Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Energie

Ex-Evonik-Tochter Stadtwerke-Konsortium übernimmt Steag ganz

Die ehemalige Evonik-Energietochter Steag wird wie erwartet komplett von einem Stadtwerke Konsortium. Ebenso wie die Wettbewerber leidet Steag unter den Folgen der Energiewende. Der Kauf ist daher umstritten.
29.08.2014 Update: 29.08.2014 - 14:15 Uhr Kommentieren
Rettet Steag das deutsche Braunkohlegeschäft von Vattenfall? Quelle: dpa - picture-alliance
Steag

Rettet Steag das deutsche Braunkohlegeschäft von Vattenfall?

(Foto: dpa - picture-alliance)

Essen Trotz Kritik aus der Politik hat ein Konsortium von sieben Ruhrgebiets-Stadtwerken auch die zweite Hälfte des Essener Energieversorgers Steag übernommen. Die entsprechenden Kaufverträge seien am Freitag unterzeichnet worden, teilten das Konsortium und der bisherige Eigentümer Evonik am Freitag mit. Die Beteiligung an der Steag habe sich als profitabel erwiesen, sagte der Dortmunder Stadtwerkechef Guntram Pehlke. 2013 verdiente das Unternehmen nach Steuern knapp 200 Millionen Euro.

Die Stadtwerke zahlen 570 Millionen Euro für 49 Prozent des Versorgers. 51 Prozent hatten die Stadtwerke bereits 2010/2011 für 650 Millionen Euro gekauft. Steag sieht sich mit rund 10 Gigawatt installierter Leistung und 6000 Mitarbeitern als fünftgrößten deutschen Stromproduzenten. „Nach der vollständigen Übernahme werden wir nun die Suche nach Partnern fortsetzen, mit denen wir die Beteiligung weiterentwickeln können.“

Käufer sind die Stadtwerke von Duisburg, Dortmund mit zwei Gesellschaften, Bochum, Essen, Oberhausen und Dinslaken. Kritiker in den Kommunen befürchten zu hohe Risiken: Der Versorger hat in Deutschland vor allem Steinkohlekraftwerke, die durch die Energiewende unter Druck stehen, und Anlagen im ferneren Ausland wie im türkischen Iskenderun nahe der syrischen Grenze, Kolumbien und den Philippinen. Kommunale Stadtwerke hätten in solchen Regionen nichts zu suchen, bemängeln die Kritiker.

Pehlke sagte dagegen, dass die bisherigen Ausschüttungen die Erwartungen der Stadtwerke übertroffen hätten. Künftig werde Steag vor allem in Erneuerbare Energien im In- und Ausland investieren und international am weltweit wachsenden Markt auch für konventionelle Energien teilhaben. Das Konsortium blicke optimistisch in die Zukunft, sagte Pehlke.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    2010/2011 hatten sich die Stadtwerke beim Kauf der ersten Hälfte bereits verpflichtet, von 2014 an bis spätestens 2016 die übrigen Anteile zu übernehmen. Nun übten sie die Option wegen der niedrigen Zinsen für die dafür nötigen Kredite bereits relativ früh aus. „Mit jedem Jahr, das wir abgewartet hätten, wäre die Übernahme erheblich teurer geworden“, sagte der Bochumer Stadtwerkechef Bernd Wilmert.

    Handelsblatt Energie Briefing
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Ex-Evonik-Tochter - Stadtwerke-Konsortium übernimmt Steag ganz
    0 Kommentare zu "Ex-Evonik-Tochter : Stadtwerke-Konsortium übernimmt Steag ganz"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%