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Energie

Eon-Aufsichtsratschef Energiepolitik der Bundesregierung sei „Murks“

Werner Wenning geht hart ins Gericht mit der Energiewende. Kein Unternehmen könne die Risiken der Atomenergie allein schultern, sagt der Eon-Aufsichtsratschef. Er fordert mehr Unterstützung von der Politik.
26.12.2015 - 13:18 Uhr
Das Problem der Endlagerung solle von der Politik gelöst werden, sagt Eon-Aufsichtsratschef Werner Wenning. Quelle: dpa
Ungeklärte Endlagerung

Das Problem der Endlagerung solle von der Politik gelöst werden, sagt Eon-Aufsichtsratschef Werner Wenning.

(Foto: dpa)

Frankfurt Eon-Aufsichtsratschef Werner Wenning hat die Energiepolitik der Bundesregierung scharf kritisiert und als „Murks“ bezeichnet. „Mir fällt kein Industriezweig ein, mit dem die Politik so umgesprungen ist“, sagte der Manager der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.) „So sprunghaft, so existenzbedrohend.“ Mit der Energiewende weg von Atomkraft hin zu Erneuerbaren Energien ist aus seiner Sicht bisher keines der drei Ziele Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz erreicht worden.

Der Düsseldorfer Energieriese wird 2016 aufgespalten: Der Hauptkonzern Eon soll sich neben der abzuwickelnden Atomsparte auf die Zukunftsgeschäfte mit Alternativ-Energien konzentrieren, die immer weniger rentablen alten Kohle- und Gaskraftwerke kommen in die neue Gesellschaft Uniper.

Wenning, der in mehreren Kontrollgremien von Dax-Konzernen sitzt, forderte die Politik auf, das ungelöste Thema der Endlagerung von Atommüll anzugehen. „Gorleben hatte vor vier Jahrzehnten seinen Start, ohne dass bis zum heutigen Tag ein Endlager genehmigt ist“, sagte er der Zeitung. Die Atomenergie sei von Anfang an auch ein politisches Projekt gewesen. „Kein Unternehmen vermag Risiken zu schultern, die vielleicht in 100 oder 150 Jahren eintreten.“

Ein geplantes Gesetz soll verhindern, dass sich die Atomkonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall durch Abspaltung ihrer Kernkrafttöchter vor der milliardenschweren Haftung beim Abriss der Meiler und der Endlagerung des Atommülls drücken können. Eine Verabschiedung des Gesetzes noch vor 2016 - wie von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mehrfach angemahnt - scheiterte jedoch.

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    Neben einer für sie erträglichen Lösung bei der Finanzierung des Atomausstiegs hoffen die Energiekonzerne auch auf langfristige Hilfen für ihre Kohle- und Gaskraftwerke.

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    • dpa
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