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Energie

Energieversorger gibt Beteiligungen ab Warum Eon nun seine Töchter verkauft

Italien, Spanien, USA – diese Woche häuften sich die Meldungen über geplante Verkäufe des Energieversorgers Eon. Die Verkaufstour hat einen einfachen Grund: Das Unternehmen hat sich mit einigen Geschäften verkalkuliert.
28.11.2014 - 13:35 Uhr 8 Kommentare
Er muss aufräumen, was sein Vorgänger ihm hinterlassen hat: Der Vorstandsvorsitzende von Eon, Johannes Teyssen. Quelle: dpa

Er muss aufräumen, was sein Vorgänger ihm hinterlassen hat: Der Vorstandsvorsitzende von Eon, Johannes Teyssen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der hochverschuldete Energiekonzern Eon will wenige Wochen vor Ende des Geschäftsjahres mit Beteiligungsverkäufen die klammen Kassen füllen. Der Konzern verkaufte am Freitag für mehrere hundert Millionen Euro zwei Windparks in den USA. Zudem steht Insidern zufolge der Verkauf des vor Jahren teuer erworbenen Spanien-Geschäfts für bis zu 2,6 Milliarden Euro unmittelbar bevor. Eon war unter dem früheren Vorstandschef Wulf Bernotat in Südeuropa auf Einkaufstour gegangen, musste jedoch Milliardensummen auf die Beteiligungen abschreiben. Inzwischen drücken den unter der Energiewende leidenden Versorger Schulden von 31 Milliarden Euro.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte in dieser Woche berichtet, dass die Spanien-Tochter für deutlich über zwei Milliarden Euro an den Infrastrukturinvestor Macquarie verkauft werden soll. Am Freitag sagten zwei Insider, das Spanien-Geschäft solle für 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro an ein Konsortium von Macquarie und Wren House, einer Tochter des kuwaitischen Staatsfonds KIA, veräußert werden. Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor ebenfalls berichtet, das Macquarie und Wren House kurz vor der Übernahme des Spanien-Geschäfts für 2,5 Milliarden Euro stünden. Macquarie werde 60 Prozent an dem Konsortium halten, der Rest gehe an Wren House, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Eon und Macquarie lehnten eine Stellungnahme ab. KIA war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Düsseldorfer beschäftigen in Spanien rund 1200 Mitarbeiter. Der Konzern betreibt Kraftwerke und Ökostromanlagen mit einer Leistung von rund vier Gigawatt. Der Marktanteil im Stromvertrieb ist mit rund 630.000 Kunden indes überschaubar.

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    Energieversorger verstieg sich in teure Fehlinvestitionen
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    8 Kommentare zu "Energieversorger gibt Beteiligungen ab: Warum Eon nun seine Töchter verkauft"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herr Kurt [email protected]
      RWE und E-ON sind nur Leichen auf dem Weg unserer gesalbten Führerin Murksel und natürlich die von Ihnen gesuchten Gelder auch. Man kann nicht alles haben, lassen Sie uns in Vorfreude nach Korea blicken.

    • Alles nur Nieten, was machen eigentlich die Milliarden für die Entsorgung ?

    • Niemand konnte angesichts der bis heute unveränderten Rechtslage annehmen, daß die Regierung Merkel einfach conta legem die moneygrabber KKW zwangsabschalten würde.

      Ein Hochwasser in Japan reichte, um die deutsche Regierung stante pede vom Gesetz abzufallen und im rechtsfreien Raum zu dilettieren.

      Nun haben die Versorger den Salat und klagen zwar Billionen beim Steuerzahler - der alles zahlt - ein, müssen bis dahin aber ihr Tafelsilber billigst verscherbeln.

    • @Herr Hofmann

      Zitat aus Ihrem Kommentar:
      "sehr kostengünstige Energieversorgung vie Kraftwerkmixpark (Kohle, Gas und Uran) "


      Da unterliegen Sie aber einem gewaltigem Irrtum. Der Kraftwerkspark von EON und Co wurde von UNS aufgebaut. Und zwar mit Unterstützung der Politik (da gab es die Grünen noch gar nicht!). EEG-Umlage und die Förderungen für alternative Energien sind Peanuts im Vergleich zu dem, was in die Atom- und Kohleindustrie geflossen ist. Und Sie und ich, wir alle müssen auch heute dafür bezahlen, dass der Dreck entsorgt wird. Die Energiekonzerne zahlen fast gar nichts.

      Wenn Sie schon von einer Energiemafia, dann sollten Sie bitteschön eher die jammernden Manager der Energieunternehmen erwähnen. Die müssten seit ein paar Jahren unter Beweis stellen, dass sie etwas von Marktwirtschaft verstehen. Wie wir heute sehen, und manch einer seit längerem weiß, laufen in diesem Konzernen auffällig viele Nieten in Nadelstreifen rum.

      Oder wie lassen sich Missemgagement à la EON sonst erklären? Die haben überhaupt nichts mit der Energiewende zu tun. EON kann schlichtweg Übernahmen nicht! Und dies hat bei EON ausschließlich die oberste Führungsetage inkl. Aufsichtsrat zu verantworten. EON gleicht einem großen Kapitalvernichter! Für die Trägheit der EON-Manager ist allerdings die Politik verantwortlich. Dazu muss man aber ein paar Jahre oder auf ein paar Dekaden zurückblicken. Dann wird das eigentlich Übel sichtbar. Auf heute zu schimpfen, bleibt denen überlassen, für die auch gelten würde "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben".

      Bei EON werden es die Shareholder sein!

      Das heutige Tafelsilber, welches verscherbelt wird, kommt sehr wahrscheinlich im nächsten Jahr auf die Konten der Großaktionäre. Und Teyssen wird seine Amtszeit somit wohl überleben!?

      Ablenkungsmanöver über Ursachenforschung durch die Energiewende kommen da gerade recht! Darauf fallen immer noch 80% der deutschen Bevölkerung rein.

    • @Baur- Warendorf
      Machen Sie doch mal ihre Augen auf! Wer presst uns Verbraucher mit der Energiewende/EEG aus. Das ist eine asoziale und perfide GRÜNE Politik, die uns als Marktgesellschaft per EEG (Gesetz) den Strom immer mehr verteuert und dazu noch die bestehen und sehr kostengünstige Energieversorgung vie Kraftwerkmixpark (Kohle, Gas und Uran) gegen die Wand fahren lässt. Es ist eine Schande, dass die Kraftwerkskonzerne sich so zur Schlachtbank führen lassen und dass unsere Regierung nichts besseres zu tun hat. als mit der Energiewende ihre eigene Volkswirtschaft (Kraftwerkspark=Volksvermögen) zu vernichten und anstatt dessen der Erneuerbaren Energiemafia = Abzocker das Geld via EEG Umlage und Vernichtung der Volkswirtschaft in den Rachen zu schieben.

    • Die größte Sobotage an der deutschen Energieversorgung ist und bleibt die grünsozialistische Energiewende mit ihrem asozialen und perfiden gegen jeden marktwirtschaftlichen Vernunft gerichtetes EEG (Erneuerbares Zwangssubventions-Abgaben Gesetz).
      Die Deutsche Politik VERNICHT ihr Volksvermögen in Form eines Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran. Nur damit diese grünsozialistische Regierung in Berlin ihren Energiewendeplan durchziehen kann.
      Energiewende/EEG/Energieeinsparung = erst kommt die Lüge, dann der Betrug dann folgt der Mangel und zum Schluss kommt die Armut/Insolvenz!
      GUTE NACHT DEUTSCHLAND!!!

    • Diese Milliarden Zukäufe konnten die deutschen Energieversorger nur dadurch tätigen, weil sie im Geld schwammen.

      Abgepresst von den Stromkunden. Es war das Geld der Bevölkerung, mit dem sie im Ausland auf Einkaufstour gingen und durch Unfähigkeit Milliarden in den Sand setzten.

      Bei solchen Pokerspielen wünscht man sich staatliche Versorger zurück. Energie- und Verkehrswesen haben in der Hand von Privatiers nichts verloren.

    • EON wird von einem Regionalfürst aus Niedersachsen geleitet. Was in einer kleinen Klitsche verborgen bleibt, muss in den Bilanzen großer Konzerne säuberlich ausgewiesen werden!

      Das Top-Management ist jahrzehntelang gewohnt auf Kosten der Steuerzahler alimentiert zu werden. Abermilliarden wurden für Atom- und Kohlekraftwerke an Subventionen eingenommen. Dem Endverbraucher wurden überteuerte Rechnungen für Strom und Gas gestellt. Dies alles mit Billigung der Politik. Eine Briefkastenfirma in Luxemburg, eine in den Niederlanden? Und schon hat man den deutschen Steuerzahler und Staat ein weiteres mal geschröpft.

      Teyssen sitzt ja nicht erst seit heute im Topmamangement. Insofern trägt er mit seinem Vorgänger zusammen maßgeblich zu dem Desaster von EON bei.

      Allerdings zeigt sich eins ganz klar. EONs Führungsmannschaft ist bei bröckelnden Subventionen nicht mehr in der Lage den Konzern weiter profitabel zu führen. Und es kommt noch schlechter - diese Mannschaft kann nichts! Wer sein Tafelsilber (wobei die erworbenen Beteiligungen wohl eher Zink sind) verkloppt, dem muss das Wasser bis zum Hals stehen.

      Ein Signal an Mitarbeiter und Aktionäre wäre der Verzicht von zwei Jahresgehältern der gesamten Führungsmannschaft. Stattdessen sollte für 2015 und 2016 symbolisch ein Euro überwiesen werden.

      Es wird Zeit, dass der Aufsichtsrat ein Zeichen setzt!

      Es grüßt ein EON-Shareholder.

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