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Energie

Energieversorger Energiehandel läuft stark: RWE hebt Prognose an

Der Energieriese erwartet nun einen Gewinn von bis zu 1,9 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr. Auch bei den Kerngeschäftsbereichen läuft es besser.
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Dank des gut laufenden Energiehandels korrigiert der Konzern seine Prognose nach oben. Quelle: dpa
RWE-Zentrale in Essen

Dank des gut laufenden Energiehandels korrigiert der Konzern seine Prognose nach oben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Während sich die Gewinnwarnungen bei anderen Unternehmen häufen, hebt Energieriese RWE seine Jahresprognose an. Grund dafür sind florierende Geschäfte im Energiehandel.

Weil das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Bereich Energiehandel überraschend hoch war, werde der bereinigte Gewinn wohl deutlich über 300 Millionen Euro landen, teilte RWE am Dienstag mit. Und auch für den Gesamtkonzern hebt der Vorstand die Prognose: Statt 1,4 bis 1,7 Milliarden Euro, erwartet der Konzern nun 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro Ebitda. 

Aus den Kerngeschäftsfeldern Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung und Energiehandel – ohne operative Beiträge der Ökostrom-Tochter Innogy („RWE Stand alone“) – erwartet das Management 2019 nun ein bereinigtes Ebitda von 1,4 bis 1,7 (bisher: 1,2 bis 1,5) Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von 0,5 bis 0,8 (bisher: 0,3 bis 0,6) Milliarden Euro.

Die RWE-Aktien stiegen nach der Ankündigung im Verlauf des Vormittags um anderthalb Prozent auf 24,88 Euro. Das bedeutete einen der Spitzenplätze in einem schwächeren Dax.

„Mit diesem Schwung aus dem operativen Geschäft freuen wir uns auf die kurz bevorstehende Umsetzung der Transaktion mit E.ON, die RWE zu einem der größten Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien macht“, kommentierte Finanzvorstand Markus Krebber die bessere Prognose. 

Anfang Oktober könnte der Megadeal schon durch sein. Bis zum 20. September will die EU-Kommission entscheiden, ob sie die Übernahme von Konkurrent Innogy durch Eon freigibt. 

Eon-Chef Johannes Teyssen vereinbarte mit RWE-Chef Rolf Martin Schmitz ein Tauschgeschäft, dem in letzter Konsequenz die RWE-Tochter Innogy zum Opfer fällt. RWE übernimmt dabei etwa die Aktivitäten von Innogy bei den erneuerbaren Energien und auch die Anlagen, die Eon derzeit noch betreibt.

Eon wird dagegen die Bereiche Vertrieb und Netze übernehmen und so zu einem der größten Versorger Europas aufsteigen.

Mehr: Eon macht der EU-Kommission moderate Zugeständnisse für die Übernahme des Konkurrenten Innogy. Wettbewerber kündigen Widerstand an.

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