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Energie

Energieversorger EnBW will die Kommunen am Netz beteiligen

Rund 550 Städte und Gemeinden können von 2020 an Miteigentümer von Strom- und Gasnetzen werden. In der Branche wird das als geschickter Zug gewertet.
18.07.2019 - 12:06 Uhr Kommentieren
EnBW will die Kommunen am Netz beteiligen Quelle: dpa
Sitz von Netze BW in Stuttgart

Von der intelligenten Straßenbeleuchtung bis hin zur Elektromobilität will EnBW seine Geschäfte mit den öffentlichen Auftraggebern ausbauen.

(Foto: dpa)

Stuttgart Der Energieversorger EnBW plant, über ein Beteiligungsmodell maximal ein knappes Viertel seiner Tochtergesellschaft Netze BW an die Kommunen zu verkaufen. Städte und Gemeinden könnten damit über die Zukunft der Strom- und Gasnetze mitentscheiden und zudem durch eine festgeschriebene Rendite wirtschaftlich profitieren, teilte EnBW mit.

„Wir öffnen eines der Herzstücke des Konzerns für eine Beteiligung von Kommunen“, betonte Vorstandschef Frank Mastiaux. „Damit streben wir eine neue Qualität der Partnerschaft an.“

In der Branche gilt der Schritt als geschickter Schachzug für zusätzlichen und intensiveren Kundenkontakt. In den Verteilnetzen gibt es die meisten Berührungspunkte mit den Kommunen und die meisten Herausforderungen.

Zudem befindet sich EnBW im Wandel vom reinen Energielieferanten zum Infrastrukturdienstleister. Von der intelligenten Straßenbeleuchtung bis hin zur Elektromobilität will der drittgrößte deutsche Energiekonzern Geschäfte mit den öffentlichen Auftraggebern ausbauen. Da hilft eine engere und vertrauensbildende Verzahnung.

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    Die Kommunen sollen erstmals Mitte 2020 Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft erwerben können, die dann wiederum bis zu 24,9 Prozent der Netze BW halten soll. Mitmachen können aber nur die etwa 550 Städte und Gemeinden, in denen NetzeBW Eigentümerin und Betreiberin des Strom- oder Gasnetzes ist. Beim Strom hat Netze BW nach Angaben eines Sprechers im Südwesten einen Anteil von etwa 50 Prozent. Beim Gas ist der Anteil geringer.

    Wie viele Anteile jede Kommune kaufen kann, hängt unter anderem von ihrer Größe ab. Alle fünf Jahre soll jede Stadt und Gemeinde neu entscheiden können, ob sie ihre Beteiligung fortsetzt, verändert oder aufgibt.

    EnBW-Chef Mastiaux betonte die große Bedeutung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kommunen. Die EnBW selbst ist fast vollständig in öffentlichem Besitz. Zweiter Hauptaktionär neben dem Land ist ein Zweckverband von Landkreisen.

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