Energie

Energieversorger RWE schreibt Milliarden auf Kraftwerke ab

RWE-Chef Peter Terium muss wegen der desolaten Situation seiner konventionellen Kraftwerke Milliarden abschreiben. Die Jahresprognose bleibt aber unverändert, und auch die Anleger müssen nicht um ihre Dividende fürchten.
Update: 28.01.2014 - 11:58 Uhr 12 Kommentare
„In ganz Europa stehen derzeit vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke unter einem hohen wirtschaftlichen Druck“: RWE-Chef Peter Terium. Quelle: AP/dpa

„In ganz Europa stehen derzeit vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke unter einem hohen wirtschaftlichen Druck“: RWE-Chef Peter Terium.

(Foto: AP/dpa)

DüsseldorfDer Essener Energiekonzern RWE muss bei seinen konventionellen Kraftwerken Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen. Insgesamt habe der Konzern einen Wertberichtigungsbedarf in Höhe von rund 3,3 Milliarden Euro ausgemacht, teilte RWE am Dienstag mit. Der Großteil davon - 2,9 Milliarden Euro - entfiele auf die konventionelle Stromerzeugung, der Rest auf den Geschäftsbereich Erneuerbare Energien und den Beteiligungsbereich, hieß es. Die Wertberichtigungen würden auch auf das Nettoergebnis der Konzerns durchschlagen, betonte RWE.

Sie hätten aber keine Auswirkungen auf das für die Dividende ausschlaggebende nachhaltige Nettoergebnis des Konzerns, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), sowie das Betriebsergebnis und seien auch nicht zahlungswirksam. Die Jahresprognose des Konzerns bleibe trotz der Wertberichtigungen bestehen, sagte eine RWE-Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Investoren reagierten gelassen, RWE-Aktien notierten am Mittag kaum verändert bei 27,04 Euro.

„In ganz Europa stehen derzeit vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke unter einem hohen wirtschaftlichen Druck“, sagte RWE-Chef Peter Terium. „Mit dieser Wertberichtigung tragen wir insbesondere den tiefgreifenden
Veränderungen der Rahmenbedingungen auf dem europäischen Erzeugungsmarkt Rechnung.“

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12 Kommentare zu "Energieversorger: RWE schreibt Milliarden auf Kraftwerke ab"

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  • Und dann kommt da noch der Rückbau,

    wenn der Rückbau erst so richtig beginnt, wird man meiner Meinung nach schnell feststellen das die Rückstellungen von RWE für die Kernkraftwerke: Biblis, Lingen und Grundremmingen hinten und vorne nicht reichen. Nicht nur fehlende Einnahmen aus den ehemaligen "Goldeseln" von RWE, sondern auch über Jahrzehnte große Ausgaben dürften dann auch auf den Aktienkurs durchschlagen. Als "Insider" ist mir bekannt, was nukleare Entsorgung kostet und welche technischen, personellen und folglich auch finanziellen Anforderungen in diesem Bereich gestemmt werden müssen.

  • @Freigeist
    Kein Mensch hätte etwas gegen saubere "erneuerbare" Energie einzuwenden.
    Nur: funktionieren müsste es. Und da habe ich -nicht seit gestern- große Zweifel. Die Welt hatte vor ein paar Tagen mal einen Bericht zu den Kohlekraftwerken. Da war auch eine Abbildung bei. Im Dezember funktionierten unser Super-Duper-EE-Kraftwerke grad mal gar nicht. Irgendwie passt da wohl was nicht. Wir subventionieren den Grünstrom bis aufs geht nicht mehr (natürlich ALLES nur fürs Klima) - und das Ergebnis ist: an kalten Wintertagen NULL Erzeugung. Speichertechnologien gibt es keine nennenswerten, also kann es auch nicht funktionieren. An der Belastung des sogenannten Eigenverbrauchs(Anlagen bis 10KW wohl NOCH ausgenommen) mit EEG-Entgelten sieht man, dass es nicht um die Ökologie geht, sondern nur um die Einnahmen aus einem Geschäftsmodell, dass auf die Schädigung eines Dritten aufgebaut ist. Zwangsabgeben im planwirtschaftlichen Energiemodell - das ist es.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article123614018/Stromproduktion-aus-Kohle-klettert-auf-Rekordwert.html
    "Wind und Sonne tragen zuweilen über weite Zeiträume fast nichts zur Stromversorgung bei. Als der Orkan "Xaver" abgezogen war, setze eine Flaute mit Hochnebel ein. In der Erzeugungskurve der zweiten Dezemberwoche wird der Windkraft-Anteil zu einer hauchdünnen Linie. Auch die Solaranlagen produzieren nur für zwei oder drei Stunden am Mittag minimale Mengen. Konventionelle Kraftwerke, in der Grafik die große graue Basis, mussten die ganze Woche über die Last der Stromversorgung fast allein tragen. In Zeiten typischer winterlicher Hochdrucklagen kann eine solche Situation auch mal zwei Wochen anhalten. Der Beitrag von Biomasse- und Geothermie-Anlagen ist so gering, dass er in diesem Grafikmaßstab nicht gezeigt werden kann. Die aktuell verfügbaren Pumpspeicher könnten Deutschland vier oderfünf Stunden lang mit Strom versorgen, nicht aber eine ganze Woche." Zitat Ende

  • FAZ.net 28.01.2014:
    >>Die erneuerbaren Energien sollten zu einem Beschäftigungswunder in Deutschland führen. Geschehen ist das nicht, im Gegenteil.
    Sinkende Beschäftigung Jede dritte Stelle in der Solarindustrie ist weg
    Die grüne Revolution in der deutschen Industrie sollte zu einem neuen Beschäftigungswunder in Deutschland führen. Doch zur guten Lage am Arbeitsmarkt tragen die mit Milliardensummen geförderten Ökobranchen kaum bei.
    Christoph Schmidt, der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen und Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, hatte berechnet, dass jeder dieser Arbeitsplätze im Jahr mit 175.000 Euro gefördert wird. Angesichts des Vergleichswerts von 75.000 Euro in der Steinkohleförderung stellte er früh die Frage nach der Nachhaltigkeit<<.

    Zur objektiven Information auch sehr gut geeignet: Vortrag von Prof. Hans-Werner Sinn "Energiewende ins Nichts".
    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/energiewende-ins-nichts-teil-1-anmerkungen-zum-vortrag-von-prof-hans-werner-sinn/
    Alt_Brief_Vortrag_Sinn_Energiewende_ins_Nichts_31.12.2013.pdf

  • @Freigeist
    "vor der Haustüre": Der Atommüll wird derzeit auf den Geländen der Kernkraftwerke gelagert und richtet dort keinen Schaden an. Mitarbeiter von Kernkraftwerken haben nicht öfter Krebs als der Rest der Bevölkerung.

    Das Volumen des Atommülls ist relativ klein. Wir haben in Deutschland auch Endlager für chemischen Giftmüll - der ist genauso gefährlich - aber vom Volumen viel größer. Wir haben bereits 100 mal mehr chemischen Giftmüll endgelagert als wir jemals Atommüll produzieren werden (z.B. in Herfa-Neurode, siehe z.B. Wikipedia). Und das zu sehr geringen Kosten: <300 EUR pro Tonne - ein Kernkraftwerk produziert pro Jahr etwa 50 Tonnen Atommüll. Die Milliarden die wir für die Atommüll-Endlagersuche ausgeben, ist also rausgeschmissenes Geld. Würde man den Atommüll neben dem chemischen Giftmüll lagern, würde das Müll-Volumen dort kaum größer werden.

    Außerdem ist das Wort "Atommüll" schon etwas irreführend. Man kann das Zeugs weiter zur Verstromung einsetzen. Das ist allerdings z.Z. noch ziemlich teuer. Russland ist gerade dabei, einen Reaktor, der das könnte, in Betrieb zu nehmen (siehe z.B. http://nuklearia.de/2013/12/30/schneller-reaktor-bn-800-wird-erstmals-angefahren/)

  • @Freigeist
    Warum sind Sie der Meinung, dass dieser Kernbrennstoff-Rest (Abfall wie es die grünen Propaganda nennt) entsorgt bzw. vergraben werden muss!? Dieser Kernbrennstoff-Restwert ist ein Wertstoff und Kein Abfall! Dieser Rest-Wertstoff kann problemlos weiterverarbeitet werden und auch zum weiteren Wohle (billige Energieversorgung) genutzt werden. Googeln Sie mal unter Dual Fluid Reaktor oder schauen Sie gleich hier http://dual-fluid-reaktor.de/

  • @HoffmannM
    @Riesener
    Was ich bei der Befürwortung von Atomkraft nicht verstehe ist, dass der radioaktive Abfall doch gesundheitsschädlich ist und deswegen zu sehr hohen Kosten entsorgt werden muss, die ja nicht die privaten Energieversorger, sondern die Steuerzahler übernehmen. Richtig? Oder ist das etwa nur auf dem Mist der nicht mehr ernstzunehmenden Grünen gewachsen?
    Genausowenig wie ich mir auf 200 m Entfernung ein Windkraftrad auf den Acker setzen lassen möchte, genausowenig möchte ich ein Endlager für Atommüll vor der Haustüre haben. Oder möchten Sie das?

  • @zitrone73
    Ich brauch mir um die RWE, ENBW oder EON Aktie keine Sorgen machen. Wenn sich jemand sorgen machen muss, dann sind es die Kommunen, die Bundesländer und der Bund, jeder dieser Instiutionen hat nämlich in der Vergangenheit sehr gut von den Ausschüttungen/Abgaben/Steuern dieser wirtschafts- und ertragsstarken Energiekonzerne profitiert und gelebt. Und im Gegensatz zu der sog. Erneuerbaren Energiebranche haben diese Großkonzerne und Kernkraftwerksbetreiber wirtschaftlich stabile, weil auf der Marktwirtschaft aufbauende Arbeitsplätze geschaffen. Energiewende ist Subvention pur und vernichtet wirtschaftschliche und subventionerte Arbeitsplätze in hohen Maße! Zum Schluss bleibt Mangel und Armut einer grünsozialistischen Ideologiemafia übrig!

  • @HoffmanM
    Lassen'S mal bissel Dampf ab, Sie machen ja den vorsintflutlichen Tauchsiedern (AKW) Konkurrenz. :-)
    Haben Sie sich mit RWE-Aktien verspekuliert, oder werden Sie von RWE für Ihre Kommentare bezahlt?

  • @sowat
    Warum beschimpfen Sie die Japaner so. Naja, von EUCH Grünsozialisten kann man auch nichts anderes erwarten!
    Lug und Trug und immer schön eine abstrakte Angstpropaganda und Märchenlügen in die Welt hinausposaunen...in der Hoffnung,dass immer noch einer zuhören möchte.

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