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Energie

Fuerteventura Ölbohrung am Traumstrand

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Spanien ist abhängig von Rohstoffimporten
Eine Ölplattform von British Petroleum im Golf von Mexiko – könnte es so bald auch an den Kanaren aussehen? Quelle: dpa

Eine Ölplattform von British Petroleum im Golf von Mexiko – könnte es so bald auch an den Kanaren aussehen?

(Foto: dpa)

Nach Angaben der Kritiker will Repsol rund neun Kilometer vor Fuerteventura und 18 Kilometer vor Lanzarote nach Öl bohren. Dieses seismisch aktive Gebiet ist größtenteils ein Naturreservat.

Befürworter argumentieren mit den wirtschaftlichen Impulsen, die eine Rohstoffförderung vor der Küste den Inseln bringen könnte. 3000 bis 5000 Arbeitsplätze könnten durch die Erdöl-Förderung entstehen, schätzt die Projektgruppe, zu der auch der deutsche Energiekonzern RWE gehört.

Einen wirtschaftlichen Aufschwung könnte die Inselgruppe gut gebrauchen: Die Arbeitslosigkeit liegt mit 35 Prozent noch höher als auf dem spanischen Festland. Spaniens Industrieminister José Manuel Soria, der selbst von Gran Canaria stammt, befürwortet die Erkundung. Das Ölprojekt werde „eine weitere wirtschaftliche Aktivität” in die Region bringen.

Auch energiepolitisch wären größere Erdölvorräte um die Kanaren interessant: Ein Sprecher von Repsol sagt, Spanien sei das europäische Land mit der größten Abhängigkeit von ausländischen Öl- und Gasimporten. „Welches Land würde nicht wissen wollen, welche natürlichen Ressourcen es hat?” Sollten tatsächlich 900 Millionen Barrel Öl unter dem Meeresboden schlummern, könnten diese auf zwanzig Jahre zehn Prozent des spanischen Energiebedarfs decken.

Insgesamt neun Milliarden Euro will Repsol in das Projekt investieren. Für ein Jahr will der Konzern die Fläche vermessen und, sollte die Regierung das Vorhaben genehmigen, bis 2019 oder 2020 „die ersten Tropfen nutzen”.

Dies setzt jedoch voraus, dass sich unter dem Meer tatsächlich genug Öl in förderbarer Qualität befindet. Die Wahrscheinlichkeit dafür sieht der Konzern bei 20 Prozent.

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