Energie

Energiewende Dong Energy kritisiert deutschen Offshore-Ausbau

Die Netzbetreiber wollen mit gigantischen Trassen Strom von Nord nach Süd transportieren. Offshore-Windkraft gilt als Rückgrat der Energiewende. Doch Betreiber der Windparks warnen vor Verzögerungen.
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Der dänische Energiekonzern will stärker wachsen. Quelle: dpa
Dong Energy

Der dänische Energiekonzern will stärker wachsen.

(Foto: dpa)

BerlinNach Ansicht des dänischen Windparkbauers Dong Energy läuft der Ausbau der Offshore-Windkraft hierzulande noch zu zaghaft. Dass über eine Erweiterung von 700 bis 800 Megawatt pro Jahr diskutiert werde, sei „fern der Zukunft“, sagte Deutschland-Chef Martin Neubert der Deutschen Presse-Agentur. Dong Energy baut und betreibt Windparks etwa in der Nordsee. „Die Industrie hat bewiesen, dass sie weit mehr als 2000 Megawatt leisten kann“, meinte Neubert.

Zugleich forderte der Manager ein besseres Zusammenspiel zwischen Netzbetreibern, Windpark-Entwicklern und Behörden. Bisher gebe es nur bilaterale Gespräche. Nötig sei aber ein runder Tisch mit allen Beteiligten. „Die Industrie hat ihre Hausaufgaben gemacht, hat Kosten runtergebracht. Jetzt stehen jede Menge Fertigungskapazitäten in Deutschland, aber wir kommen nicht mit dem Netz hinterher.“

Das sind die größten Windkraft-Konzerne der Welt
Platz 14: XEMC (China)
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Nirgendwo auf der Welt werden jährlich mehr Windräder ans Stromnetz angeschlossen als in China. XEMC profitiert zwar von diesem Boom, hat aber durch einen etwas schwächeren Windmarkt an Bedeutung verloren. Der chinesische Elektrokonzern hat im Jahr 2009 die niederländische Energiefirma Darwind gekauft und sich so wertvolles Know-how für die Herstellung von Windturbinen und Rotorblättern gesichert, den wichtigsten Komponenten von Windenergieanlagen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma FTI Intelligence brachte es XEMC 2017 auf fast tausend verkaufte Turbinen und einen Marktanteil von 1,8 Prozent.

Marktanteil 1,8 Prozent.  

Platz 13: Sewind (China)
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Im vergangenen Jahr fand sich auf diesem Platz noch der chinesische Staatskonzern Dongfang, im Ranking 2017 wird er von seinem ebenfalls chinesischen Konkurrenten Sewind zwei Plätze nach hinten verwiesen. Die Windkraftsparte des chinesischen Staatskonzerns Shanghai Electric produziert in zwei Fabriken jährlich mehr als 3.000 Windräder. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen mit seinen Anlagen auf hoher See. Im Segment Offshore-Wind zählt Sewind zu den drei größten Herstellern weltweit. In Deutschland sind die Chinesen zudem am Maschinenbauer Manz AG beteiligt.

Marktanteil: 2,1 Prozent.  

Platz 12: CSIC Haizhuang (China)
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Unter den 15 führenden Windkraftkonzernen der Welt befinden sich gleich acht Unternehmen aus China. Der Grund ist simpel: Im Reich der Mitte wurden alleine 2017 mehr als 45 Prozent der weltweit neu installierten Windräder ans Stromnetz angeschlossen. Ausländische Firmen kommen in China kaum zum Zug, der Markt ist weitgehend abgeschottet. Dieser Heimatbonus beflügelt Konzerne wie CSIC Haizhuang – sie prägen verstärkt den Weltmarkt.

Marktanteil: 2,3 Prozent.

Platz 11: United Power (China)
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Der chinesische Windkraft-Konzern, United Power, bekommt die gedämpfte Entwicklung auf dem Heimatmarkt stark zu spüren. Vom siebten geht es auf den elften Platz und der Marktanteil schrumpft um ganze 1,2 Prozent. Die Tochtergesellschaft des staatlichen Stromversorgers China Guodian produziert Turbinen für Windräder an Land und auf hoher See in beinahe allen Leistungsklassen.

Marktanteil: 2,6 Prozent.

Platz 10: Suzion (Indien)
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Dank eines Boom-Jahres auf dem heimischen Markt, hat der indische Windturbinenhersteller Suzion es in die Top 15 geschafft. Das ist allerdings auch der Markt, auf den fast 40 Prozent des Geschäfts von Suzion entfallen. Im laufenden Jahr wird aufgrund von der Umstellung auf offene Ausschreibungen erst einmal mit einem Einbruch des indischen Marktes gerechnet, dann muss auch der Windradbauer zunächst mit einem Auftragseinbruch rechnen.

Marktanteil: 2,6 Prozent.

Platz 9: Senvion (Deutschland)
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Deutschlands viertgrößter Windkraftkonzern Senvion hat es auch global wieder unter die Top 10 geschafft. Ganze drei Plätze brachte ihn ein Rekordjahr auf dem deutschen Markt nach vorne. In der Bundesrepublik wurde noch nie soviel Windkraftleistung installiert wie im vergangenen Jahr: Ganze 6,5 Megawatt. Im nächsten Jahr könnte das aber wieder ganz anders aussehen. Die Hamburger kämpfen mit schwindenden Subventionen, massiven Preiskampf und sinkenden Umsätzen.

Marktanteil: 3,7 Prozent.

Platz 8: Mingyang (China)
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Chinas drittgrößter Windkraftkonzern will sich vom Maschinenbauer zum Service-Unternehmen wandeln. Zwar soll die Produktion von Turbinen, Gondeln und Rotorblättern weiterhin eine wesentliche Säule des Geschäfts bleiben, aber die Wartung und Instandhaltung von Windrädern verspricht höhere Renditen. Im Gegensatz zu den meisten anderen chinesischen Windkonzernen, konnte Mingyang seinen Marktanteil 2017 sogar vergrößern.

Marktanteil: 4,7 Prozent.

Über neue Stromführungen wird seit Langem gestritten – jetzt nimmt der Bau gigantischer unterirdischer Trassen quer durch Deutschland konkrete Formen an. Die Netzbetreiber Tennet, TransnetBW und 50Hertz hatten Anfang März in Berlin Routen-Vorschläge für mögliche Erdkabel-Korridore vorgelegt, mit denen Windstrom von den Küsten in die Industriezentren des Südens transportiert werden soll.

Der Ökostrom-Anteil in Deutschland soll nach dem Willen des Bundes von heute gut einem Drittel auf 40 bis 45 Prozent im Jahr 2025 steigen. Um bei der Energiewende Kosten zu sparen, wird der Betrieb neuer Windparks in Nord- und Ostsee ausgeschrieben.

Bisher war die Höhe der Vergütung vorgegeben: Jede Anlage bekam dann eine feste Summe pro Kilowattstunde – unabhängig davon, wie viele Windräder schon in der Region liefen. Künftig erhält der Bieter mit dem günstigsten Angebot den Zuschlag. Ähnliche Ausschreibungen laufen für Photovoltaik-Anlagen seit Anfang 2015. Die Bundesnetzagentur sieht darin ein erfolgreiches Mittel zur Dämpfung der Vergütungen.

Handelsblatt Energie Briefing
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