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Energie

Erneuerbare Energien Boom bei Solarspeichern: Geschäft hat 2019 Rekord erreicht

Wer sich eine Photovoltaikanlage kauft, legt sich immer öfter auch einen Solarspeicher zu. Das Geschäft mit der Batterie für den Eigenbedarf boomt.
22.04.2020 - 12:26 Uhr 1 Kommentar
Der Markt für Heimspeicher ist allein im vergangenen Jahr um 44 Prozent gewachsen.  Quelle: obs
Solarspeicher

Der Markt für Heimspeicher ist allein im vergangenen Jahr um 44 Prozent gewachsen. 

(Foto: obs)

Düsseldorf Jedes Jahr speichern immer mehr Menschen den Strom vom Dach in der eigenen Batterie. Auch 2019 war wieder ein Rekordjahr für das Geschäft mit Solarspeichern. 65.000 Heimspeicher wurden im vergangenen Jahr in deutschen Haushalten installiert. Das ergab eine neue Analyse des Bonner Marktforschungsunternehmens Eupd Research.

Damit hat sich das Marktvolumen mit nun insgesamt 206.000 Speichersystemen innerhalb von nur zwei Jahren verdoppelt. „Die Erfolgsgeschichte der Photovoltaik scheint sich mit den Heimspeichern in Deutschland zu wiederholen“, kommentiert Eupd-Chef Markus Hoehner das schnelle Wachstum. Wer sich eine Solaranlage auf das Dach setzt, kauft immer öfter gleich auch eine Batterie dazu.

Während die Stromkosten für den Verbraucher steigen, werden PV-Anlage und Heimspeicher immer billiger. Rund 30 Cent zahlen Privatpersonen aktuell für jede Kilowattstunde verbrauchten Strom. Zwar bekommen die Sonnendach-Besitzer immer weniger Vergütung, wenn sie den eigens produzierten Strom ins Netz einspeisen. Wer einen Teil des Solarstroms aber selbst verbraucht, kann diesen Einnahmeverlust teilweise wettmachen. Und das geht am besten mit einem Speicher.

Was früher als teuer und unwirtschaftlich galt, wird auch dank der massiv gesunkenen Preise für Lithium-Ionen-Batterien heute immer günstiger. Und in den nächsten fünf Jahren sollen die Kosten für die Zukunftstechnologie laut einer Studie der Bank of America noch einmal um bis zu 50 Prozent fallen. Von 500 Dollar pro Kilowattstunde 2018, auf unter 250 Dollar je Kilowatt die Stunde im Jahr 2025.

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    Dabei helfen nicht nur die fallenden Preise für E-Autobatterien, sondern auch ein steigender Strompreis und die gleichzeitig immer günstiger werdenden Erneuerbaren Energiequellen. Schon jetzt steigen auch immer mehr große Unternehmen in den Speichermarkt ein. Sei es Siemens mit seiner eigenen Heimspeichermarke, oder der Ölkonzern Shell mit dem Kauf des deutschen Solarbatterieherstellers Sonnen. 

    Die Shell-Tochter ist und bleibt Marktführer in Deutschland, dicht gefolgt von BYD, der Konkurrenz aus China. Aber auch andere deutsche Batterieproduzenten sichern sich ihren Platz im Markt. Mit jeweils 14 Prozent Marktanteil schaffen es die in Osnabrück ansässige E3/DC und der Leipziger Hersteller Senec auf den dritten Platz. Das sächsische Unternehmen wurde vor zwei Jahren von dem baden-württembergischen Energieversorger EnBW übernommen und konnte sein Wachstum ausbauen.

    Damit das Geschäft mit Heimspeichern aber weiterhin so gut läuft, warnt Senec-Chef Jaron Schächter, müsse die Politik ihren Worten nun auch Taten folgen lassen. „Das Versprechen, den 52 Gigawatt-Deckel für Photovoltaik zu streichen, muss gehalten werden, und zwar schnell“, so Schächter. „Sonst drohen wirtschaftliche Schäden und der Verlust von Arbeitsplätzen – in einer Branche, die die Coronakrise einigermaßen gut übersteht.“

    Solarbranche in Sorge 

    Erreicht der deutsche Solarmarkt ein Volumen von 52 Gigawatt (GW), sollten die Einspeisevergütungen für Photovoltaik eigentlich an ihr Ende kommen. Das heißt, wer eine Solaranlage auf dem Hausdach installiert, würde dafür keine staatliche Förderung mehr erhalten. Ende 2019 waren bereits 50 Gigawatt Solarkraft am Netz.

    Aufgrund der Coronakrise dürfte der Deckel erst ein paar Wochen später erreicht werden, aber selbst in diesem Fall wäre bis Juni damit zu rechnen. Und obwohl großflächige Solarprojekte immer rentabler werden, gilt das für Aufdachanlagen noch nicht.

    Dort glauben Experten, dass es noch ein paar Jahre dauert, bis sich die Technologie rechnet. Für die Solarbranche eine drohende Katastrophe. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) hat sich der Geschäftserwartungsindex aufgrund der heiklen Lage in den vergangenen Monaten halbiert. 

    „Immer mehr Solarunternehmen geraten in Existenzangst“, warnt BSW-Chef Carsten Körnig. „Fällt der Solardeckel jetzt nicht, werden hunderte Solarunternehmen und zehntausende Jobs existentiell gefährdet. Ohne deutlich mehr Solarenergie ist ein wirksamer Klimaschutz undenkbar“, so Körnig.

    Die Bundesregierung hatte zwar schon mehrfach angekündigt, den Solardeckel aufzuheben – passiert ist bislang jedoch nichts.

    Mehr: Initiative fordert ein Konjunkturpaket für das Klima.

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    1 Kommentar zu "Erneuerbare Energien: Boom bei Solarspeichern: Geschäft hat 2019 Rekord erreicht"

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    • das ist doch mal eine gute Nachricht,,,bei dem Sonnenschein, wird ordentlich Strom erzeugt, der Überschuss kann gespeichert werden...so soll es sein!

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