer sitzt im Vorstand des Wintershall-Anteileigners Letter One. Wintershall stellt sämtliche Zahlungen an die Investorengruppe ein.Catiana Krapp 15.03.2022 - 20:09 Uhr Artikel anhören

Wintershall hatte angesichts des Ukrainekrieges Zahlungen von und nach Russland gestoppt.

Foto: dpa

Düsseldorf. Der Oligarch German Khan scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem Aufsichtsrat des Energieunternehmens Wintershall Dea aus. Das gab Wintershall am Dienstagabend bekannt. Khan habe mitgeteilt, dass er sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats niederlege. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats seien sofort informiert worden. Ab sofort würden keine vertraulichen Informationen betreffend Aufsichtsratsthemen mehr mit German Khan geteilt.

Zuvor war der russische Unternehmer auf die Sanktionslisten der EU und Großbritanniens aufgenommen worden. Khan saß nicht nur im Wintershall-Aufsichtsrat, sondern auch im Vorstand der Investorengruppe Letter One, die 27,3 Prozent an Wintershall hält.

Wintershall teilte am Dienstagabend mit, rein vorsorglich alle Zahlungen an Letter One einzustellen. Man erwarte keine Auswirkungen auf das operative Geschäft und halte sich wie schon bislang an alle geltenden Gesetze und verhängten Sanktionen.

Bereits Anfang März war bekannt geworden, dass der Letter-One-Eigentümer und Oligarch Michail Fridman auf der Sanktionsliste der Europäischen Union steht und die Führung von Letter One abgegeben hat.

Die Anteile von Fridman und Miteigentümer Petr Aven würden „eingefroren“, hatte Letter-One-Partner Lord Mervyn Davies der britischen Finanzzeitung „Financial Times“ erklärt. Er selbst werde die Führung von Letter One übernehmen.

Auch BASF betroffen

Bereits vor zwei Wochen hatte sich der Wintershall-Vorstand entschlossen, bis auf Weiteres die Entscheidung über die Ausschüttung einer Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr zu verschieben. Die Dividende wäre neben Letter One dem zweiten großen Anteilseigner BASF zugeflossen, der 72,7 Prozent der Anteile hält.

Zudem hatte Wintershall angesichts des Ukrainekriegs Zahlungen von und nach Russland gestoppt. Die bestehende Gasförderung in Sibirien hält das Unternehmen allerdings vorerst aufrecht und betreibt die Aktivitäten wirtschaftlich autark.

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Das Unternehmen hat seit Jahrzehnten enge Beziehungen nach Russland und gilt als einer der größten Partner des weltgrößten Gasproduzenten Gazprom. Wintershall Dea fördert gemeinsam mit Gazprom Gas und hat beim 50-zu-50-Joint-Venture sogar die Betriebsführung inne.

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