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Energie

Energiewende Trotz Milliardeninvestments und grüner Finanzprodukte: Ausbau der Windkraft stockt

In der Bevölkerung wächst der Widerstand gegen den Bau neuer Windkraftanlagen. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum der Ausbau erneuerbarer Energien nur schleppend vorangeht.
26.01.2021 - 15:30 Uhr 4 Kommentare
Der deutsche Windmarkt bleibt auf niedrigem Niveau.  Quelle: dpa
Windkraft

Der deutsche Windmarkt bleibt auf niedrigem Niveau. 

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Windkraftausbau in Deutschland lag im vergangenen Jahr weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Zwar wurde mit 1431 Megawatt (420 Anlagen) wieder mehr Windenergie neu installiert als 2019, aber werde im bisherigen Tempo weitergebaut, reiche die Menge „weder für die Klimaziele noch für den steigenden Bedarf der Industrie nach klimaneutraler Energie“, warnte die Windenergiebranche bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen am Dienstag. 

Während die Energiewirtschaft Milliarden investiert und auch die Finanzwelt grüne Investments für sich entdeckt, kommt der Ausbau erneuerbarer Energie in Deutschland seit mehreren Jahren nur schleppend voran. 

Neue Windkraftanlagen werden kaum noch gebaut, auch weil es in der Bevölkerung erhebliche Widerstände dagegen gibt. Experten warnen, dass Deutschland mit Blick auf den geplanten Kohle- und Atomausstieg in eine Ökostromlücke laufen könnte, wenn sich der Ausbau nicht beschleunige. 

„Dreh- und Angelpunkt für Wettbewerb in den Ausschreibungen sowie für den notwendigen deutlichen Anstieg beim Zubau bleiben die Bereitstellung von Flächen und die Genehmigung von Projekten“, sagte Hermann Albers, Präsident Bundesverband Windenergie (BWE).

2020 ist das dritte Jahr in Folge, in dem noch nicht einmal die von der Bundesregierung als Zielmarke gesetzte Bruttoleistung von 2800 Megawatt (MW) erreicht wurde. Mit Nordrhein-Westfalen führt außerdem zum ersten Mal ein anderes Bundesland als Niedersachsen, Brandenburg oder Schleswig-Holstein die Ausbaustatistik an. 

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„Die Zahlen sind erwartbar schlecht. Der deutsche Markt ist eine kurzfristige Katastrophe, viele Anbieter mussten Personal abbauen oder aufgeben“, sagte auch Windexperte Dirk Briese, von dem Marktforschungsunternehmen Trendresearch im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die langfristigen Perspektiven seien zwar „sehr gut“, weil die Bundesregierung die Ausbauziele erhöht habe, aber „jetzt blockiert sie den Weg dorthin.“ Hier müsse sich schleunigst etwas ändern, mahnte der Experte. 

Wie sich der Windmarkt hierzulande weiterentwickelt, hängt auch davon ab, wie viele der sogenannten Altanlagen weiter in Betrieb bleiben. Damit sind Windräder gemeint, die nach 20 Jahren der staatlichen Vergütung ab diesem Jahr erstmals aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz fallen und somit keine Fördergelder mehr bekommen. Das betrifft allein in diesem Jahr rund 4000 Anlagen mit insgesamt 3600 MW Leistung. 

Klimaziele drohen verfehlt zu werden

Zwar hat die Bundesregierung bei der jüngsten EEG-Novelle eine befristete Zusatzzahlung für zunächst zwei Jahre beschlossen. Wie viele Anlagenbetreiber das Angebot nutzen wollen, ist allerdings noch nicht bekannt. 

Die Alternative Repowering, also das Aufbauen neuer, leistungsstärkerer Windräder dort, wo alte abgebaut werden, müsse von der Politik zudem deutlich leichter gemacht werden. Nur so könne dafür gesorgt werden, dass in den nächsten Jahren wieder mehr neue Windräder aufgestellt, als alte zurückgebaut werden. 

Für das Jahr 2021 prognostizieren die Verbände einen leicht optimistischeren Ausbau von 2000 bis 2500 Megawatt (MW). Für das Erreichen der Klimaziele müssten in Deutschland laut Experten allerdings 4500 bis 5000 MW jedes Jahr neu dazukommen. 

Währenddessen läuft der Ausbau der Windkraft global gesehen gut: Mit rund 82 Gigawatt (GW) neu installierter Kapazität war 2020 trotz Krise ein Rekordjahr für die Branche. Vorreiter ist China, das mit 45 GW fast die Hälfte des weltweiten Windkraftzubaus stemmte. 

Mehr: Offshore-Windkraft: Der Platz im Meer wird knapp

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4 Kommentare zu "Energiewende: Trotz Milliardeninvestments und grüner Finanzprodukte: Ausbau der Windkraft stockt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zum wiederholten Male: Windenergie und Photovoltaik sind nicht grundlastfähig und nicht in der Lage, unser 50 Hz - Energieversorgungs-System zu erhalten. Jeder, der das propagiert sollte sich erst mal mit den Grundlagen der Elektrotechnik beschäftigen.

  • Herr Mark Hartmann ihr Kommentar ist absoluter Schwachsinn. Ihr Prof. Krause, BM A.D. ist wohl ein ziemlich abgehalfterter Bankroteur, der sogar aus dem Dschungelcamp oder wie immer der Nonsens im Trash TV heißt rausgeflogen ist. Ich kann nicht verstehen daß Sie immer wieder ihre unsinnigen Kommentare wiederholen. Sicher ist wetterabhängige Umgebungsenergie wie PV- Anlagen oder WEA können niemals unsere grundlastfähigen Kraftwerke ablösen, abgesehen vom Flächenverbrauch und den noch anstehenden Entsorgungsproblemen. Die grünen Gangster ( anders kann man solche Leute nicht mehr bezeichnen) wollen Einfamilienhäuser wegen Flächenverbrauch verbieten aber die absolut unsinnigen WEA (Windenergieanlagen) weiter ausbauen. Für ein mittelgroßes konventionelles Kraftwerk von 1000 MW Leistung benötige ich zwei -drei Hektar Fläche. Für die die gleiche el. Energieerzeung mittels WEA benötige ich 300 Hektar, wo ich dann noch jedesmal 6-700 Tonnen Beton im Boden versenke,Wald abholze etc. Aber Einfamilienhäuser verbieten. Danke Deutschland!

  • Die Windenergie ist ebenso wie die Solarenergie nicht Grundlastfähig! (...) Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: Kommentare sind keine Werbeflächen. https://www.handelsblatt.com/netiquette

  • wer will die Windräder, außer Frau Dr. Merkel.
    Windräder sind ineffektiv (laufen 2400 Stunden von 8400 Std im Jahr 29%) hohe Lärmbelastung, Tötung von Millionen Mikrolebewesen, Vögel, Verwertung des Materials umweltschädlich, hohe Reibung und damit Steigerung der Wärme im Bereich des Windrades(Trocken), Fundament Eisenbeton 40m x40mx5m -Entsorgung?) Dafür
    muessen ca. 10 000 qm Wald gerodet werden, Windverwirbelungen im Bereich
    von 20 km, schändlicher Anblick dieser 240 m hohen Windräder, Feuerwehr kann
    die Windräder nicht löscher -Umweltschädlich-
    Fotovoltaik auch wenig effektiv: nachts kein Ergebnis, bei Schnee auch nicht, genauso
    bei Bewölkung, Entsorgung umweltschädlich, Blei enthalten

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