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Energie

Energieversorger Eon investiert 2,5 Milliarden Euro in sein Netz für E-Mobilität

Der Energiekonzern will sein Netz für rund 6,5 Millionen potenzielle Elektroautos ausbauen. Das Risiko eines Blackouts bestehe somit nicht.
21.05.2019 - 14:13 Uhr Kommentieren
Der Essener Konzern plant ein „intelligentes Lademanagement“ für Elektroautos. Quelle: dpa
Eon

Der Essener Konzern plant ein „intelligentes Lademanagement“ für Elektroautos.

(Foto: dpa)

Berlin Der Energieversorger Eon will bis 2045 rund 2,5 Milliarden Euro investieren, um sein Netz für die E-Mobilität aufzurüsten. „Klar ist, wir müssen unser Netz ausbauen“, sagte Eon-Vorstand Thomas König am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse eines Stresstests.

Mit dem Energieberater Consentec hat Eon berechnet, wie das eigene Netz ausgebaut werden müsste, wenn bis 2045 sämtliche Pkw im Eon-Netzgebiet – rund 6,5 Millionen Wagen – einen Elektroantrieb hätten und entsprechend Strom bräuchten. Umgerechnet wären das Investitionen von im Schnitt 400 Euro pro E-Auto.

Das Risiko eines Blackouts des Stromnetzes, wie ihn Kritiker für Deutschland teilweise prognostiziert hatten, sehe er nicht. Im Gegenteil: Ausgaben von 2,5 Milliarden Euro zusätzlich nennt König „überraschend niedrig“. Jedes Jahr investiere Eon ohnehin rund eine Milliarde Euro in das Netz. Innerhalb der nächsten rund zehn Jahre decke das Bestandsnetz noch den Strombedarf von E-Autos.

Die größte Herausforderung bestehe in der Gleichzeitigkeit, etwa wenn alle Autobesitzer gegen 18 Uhr nach Hause kommen, ihr Auto an die Steckdose schließen und die Nacht über voll aufladen wollen. „Das wird zu einer erheblichen Lastspitze in den Abendstunden führen“, sagte König.

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    Abhilfe schaffen könne sogenanntes netzdienliches Laden: Dabei verschiebe Eon einen Großteil der Nachfrage automatisch in den Abend und die Nacht, ohne dass der Kunde es merke. Davon könnten sich Nutzer gegen Zusatzgebühr ausschließen lassen. Dieses „intelligente Lademanagement“ senkt Eons Ausgabebedarf laut König um die Hälfte.

    Mehr: Wie Eon-Chef Johannes Teyssen die Zukunft der EU sieht, lesen Sie hier.

    Handelsblatt Energie Briefing
    • dpa
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