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Energie

Eon-Studie Energiewende macht Milliardeninvestitionen in Stromnetze notwendig

Rund 110 Milliarden Euro müssen laut Berechnungen von Eon bis zum Jahr 2050 in die Stromnetze investiert werden, um die Energiewende zu schaffen.
29.10.2020 - 13:28 Uhr 2 Kommentare
Überlastete Netze könnten laut Eon pro Jahr Kosten von bis zu 4,2 Milliarden Euro verursachen. Quelle: dpa
Strommast

Überlastete Netze könnten laut Eon pro Jahr Kosten von bis zu 4,2 Milliarden Euro verursachen.

(Foto: dpa)

Essen Die Energiewende macht nach Berechnungen für den Stromversorger Eon Investitionen in die Stromnetze in dreistelliger Milliardenhöhe erforderlich. Bis zum Jahr 2050 seien allein für den Ausbau und die Modernisierung der Verteilnetze in Deutschland rund 110 Milliarden Euro erforderlich, heißt es in einer am Donnerstag vorgestellten Studie für Eon. Davon fielen 32 Milliarden Euro bis 2030 an.

Unterblieben diese Investitionen, könnten durch überlastete Netze pro Jahr Folgekosten von bis zu 4,2 Milliarden Euro anfallen. In die Netze müssten in den kommenden Jahren immer mehr Solaranlagen und Windräder integriert werden. Hinzu kämen der Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität und die steigende Zahl von Wärmepumpen und Stromspeichern. An der Untersuchung war unter anderem die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen beteiligt.

Werde nicht bereits heute konsequent und langfristig in Stromnetze investiert, könnten diese den Strom aus erneuerbaren Energien nicht mehr aufnehmen. „Politik und Regulierung müssen jetzt die Weichen auf Wachstum in den Energienetzen stellen“, forderte Eon-Netzvorstand Thomas König. Für Netzbetreiber seien die Investitionen nur finanzierbar, wenn die regulatorischen Rahmenbedingungen angepasst würden und auch im europäischen Vergleich attraktiv seien.

Die Bundesnetzagentur legt fest, welche Renditen die Betreiber mit Strom- und Gasnetzen erzielen können. Bezahlt wird Bau und Betrieb der Netze von den Verbrauchern über die Netzentgelte. Eon betonte, die Investitionen in die Netze trügen dazu bei, dass die Kosten in anderen Bereichen begrenzt blieben und die Klimaschutzziele so effizient wie möglich erreicht werden könnten.

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    Eon ist durch die Übernahme der RWE-Tochter Innogy der mit Abstand größte Betreiber von Stromverteilnetzen in Deutschland. Die Eon-Netze haben eine Länge von rund 700 000 Kilometern, das gesamte deutsche Stromnetz ist laut Branchenverband BDEW etwa 1,8 Millionen Kilometer lang.

    Über die Verteilnetze wird der Strom in Hoch-, Mittel- und Niederspannung zu den Verbrauchern in Industrie, Gewerbe und Haushalten übertragen. Deutschlandweit wird der Strom mit den Höchstspannungs-Übertragungsnetzen transportiert. Der Ausbau dieser Stromautobahnen erfordert weitere Milliardeninvestitionen.

    Mehr: Das Stromnetz ist so ausfallsicher wie noch nie – trotz Energiewende

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    • dpa
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    2 Kommentare zu "Eon-Studie: Energiewende macht Milliardeninvestitionen in Stromnetze notwendig"

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    • "Die Energiewende macht nach Berechnungen für den Stromversorger Eon Investitionen in die Stromnetze in dreistelliger Milliardenhöhe erforderlich." Es geht auch ganz andere und wesentlich einfacher. Denn die neueste Neutrino-Technologie wird das System Weg von Grosskraftwerke und Stromnetzen hin zur MOBILEN UND DEZENTRALEN HAUSHALTSVERSORGUNG wandeln. Ähnlich der Abnabelung von der Festnetztelefonie hin zur Mobilen Smartphone-Telefonie. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlicht dazu aktuell: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters" Weltbuch Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3-906212-56-2. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. Die Deutsche Politik und Medien sollten sich dafür endlich öffnen, um Wirtschaft anzukurbeln. Denn russische Medien berichten bereits in den Schlagzeilen dazu. Wenn wir jetzt NEUDENKEN - wird der Übergang zur Freien Energienutzung leichter und kostengünstiger als alle Anderen.

    • Mir gefällt dezentrale Erzeugung, da wo verbraucht wird, besser als zigtausend Kilometer Netztrassen, deren Bau regelmäßig zum Streit zwischen den Ländern führt.
      Etliche Projekte (Dörfer, Gemeinden, Städte) beweisen, dass mit Bürgerbeteiligung die Energiewende rentabel ist. Siehe z.B. https://www.unendlich-viel-energie.de/die-agentur/projekte/region-n/das-projekt
      Die Bürger investieren angespartes Geld direkt in das regionale Nachbarschaftsprojekt, dessen Arbeit und Ergebnisse sie täglich live mitverfolgen und beeinflussen können.
      Wer gerne liest (so wie ich, auch SF und Krimis), hat vielleicht noch mehr Freude an der Dezentralisierung: Denn je kleiner das Netz, umso sicherer ist es, mein ich. Interessante Gedanken, echt spannend zu lesen und gar nicht so realitätsfern, machen sich z.B. die deutschen Krimi-Autoren Marc Elsberg und Wolfgang Schorlau. Doch nicht nur Terroranschlag oder Vernachlässigung teurer Wartungsarbeiten zu Gunsten des Konzernergebnisses bringen große Netze und damit viele Menschen in Gefahr, sondern auch ein Streik, wie z.B. bei Amazon, hätte fatale Folgen: Die Mitarbeiter unserer wichtigsten Versorgungsunternehmen (Strom, Wasser, Heizung, öffentliche Verkehrsmittel) sind nicht verbeamtet.



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