Energie

Energiewende Vattenfall warnt vor Kostenexplosion

Die Energiewende produziert unnötige Kosten in Milliardenhöhe – so zumindest sieht es Vattenfall. Der Stromerzeuger will zudem seine Schadenersatzklagen gegen den Atomausstieg vorantreiben.
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Den großen Versorgern machen bereits jetzt Überkapazitäten zu schaffen. Quelle: dpa

Den großen Versorgern machen bereits jetzt Überkapazitäten zu schaffen.

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BerlinDen Stromkunden in Deutschland drohen nach Einschätzung von Vattenfall im Zuge der Energiewende unnötige Kosten in Milliardenhöhe. Der von ihnen finanzierte Ausbau des Ökostroms führe dazu, dass überflüssige Anlagen gebaut würden, sagte der Deutschland-Chef des Konzerns, Tuomo Hatakka, in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Im Jahr 2020 würden in Deutschland wohl Erzeugungskapazitäten in einer Größenordnung von 220.000 Megawatt stehen. „Wir haben also 2020 Kapazitäten, die zweieinhalb Mal so hoch sind wie der Verbrauch.“ Mehr als 150.000 Megawatt seien nicht notwendig. Die unnötigen Investitionen in Anlagen mit 70.000 Megawatt würden nach seiner Schätzung rund 130/140 Milliarden Euro verschlingen. „Das kann sich Deutschland nicht leisten.“

Vattenfall ist hierzulande der drittgrößte Stromerzeuger nach RWE und E.ON. Den großen Versorgern machen bereits jetzt Überkapazitäten zu schaffen. Der Großhandelspreis für Strom liegt bei gut 45 Euro je Megawattstunde - der tiefste Preis seit März 2010. Hatakka räumte ein, dass der schwedische Konzern wegen der Großhandelspreise unter Druck stehe. Daran werde sich auch so schnell nichts ändern.

„Die Großhandelspreise werden die nächsten zwei, drei Jahre unter Druck bleiben.“ Davon haben die Haushaltskunden allerdings kaum etwas. Die Milliardenkosten für den Ökostromausbau machen den Endkundenpreis immer teurer.

Auch in einer am Mittwoch vorgestellten Bilanz der Bundesregierung zur Energiewende werden die steigenden Kosten für Industrie und Verbraucher als das Kernproblem bezeichnet. „Es ist wichtig, dass alle den Mut haben zu sagen, dass die Energiewende einen Preis hat“, stellte sich der 56-Jährige aber hinter das Generationenprojekt.

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7 Kommentare zu "Energiewende: Vattenfall warnt vor Kostenexplosion"

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  • @ projektion

    Falsch argumentiert! Der Staat ist nur noch Inkassofirma der Konzerne und der Hochfinanz! Die Steuern bleiben nicht beim Staat sondern werden privatisiert zu Gunsten der Oligarchie! Deutschland muss immer mehr Schulden machen um überhaupt noch was bezahlen zu können! Wo sind den all die Steuergelder hin? Die sieht der Steuerzahler nie wieder! Und Deutschland geht vor die Hunde! Wer kein Brett vor dem Kopf hat sollte das endlich kapieren! Man muss sich nur mal die Strassen ansehen, die nie wieder vom Staat komplett saniert werden können! Die Privatisierung des ganzen Verkehrsnetzes steht unmittelbar bevor!

  • Ausgerechnet Vattenfall!!!
    Alles was in Schweden verboten ist, auch die Preistreiberei, will Vattenvall in der BRD abkassieren; egal ob vom Staat oder vom Verbraucher.
    Wann endlich werden solche oder ähnliche Konzerne endlich
    verstaatlicht.
    Aber ich glaube ich heule besser den Mond an.

  • Die großen Versorger haben damit kein Problem. Die suchen sich einfach andere Länder in denen die Marktwirtschaft noch hochgehalten wird.
    Wir Stromendverbraucher und Arbeitnehmer in Deutschland haben in Zukunft das Problem vom Luxusgut Erneuerbaren Energiestrom leben zu müssen!
    Auch die Stadtwerke haben immer mehr Probleme mit der Wirtschaftlichkeit, die durch das EEG nicht mehr gegeben wird. Das EEG widerspricht jeder Marktrealität und macht ein Produkt staatlich gewollt zum Mangel! Willkommen in der ehemaligen diktierten Energieplanwirtschaft der DDR!
    Schauen Sie mal zu den Stadtwerken Ulm. Die haben massive Probleme mit Gaskraftwerken (Hamm) ihren Strom rentabel zu erzeugen bzw. zu vertreiben. Es müssen massive Rückstellungen für drohende Verluste gebildet werden. Auch die N-ERGIE aus Nürnberg hat ihre Beteiligung am Gaskraftwerke Irsching bereits teuer bereuht.

  • immer wird auf den energiekonzernen oder den Ölmultis rumgehackt obwohl die meisten Erhöhungen durch steuern verursacht werden und nicht weil die Konzerne mehr verdienen! Das sollte man sich beim nächsten volltanken mal überlegen, dass das meiste unser toller Staat bekommt obwohl er dafür nichts liefern und zusätzlich mit dem Geld auch überhaupt nicht haushalten kann! Aber der liebe Staat hat es schon immer geschickt so gemacht, das immer wer anders als Sündenbock dargestellt wird!

  • Machtgeltung, Dummheit u. vertragswidriges Verhalten zeichen unsere von sich selbst überzeugte "erfolgbetonte" Kanzlerin aus.
    Die Zeche zahlt jeder von uns, u. wegen der laufenden Prozesse, hat Schäuble mit Sicherheit keine Rücklagen gebildet. Weihnachtsgeschenke für das Volk ohne Ende!!

  • Wir geben jedes Jahr allein für Importkohle fast 10 Milliarden Euro aus - wo ist das Problem, wenn wir 15 - 20 Jahre stattdessen in eine Infrastruktur investieren, die uns völlig unabhängig von Fossilien macht?
    Gut, Vattenfall hat dann ein massives Problem mit dem Geschäftsmodell aber abgesehen davon?

  • Die arme Vattenfall nagt am Hungertuch - wie E.ON, RWE und EnBw! Haben jahrzehntelang Milliarden verdient und nichts zurückgelegt!?! Den Atomausstieg wollen sie nun vom Steuerzahler bezahlt bekommen. Der Steuerzahler wird nur abgezockt - doppelt und dreifach. Bei den Strompreiserhöhungen sind die großen "4" ja auch nicht zimperlich und verlangen mehr vom Stromkunden als nötig wäre. Zum Teufel mit den großen "4". Jeder sollte sich so schnell wie möglich unabhängig von diesen Gaunern machen!

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