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Energie

Erneuerbare Energien EnBW testet schwimmende Windanlage

Die Offshore-Windenergie stößt an ihre Grenzen. Schwimmende Plattformen können neue Flächen erschließen und die Kosten drücken. EnBW testet einen Prototypen.
03.06.2020 - 12:26 Uhr 2 Kommentare
Der Energiekonzern testet den Prototypen für eine schwimmende Windanlage derzeit in einem Baggersee, im Sommer geht es in die Ostsee.
Pilotprojekt von EnBW

Der Energiekonzern testet den Prototypen für eine schwimmende Windanlage derzeit in einem Baggersee, im Sommer geht es in die Ostsee.

Düsseldorf Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind Meere und Ozeane. Das Potenzial für Offshore-Windenergie ist aber begrenzt, weil die gewaltigen Windanlagen bislang im Meeresboden verankert werden müssen – also in Küstennähe. Zudem ist die Installation im Meeresboden sehr teuer.

Schwimmende Windanlagen könnten das Potenzial deshalb deutlich vergrößern. Der süddeutsche Energiekonzern EnBW testet das jetzt aus – gemeinsam mit dem norddeutschen Ingenieurunternehmen Aerodyn Engineering. Bislang handelt es sich um einen Prototypen im Maßstab eins zu zehn. Sind die Tests erfolgreich, soll das Modell aber in Originalgröße erprobt werden – und zwar in einem für EnBW neuen Markt: China.

Beim Forschungsprojekt Nezzy² stehen zwei Windkraftanlagen auf einer schwimmenden Plattform aus Betonfertigteilen. Der Prototyp ist 18 Meter hoch – im Original wären es 180 Meter. Zunächst wird das Modell in einem Baggersee bei Bremerhaven getestet. Im Sommer soll sich die Plattform aber in der Ostsee bei Wind und Wellen beweisen.

Ziel des Forschungsprojektes ist nach EnBW-Angaben die Entwicklung einer neuen Offshore-Technologie, bei der die Windkraftanlagen auf der Wasseroberfläche schwimmen. Der Versorger ist selbst einer der größten deutschen Betreiber von Offshore-Windparks, hat in Nord- und Ostsee bereits vier große Windparks in Betrieb und will auch international expandieren.

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    Bislang würden Offshore-Windkraftanlagen aber bei maximalen Wassertiefen von 50 Metern mit Fundamenten im Meeresboden verankert, erklärte das Unternehmen. Das begrenze die Anzahl geeigneter Meeresflächen.

    Auch andere Unternehmen forschen an der Technologie

    Bei schwimmenden Anlagen sieht das anders aus. An der Floating-Offshore-Technologie wird schon länger geforscht – und es gibt auch schon mehrere konkrete Projekte. Versorger Innogy, der derzeit von RWE integriert wird, kündigte im vergangenen Jahr zusammen mit Shell und und dem norwegischen Unternehmen Stiesdal Offshore Technologies A/S ein Pilotprojekt für schwimmende Windturbinen-Fundamente an: Ab dieses Jahr soll die Technologie vor der norwegischen Küste getestet werden. Die Partner nutzen dabei in einem modularen Konzept eine Stahlrohr-Tragstruktur mit darunter hängendem Kiel.

    Dabei geht es nicht nur um neue Flächen, sondern auch um die hohen Kosten bei der Verankerung von Offshore-Windanlagen. Die Floating-Offshore-Technologie könnte die Installationskosten langfristig nach Einschätzung von Experten um 60 Prozent drücken. Schließlich soll Offshore-Windenergie bei der weltweiten Energiewende eine entscheidende Rolle spielen.

    „Das Potential ist riesig. Mit der neuen Technologie kommen Länder und Meeresflächen mit großen Wassertiefen in Frage und erweitern so die Möglichkeiten der regenerativen Energiegewinnung“, erklärte Hannah König, Leiterin Wind- und Maritime Technik bei der EnBW.

    Bei künftigen Projekten plane die EnBW selbst schwimmende Anlagen einzusetzen: „Insbesondere Frankreich ist für uns gemeinsam mit unserem Tochterunternehmen Valeco hierfür ein interessanter Markt.“ Aerodyn hatte 2018 bereits ein Vorgängerkonzept mit einer Turbine im Maßstab eins zu zehn erfolgreich im Meer vor Japan erprobt.

    Mehr: Die IEA sieht Offshore-Windkraft auf dem Weg zur wichtigsten Energiequelle

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    2 Kommentare zu "Erneuerbare Energien: EnBW testet schwimmende Windanlage"

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    • Für unsere Zukunft auf unserer Erde ist es wesentlich nachhaltige und emissionsfreie Energien Auszubauen. Aber Aufwand und Nutzen sollten im Gleichgewicht sein. Es gibt noch effektivere Alternativen als ausschliesslich Windenergie für die Energienutzung. Die neueste Innovationen für die Demokratisierung im Energiesektor welche das System der Energieversorgung durch Grosskraftwerke wandeln wird, zu einer mobilen und dezentralen Haushaltsenergieversorgung mit Neutrino Technologie. Diese revolutionäre Technologie zur emissionsfreien Energienutzung bietet die Neuentwcklung der Neutrinovoltaic, welche die Photovoltaik zukünftig ergänzen und ablösen wird. Denn sie liefert freie Energie 24h x 365Tage ohne Kabel und Steckdose selbstladender NeutrinoGeräte durch die Nutzung von Neutrino-Energy auch ohne Sonnenschein, denn sie lädt in vollkommener Dunkelheit. Ein Überblick über diese fortschrittliche und wettbewerbsfähige Energieerzeugungstechnologie zeigt, dass sich die Neutrinovoltaik - eine Methode zur Erzeugung von elektrischem Gleichstrom unter dem Einfluss von Teilchen des unsichtbaren Strahlungsspektrums - derzeit in der letzten Phase der Umsetzung befindet. Basierend auf dieser Technologie plant die Berliner Neutrino Energy Group, in spätestens 2 Jahren mit der Lieferung von eigenständigen kompakten DC-Stromquellen Neutrino Power Cube® zu beginnen, die kostengünstige und öffentlich zugängliche Materialien verwenden und damit interessante Preisparameter des erzeugten elektrischen Stroms bieten. Vorläufige Berechnungen, die von der Firma bekannt gegeben wurden, erklären den Preis um mindestens 50% günstiger als den Preis, den man für Solarzellenplatten erhält. Darüber hinaus gibt das Unternehmen bekannt, dass die Betriebskosten solcher Quellen gleich Null sind. Eine mobile, dezentrale Haushaltsversorgung mit Neutrino Inside selbstladenden Haushaltsgeräten und E-Autos mit unendlicher Reichweite wird uns noch unabhängiger machen von Grosskraftwerke und CO2 Abgasen.



    • Es gibt mehr als genug von diesem schwachsinnigen unnützen Spielzeug, mit dem Landschaften verspargelt und Natur zerstört wird. Wir brauchen nicht noch mehr sinnlose ökonomisch wertlose Strompreistreiber.
      Hoffentlich denkt der deutsche Michel bei der nächsten Wahl auch mal seinen Strompreis.

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