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Energie

Energieversorger Uniper beendet Eons gescheitertes Brasilien-Abenteuer

Gemeinsam mit dem Konzern MPX wollte Eon einst Kraftwerke in Südamerika bauen. Nun hat Uniper die Anteile am Brasilien-Geschäft verkauft.
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Der Energiekonzern hatte die Brasilien-Beteiligung bei der Abspaltung von Eon übernommen. Quelle: Reuters
Uniper-Zentrale in Düsseldorf

Der Energiekonzern hatte die Brasilien-Beteiligung bei der Abspaltung von Eon übernommen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Energieversorger Uniper zieht einen Schlussstrich unter das von der früheren Konzernmutter Eon aufgebaute Brasiliengeschäft. Uniper veräußere seinen verbliebenen Anteil in Höhe von rund sechs Prozent an dem brasilianischen Versorger Eneva, teilten die Düsseldorfer am Freitag mit. Dies geschehe im Rahmen einer Zweitplatzierung von Aktienpositionen mehrerer Eneva-Aktionäre.

Uniper erwartete einen Erlös von rund 75 Millionen Euro. Nach dem Verkauf habe Uniper keine Geschäfte mehr in Brasilien. Der Energiekonzern hatte die Beteiligung bei der Abspaltung von Eon übernommen.

Eon-Chef Johannes Teyssen war nach dem Beschluss der Bundesregierung für einen beschleunigten Atomausstieg 2011 international auf die Suche nach neuen Wachstumsmärkten gegangen. Eon beteiligte sich 2012 an dem Eneva-Vorgänger MPX und tat sich dabei mit dem brasilianischen Milliardär Eike Batista zusammen.

Zusammen hatten MPX und Eon große Pläne: Sie wollten in Brasilien und Chile Kraftwerke mit einer Leistung von 20.000 Megawatt betreiben. Die Pläne entwickelten sich zum teuren Rohrkrepierer. Bereits 2013 musste Eon seine Beteiligung aufstocken, da Batista in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.

Der Dax-Konzern pumpte mehr als eine Milliarde Euro in das Geschäft, ehe man es faktisch schon vor Jahren als reine Finanzbeteiligung zu den Akten legte. „Der Einstieg in Brasilien war ein Flop. Das war eine Fehlentscheidung“, räumte Teyssen später ein.

Batista machte indes in den vergangenen Jahren weiter Schlagzeilen. Der Unternehmer, der früher mit einem auf 30 Milliarden Dollar geschätzten Vermögen als siebtreichster Mensch der Welt galt, war im vergangenen Jahr wegen Bestechung zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt worden.

Handelsblatt Energie Briefing
  • rtr
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