Energie

ExxonMobil US-Ölriese verdoppelt Gewinn

Der US-Ölriese Exxon Mobil hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung hingelegt. Auch der Umsatz legte kräftig zu. Grund dürfte vor allem der gestiegene Ölpreis sein. Analysten waren dennoch enttäuscht.
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Der US-Ölgigant hat im zweiten Quartal knapp 63 Milliarden US-Dollar eingenommen. Quelle: AFP
ExxonMobil

Der US-Ölgigant hat im zweiten Quartal knapp 63 Milliarden US-Dollar eingenommen.

(Foto: AFP)

IrvingDer Anstieg der Ölpreise hat ExxonMobil im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Verglichen mit dem Vorjahreswert verdoppelte sich der Überschuss auf 3,4 Milliarden Dollar (2,9 Mrd Euro), wie der texanische Ölkonzern am Freitag mitteilte. Vorstandschef Darren Woods sprach von „soliden Ergebnissen“, die von höheren Rohstoffpreisen getrieben worden seien.

Insgesamt stiegen die Erlöse um neun Prozent auf 62,9 Milliarden Dollar, die Produktion sank indes um ein Prozent. Exxon profitiert von den gestiegenen Ölpreisen, die im Jahresvergleich zuletzt mit rund 20 Prozent im Plus lagen. Zudem sanken die Kosten abermals deutlich, die Investitionen in Ausrüstungen sowie Erkundungs- und Förderprojekte schrumpften um 24 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar.

Trotz des starken Gewinnanstiegs konnte der weltweit größte börsennotierte Ölmulti die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen. Anleger reagierten enttäuscht, die Aktie fiel vorbörslich zunächst um zwei Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Kurs um zehn Prozent nachgegeben. Es gibt angesichts des weltweit hohen Ölangebots nach wie vor Zweifel, ob die Preiserholung von Dauer sein wird.

Die zehn ölhungrigsten Länder der Welt
Platz 10: Kanada
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Auf dem letzten Platz der weltweit zehn größten Ölnachfrager liegt Kanada mit 2,4 Millionen Barrel Öl pro Tag in 2016. In den folgenden Jahren wird mit einer sinkenden Nachfrage gerechnet. Für 2022 liegt diese nur noch bei 2,3 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Quelle: „Oil 2017“-Bericht der Internationalen Energie-Agentur.

Platz 9: Südkorea
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Südkorea fragte im Jahr 2016 2,6 Millionen Barrel Öl pro Tag nach. Damit landet das Land auf Platz 9 der weltweit größten Ölnachfrager. In den Folgejahren steigt die Nachfrage laut der Voraussage der Internationalen Energie-Agentur auf 2,7 Millionen Barrel Öl.

Platz 8: Saudi-Arabien
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Saudi-Arabien, das selbst große Mengen des Schwarzen Goldes fördert, liegt mit 3,2 Millionen Barrel Öl pro Tag auf dem achten Platz der weltweiten Ölnachfrager. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn bis 2022 wird die Nachfrage auf 3,4 Millionen Barrel geschätzt.

Platz 7: Brasilien
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Brasilien liegt mit einer Erdölnachfrage von 3,1 Millionen Barrel pro Tag auf dem siebten Platz. Doch auch hier ist mit einer höheren Nachfrage in den Folgejahren zu rechnen: 2022 liegt die geschätzte Nachfrage schon bei 3,3 Millionen Barrel Öl.

Platz 6: Russland
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Russland liegt im Jahr 2016 noch auf Platz 6 der größten Erdölnachfrager mit durchschnittlich 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag. 2017 erhöht sich die Nachfrage, sodass Russland mit durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel Erdöl pro Tag den sechsten Platz verteidigt.

Platz 5: Indien
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Indien fragt in den nächsten Jahren immer mehr Öl nach. 2016 liegt die Nachfrage noch bei 4,3 Millionen Barrel Öl pro Tag, 2017 werden schon 4,5 Millionen Barrel nachgefragt und 2022 noch mal mehr – 5,9 Millionen Barrel.

Platz 4: Japan
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Bei einer Nachfrage von 4,0 Millionen Barrel Öl pro Tag liegt Japan auf dem vierten Platz. Die Nachfrage sinkt im Jahr 2017 voraussichtlich auf 3,9 Millionen Barrel und bis 2022 auf 3,6 Millionen Barrrel Öl pro Tag.

Handelsblatt Energie Briefing
  • dpa
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